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Studentenleben live

Zweites Mastersemester

Mein erstes Mastersemester habe ich hinter mir – nur noch zwei liegen vor mir, bevor ich mit der Masterarbeit beginne. Von meinem dreimonatigen Praktikum werde ich euch erst im Sommer berichten, wenn ich auch die zweite Hälfte des Praktikums absolviert habe. Denn bevor ich von der Arbeit dort erzähle, muss das natürlich mit meiner Chefin abgesprochen werden. So viel kann ich aber verraten: Die Arbeit dort hat mir Spaß gemacht. In den Semesterferien habe ich mir Gedanken gemacht, was ich noch alles lernen möchte. Als Einsteiger habe ich da gar nicht so viele Ansprüche, vielmehr möchte ich gerne von den Erfahrungen meiner Kollegen hören, die schon einiges in der Branche gesehen haben. Zum Beispiel wie in einer Krise erfolgreich kommuniziert werden kann.

Jetzt im Sommersemester werde ich an der Uni die praktischen Projekte „Online-Medien“ und „TV“ belegen. Ich bin sicher, dass mich eine gute Lehre erwartet, so wie ich den Studiengang bisher kennengelernt habe. Im Juni kommt dann auch der bekannte Journalist Claus Kleber nach Tübingen, um an meinem Institut zu lehren. Ich muss unbedingt einen Platz in seiner Veranstaltung ergattern! Zudem freue ich mich total auf den Sommer! Tübingen ist ein wunderschönes Städtchen mit vielen Plätzen zum draußen Sitzen und überall sind Studenten unterwegs.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Apr 22, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Apr 22, 2015

Studentenleben live

Jubiläum

„Das große Jubiläum der Bibliothek“ prangte in großen Lettern von Transparenten, die eigentlich überall im Gebäude der Uni aufgehängt worden waren. Aha. Ich hatte das natürlich nicht wahrgenommen, bis es zu spät war. Ich saß nämlich unter Zeitdruck recht angespannt am Computer im ersten Stock der Jan-Palach-Bibliothek und zwang mich, meinen Essay zu Ende zu schreiben. Die Buchstaben flimmerten vor meinen Augen, ich war müde und musste trotzdem weitermachen. Allmählich wuchs der Lautstärkepegel an, um mich herum unterhielt man sich. Ich wunderte mich nicht groß, die Bibliotheksdisziplin lässt hier etwas zu wünschen übrig – oder toleranter formuliert: andere Länder, andere Sitten. Als ich das nächste Mal von der Arbeit aufblickte, sah ich, wie jemand einen Verstärker in die Bibliothek transportierte, ein anderer ein paar Torten und Schnittchen. Langsam dämmerte mir, dass offensichtlich irgendeine Veranstaltung bevorstand. Es kamen Anzugträger in die Bibliothek, niemand senkte die Stimme, ein Stimmengewirr waberte geräuschvoll durch die Luft. In der Angst, irgendwo ein Schild übersehen zu haben, das veränderte Öffnungszeiten ankündigte, schaute ich mich besorgt nach anderen Studierenden um. Tatsächlich saß eine nicht unerhebliche Anzahl Kommilitonen an den PCs und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Dabei war der Lärm inzwischen enorm. Als die Band anfing zu spielen, gab ich es auf. Dann wurde halt kein Essay geschrieben. Ich pirschte mich vor bis zur Torte, bediente mich unauffällig und verschwand ...

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Apr 21, 2015

Studentenleben live

Datenjournalismus

Pünktlich zum Start des neuen Semesters starten auch wieder meine außercurricularen Seminarverpflichtungen. Ja, sowas gibt es. Ich habe ein Stipendium bei einer politischen Stiftung, das neben einer finanziellen auch eine ideelle Förderung beinhaltet. So muss ich pro Jahr zwei bis drei Seminare dieser Stiftung verpflichtend besuchen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt und wenn mich Themen interessieren, darf ich zu so vielen Seminaren wie ich möchte. Vergangenes Wochenende stand das Thema Datenjournalismus auf dem Programm. Ein Wortungetüm, das immer häufiger durch die Medien geht. Was sich dahinter versteckt, ist die Recherche nach Zahlen und Fakten – Daten eben –, auf deren Basis journalistische Geschichten geschrieben werden. In drei Tagen lernten wir Teilnehmer, wo man Datenbanken findet, zu welchen Themen es überhaupt Statistiken gibt und zu welchen nicht. Niemand in Deutschland kann dir beispielsweise genau sagen, wie viele Prostituierte es hier wirklich gibt. Und die Schätzungen gehen so weit auseinander, dass man die Daten dazu im Grunde gleich vergessen kann.

Das wichtigste Werkzeug im Datenjournalismus ist Excel. Ein Programm, von dem viele nur Bahnhof verstehen. Da könnten genauso gut chinesische Zeichen drinstehen. Denkste! Anhand von Alltagsbeispielen aus dem Journalismus wurde uns gezeigt, welche Formeln man braucht und welch nützliche Funktionen dieses Programm sonst noch vorzuweisen hat. Ich kann jetzt jedenfalls mit S-Verweisen Tabellen verknüpfen und mit Pivot-Tabellen die wildesten Spielereien und Bezüge zusammenstellen. Auch freizugängliche Software haben wir besprochen. Mit Evernote seinen Kram verwalten, mit Netvibes auf dem Laufenden bleiben, mit GoogleMaps Daten visualisieren oder sich von DataWrapper interaktive Grafiken ausspucken lassen. Was es nicht alles gibt.

Und das Beste kommt ja erst noch! Am ersten Unitag dieses Semesters habe ich mir natürlich gleich zwei Referate für die kommende Woche aufschwatzen lassen. Aber was rum ist, ist rum, dachte ich mir. In meinem Zertifikatsstudiengang „Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“, den ich seit diesem Semester nebenbei mache, soll ich nun statistische Angaben über die einzelnen Gruppen mit Migrationshintergrund in Deutschland auftreiben, auswerten und graphisch darstellen. Ha! Was für eine gemähte Wiese nach diesem Wochenende. Ihr entschuldigt mich, ich bin mal eben den Migrationsbericht analysieren.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2015
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Apr 21, 2015