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Studentenleben live

Das ist Rufus

Wie lange habe ich nicht mehr an Rufus gedacht, den Helden aus meinem ersten Lateinbuch? Alle, die auch mit „Salvete“ ihre ersten Sätzchen übersetzen mussten, kennen wohl den Römer mit der langen Nase, seine Frau Caecilia, seine Kinder Lucius und Rufilla und die Sklaven Apollodorus und Lydia. Doch wer hätte gedacht, dass es Rufus wirklich gab?

Anfang Oktober war ich mit der Uni auf einer Exkursion in Pompeji. Nachdem wir den ganzen Tag durch die Ruinenstadt gewandert waren, stand er plötzlich vor mir. Nicht etwa einer von den armen Schluckern, die sich als Legionäre verkleiden und mit Touristen Fotos schießen. Sondern ganz zurückhaltend und vielleicht so groß wie meine Handfläche – eine kleine Wandmalerei in der Mysterienvilla. Über dem Gesicht stand leider nur noch sehr schwer zu lesen „Rufus est“ - Das ist Rufus. Natürlich haben wir auch das berühmte „Cave Canem“-Mosaik gesehen, und das Mosaik mit Alexander dem Großen in der Schlacht gegen Dareios, um nur Einiges zu nennen.

Es ist auf jeden Fall einer der angenehmsten Teile des Studiums, mit seinen Kommilitonen und Professoren auf Exkursionen zu fahren. Ich hatte das Gefühl, wieder auf Klassenfahrt zu sein, nur dass es keine festen Regeln mehr für die Nachtruhe gab. Und wir schauten uns natürlich wesentlich mehr Ausgrabungsstätten an und hörten zu jedem Stein ein Referat.

Neben zwei vollen Tagen in Pompeji, haben wir noch die Villa Oplontis besucht, ein wunderschönes Landhaus mit riesigem Pool, Herkulaneum, Paestum und Capri. In Paestum stehen die besterhaltensten griechischen Tempel der Welt. Selbst nach fünf Tagen Ruinen bleiben es für mich immer noch beeindruckende Bauwerke.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Oct 20, 2015

Studentenleben live

Oder doch Mathe?

Meine engste Freundin sagt mir ständig, ich solle nicht so viel planen, am Ende würde ja doch immer alles anders kommen, weil ich ständig mit neuen Ideen ankomme. Wenn ein Plan von mir nicht aufgeht, ist das für mich in der Regel nicht schlimm. Im Pläne umschmeißen und neu schmieden bin ich nämlich ehrlich gesagt auch ziemlich gut. Und genau so einen umgeschmissenen, wieder aufgestellten und erneut verworfenen Plan habe ich jetzt: Ich will doch Mathe als zweites Lehramtsfach studieren.

Der Vorkurs ist an einigen Stellen schon ziemlich schwierig, aber zwischendurch macht es auch immer wieder sehr viel Spaß. Mein neuer Plan sieht zwar auch vor, mich im nächsten Semester für Sozialwissenschaften im höheren Semester zu bewerben, aber bis dahin vor allem Mathe zu studieren. Man kann ja nie wissen! Mathe und Deutsch sind eben doch meine beiden Lieblingsfächer und vielleicht gibt es, wenn ich fertig bin, ja doch noch die Möglichkeit, eine Fortbildung oder Ähnliches zu machen, um doch noch Sozialwissenschaften unterrichten zu können.

Bildungswissenschaften und das, was ich in Deutsch noch belegen muss, ist nicht besonders viel, darum ziehe ich stattdessen eine Mathe-Vorlesung aus dem fünften Semester nach vorne. Besonders begeistert mich dabei die Tatsache, dass ich beim Vorkurs auch eine Bekannte aus Düsseldorf getroffen habe, die genau wie ich Ersti-Tutorin war. Drei Jahre nach meiner Zulassung für Deutsch und Mathe auf Lehramt bin ich jetzt wohl doch da angekommen, wo ich von Anfang an hinwollte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 19, 2015

Studentenleben live

Planänderung

Ursprünglich dachte ich daran, im Modul „Außereuropäische Geschichte“ eine Klausur zu schreiben, da ich im letzten Modul schon sehr viel Freude an den Klausurvorbereitungen zum Kurs „Familie und Verwandtschaft in Mittelalter und früher Neuzeit“ hatte. Da ich immer noch auf die Noten der vergangenen Prüfungsphase warte, die allerdings bald feststehen müssten, habe ich mir auch Gedanken über eine Alternative zur Klausur gemacht. Es könnte ja immerhin sein, dass ich eine der Klausuren im vergangenen Semester nicht bestanden habe und einen Nachtermin wahrnehmen muss. Da will ich mir nicht zu viel Lernerei aufhalsen.

Eine mündliche Prüfung kommt aber definitiv nicht infrage, denn dafür müsste ich nach Hagen fahren. Eine Hausarbeit erschien mir doch sehr interessant, insbesondere, da ich neulich über einen Artikel zu Pocahontas gestolpert bin. Darin wurde auf ihre Rolle bei der europäischen Expansion im 16. Jahrhundert eingegangen, vor allem inwiefern sie den Siedlern dabei half, in Nordamerika Fuß zu fassen. Das Thema hat meiner Meinung nach durchaus Potenzial für eine Hausarbeit. Gesagt, getan. Die E-Mail an den betreuenden Professor war schnell getippt und abgeschickt. Dann hieß es warten.

Heute kam die Antwort von meinem Professor: Das Thema sei wirklich gut geeignet und er wünsche mir viel Spaß bei der Literaturrecherche. Ich fing also gleich mit der Literaturrecherche an. Das konnte schließlich nicht so schwierig sein. Und das stimmt auch: Es gibt zu dem Thema eine Menge Literatur. Vieles müsste ich mir aber leider per Fernleihe zuschicken lassen oder direkt in der jeweiligen Bibliothek kopieren. Das finde ich schon schwierig, wenn das benötigte Exemplar in Hamburg liegt und ich es auch nicht zugeschickt bekommen kann. Nach dieser doch etwas entmutigenden Erkenntnis, spiele ich nun wieder mit dem Gedanken, mich doch an einer Klausur zu versuchen. Aber bis die endgültigen Prüfungsergebnisse da sind, möchte ich ehrlich gesagt nicht weiter über das Thema nachdenken.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 16, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 16, 2015