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Studentenleben live

Semesterferien

Die Klausur war geschrieben und die Hausarbeit schon lange abgegeben. Die Rückmeldung war getätigt und meine Seminare für das nächste Semester hatte ich auch schon angemeldet. Die lang ersehnten Semesterferien waren also endlich da! Nur wusste ich einfach nichts mit meiner freien Zeit anzufangen ... Alle meine Freunde waren entweder mit einem Praktikum beschäftigt, im Urlaub oder gingen einem Ferienjob nach. Ein passendes Praktikum hatte ich bis Anfang März leider nicht gefunden.

Was macht man nun, wenn man nichts zu tun hat und die Freunde alle beschäftigt sind? Theoretisch hätte ich mich schon einmal mit den Themen des kommenden Semesters beschäftigten können. Allerdings hatte ich mir zu Anfang der Semesterferien auch strikte Ferien verordnet. Ich wollte eben gerade nichts fürs Studium machen. Nun ja, erstmal schaute ich mir alle meine Lieblingsfilme mindestens zwei Mal an, danach gab es Tage, an denen ich stundenlange Spaziergänge unternahm, und schließlich bin ich irgendwie am Bücherregal hängengeblieben. Was sich so alles an nichtwissenschaftlicher Literatur ansammeln kann, wenn man die ganze Zeit mit Uni-Kram beschäftigt ist, ist schon bemerkenswert. Es gab also einiges nachzuholen.

Was ich im Übrigen während der ganzen Ferien nicht getan habe, war Nachrichten zu schauen, oder mehr als einmal pro Woche meinen PC hochzufahren. Der Effekt war wunderbar. Man könnte meinen, dass man davon erst mal gehörige Entzugserscheinungen bekommt, allerdings blieben die bei mir aus. Selten habe ich das Bedürfnis verspürt, mich mit meinem Computer zu beschäftigen. Und nun, da das Ende der Semesterferien immer näher rückt, möchte ich es eigentlich immer noch nicht. Ich werde meine computerfreie Zeit definitiv vermissen und ich weiß schon jetzt, dass ich das im Sommer wieder so machen werde.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Apr 9, 2015

Studentenleben live

Pilsen 2015

Es ist mir nicht so ganz klar, warum ausgerechnet Pilsen Kulturhauptstadt des Jahres 2015 geworden ist. Die Tatsache ist in jedem Fall ebenso umstritten wie gefeiert in Tschechien.
Von Prag erreicht man die neue Kulturhauptstadt in knapp anderthalb Stunden mit dem Zug. Und wer nicht allzu stark an dem Phänomen Hauptstadtarroganz leidet, macht sich gerne mal auf den Weg in die Provinz, um zu schauen, was Pilsen so kann.
Schon am Bahnhof empfangen einen Baustellen, improvisierte Gleise, Bagger und Kräne. Das war zu erwarten – der Titel Kulturhauptstadt bedeutet ja auch (europäische) Finanzmittel für Investitionen.

Pilsen kann Bier, das ist unumstritten. Ein Besuch in der Brauerei lohnt sich vor allem, um einen Eindruck von der hervorragenden Marketing-Strategie von Pilsner Urquell zu bekommen. Aber kann Pilsen auch Kultur? Es bemüht sich. Es gibt Initiativen, alternativ angehaucht, die aus Pilsen einen Ort der Kulturbaustelle machen. Das alte Straßenbahndepot wurde kurzerhand umfunktioniert zu einem Veranstaltungszentrum der cooleren Art. Anlässlich des Lightfestivals (das in Pilsen übrigens wesentlich eindrucksvoller war als zuvor in Prag), wirbelten überall gelbe Engel herum (nein, nicht die vom ADAC, sondern Freiwillige in der Kultur in neongelben „Pilsen2015“-Westen), schenkten Glühwein aus, beantworteten Fragen und beugten sich erklärend über Stadtpläne. Die Stimmung war gut und plötzlich hatte man den Eindruck, die Stadt stünde zusammen. „Wir in Pilsen“ hieß es nicht nur von den Organisatoren, sondern von Einheimischen wie Ausländern in der Kulturhauptstadt 2015.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Apr 7, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Apr 7, 2015

Studentenleben live

Minions und ein großes Lob

„Minions!“ Mit diesem erfreuten Ruf eines Siebtklässlers aus der ersten Reihe begann meine zweite Stunde. Die Deutschlehrerin der 7c hatte sich mit der Ankündigung, dass ich den Einstieg in das neue Thema halten würde, in die letzte Reihe zurückgezogen. Die gelbe, Zunge zeigende Zeichentrickfigur aus meiner Präsentation ließ den Schüler vermuten, das neue Thema seien Minions, eine computeranimierte Komödie über kleine gelbe Wesen. Was es natürlich nicht war. Aktiv und Passiv sollte ich einführen und hatte dafür einen sehr guten Plan: Zuerst würde ich ein paar Bilder zeigen, auf denen Sachen dargestellt waren, die man sowohl aktiv als auch passiv beschreiben könnte. Die Schüler sollten dann sagen, was auf den Bildern zu sehen ist, und ich würde die einzelnen Sätze an die Tafel schreiben. Anschließend hatte ich noch ein paar Übungssätze vorbereitet, die dann erst in Stillarbeit als Aktiv oder Passiv klassifiziert werden und anschließend umgewandelt werden sollten.

So die Theorie. Die Praxis lief natürlich anders. Ich brauchte relativ viel Zeit zum Anschreiben, dafür arbeitete die Klasse erstaunlich gut mit. Als es an die Stillarbeit ging, stutzte ich: Die meisten Kinder schrieben eifrig ab, ein paar saßen allerdings eher still auf ihrem Platz und wussten nicht weiter. Vielleicht hätte ich die Umwandlung doch nochmal genauer besprechen sollen? Weitere Probleme folgten: Ist der Satzteil da wirklich ein Objekt? Nee, aber wie nennt man den denn sonst? Jetzt hab ich schon Objekt gesagt, jetzt kann ich das schlecht revidieren.

Vielleicht war es doch keine so gute Idee, bei den Beispielsätzen schon direkt alle möglichen Zeitformen einzubauen? Erstaunlicherweise arbeiteten die Kinder trotzdem gut mit und ich fühlte mich nicht vollkommen fehl am Platz.

Das kam später auch beim Nachgespräch mit der Lehrerin hervor. Didaktisch war meine Stunde natürlich noch nicht perfekt, aber das würde ich an der Uni und im Referendariat schon lernen. Was die Soft Skills anbelangte, wurde ich dafür in den Himmel gelobt: „Sie haben eine tolle Präsenz! Sie sind souverän, haben sich an die Schüler angepasst und waren total locker da vorne!“ Ich bin stolz!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Apr 7, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Apr 7, 2015