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Studentenleben live

Zittern und Hoffen

Dann stand sie an: die gefürchtete Klausur in Literaturwissenschaft. Dafür wurde der Lernstoff aber weitestgehend eingegrenzt. Im ersten Teil sollte ich Definitionen von Grundbegriffen wiedergeben. Im zweiten Teil dann einen Textauszug aus einem am Anfang des Semesters bekannt gegebenen Buch nach gewissen Kategorien analysieren. Der dritte und letzte Teil bestand aus drei Teilaufgaben: zwei zum Thema Literaturepochen und eine, die sich mit Literaturtheorie befasste.

Witzigerweise liefen bei mir die Aufgaben, vor denen ich am meisten Angst hatte, gefühlt am besten. Die Definitionen hatte ich nach der Hälfte der vorgesehenen Zeit schon zu Papier gebracht und die Literaturtheorie-Aufgabe kam mir wie ein Kinderspiel vor. Bei der Textanalyse kam ich allerdings ein wenig ins Schwimmen, weil ich viel zu viel in die jeweiligen Textpassagen hinein interpretierte und bei den Aufgaben zu den verschiedenen literarischen Epochen wusste ich nicht so ganz, was die Fragestellung bedeutete.

Nachdem diese Klausur geschrieben war, ging es durch den Feierabendverkehr nach Hause. Dort beging ich den folgenschweren Fehler, mich in meinen Facebook-Account einzuloggen, wo dann das große Spekulieren stattfand. Damit meine ich das Antworten vergleichen, das Panik schieben, dass man nicht bestanden hat, die Erleichterung, wenn man sich ausrechnet, dass es höchstwahrscheinlich doch gereicht hat und so weiter. Und im Endeffekt hat keiner auch nur den blassesten Schimmer, ob er durchgefallen ist oder nicht. Dieses Phänomen erlebt man alle Jahre wieder in jeder Klassenstufe und nach jeder Klassenarbeit. Wieso sollte es bei Studenten und den Klausuren an der Uni auch anders sein?

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Sep 21, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Sep 21, 2015

Studentenleben live

Immer cool bleiben

Wer studiert, braucht Nerven wie Drahtseile! Mag sein, dass es Leute gibt, bei denen das Studium vollkommen glatt und wie am Schnürchen verläuft. Bei mir ist das leider nicht immer so und das treibt mich manchmal an den Rand der Verzweiflung.

Obwohl ich gerade an meiner Bachelorarbeit schreibe, fehlt mir immer noch ein Credit-Point zu meinem Abschluss. Kein Grund zur Panik, denn für jedes Problem gibt es ja meistens auch eine Lösung. Um an meinen fehlenden Credit-Point zu kommen, habe ich mich für ein Blockseminar eingeschrieben, das an drei Freitagen in den Ferien stattfinden sollte. Heute wäre der erste Tag gewesen. Doch Überraschung: Der Kurs fällt aus Krankheitsgründen kurzfristig komplett aus.

Und jetzt? In meiner Not bin ich natürlich direkt zum Prüfungsamt gelaufen, in der Hoffnung, dort mit jemandem von der Studienberatung sprechen zu können, aber das Prüfungsamt hat freitags leider zu. Zum Glück hat eine freundliche Mitarbeiterin mich vor verschlossener Tür stehen sehen und mir geraten, mich in einer Mail an meine Studiengangskoordinatorin zu wenden. Das habe ich auch sofort getan. Jetzt heißt es abwarten. Zwar konnte ich mich noch in den letzten verfügbaren Ferienkurs einschreiben, aber der findet zu komplett anderen Zeiten statt. Das wirft meine Planung ziemlich über den Haufen. Außerdem heißt der Kurs „Lern- und Arbeitsprozesse moderieren“. Das ist für manche bestimmt sehr hilfreich, aber mich interessiert dieses Thema gar nicht. Der Kurs, den ich eigentlich belegen wollte, „Work-Life-Learn-Balance“, hätte mir gut gefallen. Aber Aufregen bringt ja nichts und vielleicht habe ich ja Glück und meine Studiengangskoordinatorin hat noch eine andere Lösung für mich.

Aber vielleicht ist auch gerade das Coolbleiben in unvorhergesehenen Situationen eine der wichtigsten Kompetenzen, die ich aus meiner Zeit an der Uni mitnehme.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Sep 17, 2015

Studentenleben live

Umzug

Die Zeit fliegt und meine Zeit in Bayreuth ist nun vorbei. Nach zweieinhalb Jahren kehre ich dieser Stadt, die mir mittlerweile sehr vertraut ist, wohnungstechnisch den Rücken und ziehe mit meinem Mann nach Nürnberg. Ich fand unsere Wohnung in Bayreuth klasse, freue mich aber trotzdem sehr auf die vor uns liegende Zeit in Nürnberg. Bis diese Zeit aber so richtig starten kann, muss erst einmal ein Umzug über die Bühne gebracht werden.

Der große Umzugstag, an dem wir einen Transporter und einen Haufen lieber Freunde angeheuert hatten, war nur noch wenige Tage entfernt, als ich beim Essen in der Pizzeria (man hat ja keine Zeit zu kochen in diesen „Zwischenzeiten“) von meiner Mutter angerufen wurde. Bei meinen Eltern war nämlich in diesem Sommer auch einiges an Schlepperei geboten. Mein Bruder will eine Hälfte ihres Hauses als Lager und Praxis nutzen, daher wird nun kräftig umgebaut. Mein 80-jähriger Vater half bei den Bauarbeiten und dazu kam jetzt die Hiobsbotschaft: Der Traktor hatte ein Getriebeproblem. Erst hatte er sich gar nicht bewegt, dann war er schließlich mit einem großen Satz meinem Vater auf den Fuß gehüpft. Meine Mutter berichtete mir, dass er wegen starker Quetschungen zur Beobachtung im Krankenhaus liege.

Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich dann in unseren Umzugstag gestartet. Einerseits war ich froh, dass diese Zeit, in der man nirgendwo richtig zuhause ist und man nicht recht weiß, ob der eine spezielle Ordner jetzt noch in Bayreuth oder schon in Nürnberg gelandet ist, bald vorbei sein würde. Andererseits war ich aber am Umzugstag auch besorgt darum, dass jemandem etwas passiert. Ich war glücklich und froh, dass am Ende des Tages beinahe alles im vierten Stock in Nürnberg stand und nur ein Pflaster für eine Schnittwunde am kleinen Finger gebraucht wurde. Jetzt wartete auf uns „nur noch“ die Aufgabe, diesen ganzen Krempel, der unsere Wohnung bis oben hin füllte, richtig zu platzieren und zu verstauen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 17, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 17, 2015