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Studentenleben live

Zur Belohnung: Wien

Man sagt ja immer der Weg sei das Ziel. Aber obwohl wir unsere sechstägige Radtour nach Wien sehr genossen haben, waren wir froh, angekommen zu sein. Die Landschaft, die Donau und auch die kleinen Örtchen am Weg, besonders in der Wachau, waren zwar wunderbar, aber uns tat am Ende doch alles weh. Das Wetter war leider auch nicht sehr beständig. Letztlich hat es zwar kaum geregnet, aber wir haben immer ein bisschen befürchtet, dass wir in der Nacht von einem Gewitter weggespült werden.

Auch bei den Rädern waren wir uns nicht ganz sicher, ob sie die Wegstrecke von über 300 Kilometern aushalten würden. Bei einem Kaufpreis von 50 Euro und mindestens 30 Jahren auf dem Buckel, war diese Angst vielleicht nicht ganz unberechtigt. Zur Sicherheit hatten wir vorher in Leipzig alles gecheckt, was potenziell kaputt gehen hätte können. Vor allem Bremsen, Mantel und Schaltung haben wir eingehend inspiziert. Und wir hatten Glück, denn die Räder sind ohne Panne bis nach Wien gerollt.

In Wien wohnten wir in der WG einer sehr guten Freundin. So hatten wir gleich das Gefühl zu Hause anzukommen. Ihr Mitbewohner hat uns gezeigt, wie alles funktioniert und uns Tipps gegeben, was wir am besten in Wien unternehmen könnten. Die ersten beiden Tage sind wir aber einfach nur durch die wundervolle Innenstadt spaziert und haben viel Interessantes im Reiseführer gelesen.

Mein Freund wollte unbedingt Schloss Schönbrunn besichtigen. Mit Mühe konnte er mich dazu überreden, die zwölf Euro Eintritt zu zahlen. Nach dem Ticketkauf mussten wir drei Stunden warten, bis wir ins Schloss gelassen wurden. In dieser Zeit erkundeten wir die Gärten und Parkanlagen des Schlosses. Die anschließende Führung mit dem Audioguide durch das imposante Gebäude war so gut, dass letztlich sogar mir die Besichtigung Spaß gemacht hat.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Sep 4, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Sep 4, 2015

Studentenleben live

Titicacasee und Isla de Sol

Von Arequipa aus ist der Titicacasee nicht mehr weit. Ich hatte mich schon sehr lange darauf gefreut, dorthin fahren zu können, wenngleich es letztlich auch nur ein weiterer See ist, wie meine Freundin ganz richtig bemerkte. Aber dieser hier liegt zwischen Peru und Bolivien und ist der höchst gelegene, beschiffbare See der Welt. Er ist riesig und atemberaubend schön. Sein Name stammt vermutlich aus dem Quechua und bedeutet so viel wie „bleifarbener Felsen“.

Im See gibt es mehrere Inseln, die man mit einem Boot besuchen kann. Auf der bolivianischen Seite stiegen wir im schönen Ort Copacabana in ein Boot, das uns zur Isla de Sol (Sonneninsel) brachte. Bei aufkommendem Sturm peitschten uns die Wellen die Gischt entgegen und als wir endlich durchgefroren auf der Insel ankamen – unser Boot war liegen geblieben, da das Benzin ausging –, war es schon dunkel.

Wir stolperten einem kleinen Mädchen hinterher, das uns zum „Hostal“ ihrer Familie führte. Da es nicht nur kalt, sondern dank des Sturms auch kein Strom vorhanden war, gingen wir schon sehr früh ins Bett. Erst am nächsten Morgen stellten wir fest, dass wir in einer traumhaften Gegend mit einer kleinen Bucht gelandet waren. Mit den kleinen weißen Booten und dem strahlend blauen Wasser erinnerte sie mich an die kroatische Küste.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 3, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 3, 2015

Studentenleben live

Urlaub zwischen Kisten – Teil 2

Ich kann sagen, dass ich die zwei Wochen in Schweden sehr genossen habe. Es war zwar eine Art Aktivurlaub, aber ich bin sowieso nicht für Strandmattenurlaub zu haben. Außerdem war ich erstaunt, wie entspannt die Freizeit trotz Programmgestaltung und Betreuung für mich war. Selbst der Umstand, dass es wegen Zimmermangels nicht möglich war, mir ein Zimmer mit meinem Mann zu teilen, stellte sich als unproblematisch und sogar gemeinschaftsfördernd heraus. Ich schlief in einem Zimmer mit vier anderen Betreuerinnen und genoss es, ausführlich über Frauenthemen quatschen zu können. Allgemein war die Stimmung von Anfang an gut und ein Badesee direkt am Haus sorgte für vollkommene Urlaubsromantik. Wir unternahmen zwei Ausflüge. Einmal ging es zum Wandern ins „Große Moor“ und ein anderes Mal zu einem Stadtausflug nach Göteborg, bei dem ich sogar den Großteil des Tages allein mit meinem Mann unterwegs war. So verging die Zeit in Windeseile und ich dachte nur ganz selten an den bevorstehenden Umzug.

Als wir zurückkamen war ich ganz entsetzt darüber, dass hier mittlerweile der Herbst angebrochen war, beziehungsweise es wegen der großen Trockenheit zumindest so aussah. Das tat mir als Baumknutscher schon etwas in der Seele weh. Auf dem Heimweg hatten wir leider nicht mehr so viel Glück mit dem Verkehr und so ging die schöne Urlaubszeit nahtlos über in die stressige und terminlich dicht gedrängte Umzugszeit.

Unser Glück ist, dass ich als Studentin die vorlesungsfreie Zeit – diesmal auch ohne Praktikum – voll ausnutzen und mich voll aufs Kistenpacken konzentrieren kann. Außerdem erhalten wir viel Unterstützung von Freunden und unseren Eltern. Richtig klasse finde ich, dass meine Schwiegereltern nur eine halbe Stunde von der neuen Wohnung entfernt wohnen. Auch deshalb muss ich nur dann, wenn es gar nicht anders geht, in fast leeren oder wegen Umzug komplett auf den Kopf gestellten Wohnungen schlafen. Stattdessen kann ich häufig ein Gästebett und regelmäßige Mahlzeiten genießen. Wären wir nach München gezogen, wäre die ganze Sache viel komplizierter gewesen. Das gut aufgestellte soziale Netzwerk rund um Nürnberg macht schon jetzt, wo wir noch gar nicht offiziell dort wohnen, Lust auf die „neue“ Stadt.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 2, 2015