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Studentenleben live

Frisch verliebt

Meine Schwester hat sich bis vor kurzem ein Jahr lang am anderen Ende der Welt herumgetrieben. Kein Wunder, dass ihr die Kleinstadt, die ich seit achtzehn Jahren meine Heimat nenne, jetzt nicht mehr reicht und sie ständig anmerkt, später nicht mehr dort leben zu wollen. Bislang habe ich auf diese Ankündigung immer sehr empfindlich reagiert, weil ich mir vorgestellt habe, mein Leben lang dort zu wohnen und ich es nicht mag, wenn jemand mir etwas schlecht redet.

Seit dieser Woche bin ich mir damit aber nicht mehr ganz so sicher. Ich habe mich nämlich verliebt. Es ist nicht das erste Mal, dass ich beschließe, eine Stadt – oder Teile davon – ab sofort zu meinen Favoriten zu zählen. Die Schönheit von Paris hat mich mit Sacré Coeur, Montmartre und dem Marsfeld zu „Paris, je t'aime“ geführt. Meine Faszination für Berlin habe ich ja schon geschildert. New York schläft niemals, es ist immer aufregend dort, und ich freue mich schon unglaublich auf den Urlaub dort, den ich für übernächstes Jahr geplant habe. Hamburg hat sein ganz eigenes Flair, einen Hafen, an dem immer die Sonne scheint, wenn ich da bin. Die Grachten von Amsterdam sind vor allem nachts wunderschön, dazu kommt das Anne-Frank-Haus und vor allem das holländische Essen. Warschau finde ich auch irgendwie süß. Und die Rheinpromenade von Koblenz ist besonders sehenswert.

Aber noch nie war ich so verliebt wie in Bonn. Die Schlösser, die vielen Altbauten und die Innenstadt haben mich schon absolut in ihren Bann gezogen. Dabei war ich noch nicht einmal am Rhein – und der Blick auf einen Fluss überzeugt mich sonst immer von einer Stadt. Dazu kommt auch die Atmosphäre. Vor allem im Vergleich zu Düsseldorf ist die Stadt viel mehr von Studierenden geprägt und gar nicht so groß, wie man es von einer ehemaligen Hauptstadt erwartet: Bislang kam ich überall gut zu Fuß hin und wenn ich erst mein Fahrrad hergebracht habe, werde ich noch schneller sein.

Ich hoffe sehr, dass ich mich in Bonn richtig gut einleben werde und viele Freunde finde, von denen einige auch nach dem Studium hier bleiben werden, sodass ich den Anreiz habe, vielleicht doch nicht nach Hause zurückzukehren, sondern hier leben zu können.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Nov 5, 2015

Studentenleben live

Praktikum - Teil 2

Während meines dreimonatigen Praktikums bei der Ernst Klett AG durfte ich einiges lernen. Ich wurde gut in das Team eingebunden, bei meiner Arbeit angeleitet und bekam ebenso die Chance, selbstständig zu arbeiten.

Meine Aufgabe war es unter anderem stets informiert zu sein, was in den Medien über das Unternehmen berichtet wird. Außerdem habe ich Vorschläge für die Überarbeitung der Webseite gemacht, wovon manche auch übernommen wurden. Des Weiteren habe ich durch die Betreuung des Extranets einen Einblick in die interne Kommunikation bekommen. Ich war Ansprechpartnerin bei technischen Problemen und veröffentlichte hausinterne Meldungen. Darüber hinaus lernte ich, Pressemitteilungen zu verfassen, Pressemappen zu erstellen und half überall dort aus, wo ich gerade gebraucht wurde. So bekam ich kontinuierlich immer tiefere Einblicke in das Tagesgeschäft, was mir half, die Zusammenhänge besser zu verstehen und dadurch selbst besser zu arbeiten.

Das abschließende Gespräch mit meiner Chefin fiel sehr positiv aus und ich bekam sogar das tolle Angebot, als Werkstudentin weiterhin einmal in der Woche im Unternehmen zu arbeiten, was ich natürlich gerne annahm.

Ein wenig habe ich Angst vorm neuen Semester und frage mich, ob ich allen meinen Aufgaben gerecht werden kann. Ich bin Werkstudentin, Bloggerin, Präsidentin von „oikos Tübingen“ und versuche nebenher noch, meinen Master erfolgreich abzuschließen. Aber ich bin zuversichtlich, dass auch dieses Mal wieder alles gut ausgehen wird.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Nov 4, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Nov 4, 2015

Studentenleben live

Der akademische Teil

Auch wenn sich Südfrankreich nach Sommer, Spaß und Entspannung anhört – ich habe hier tatsächlich gearbeitet. Ich war in der Arbeitsgruppe „Recht und Terrorismus“. In jedem Block hat ein Student einen Vortrag über ein Thema gehalten, das zu unserem Arbeitsthema passte. Zuerst beschäftigten wir uns mit den sozio- und psychologischen Hintergründen von Terrorismus und untersuchten Vergleichbarkeiten zwischen RAF und Al Qaida, bevor die Themen juristischer wurden.

Die Atmosphäre der Unterrichtseinheiten war ganz anders als in der Schule. Es gab gute Vorträge, motivierte Teilnehmer und konstruktive Beiträge. Unser Seminar wurde von einem Hamburger Professor und einer ehemaligen Richterin des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) geleitet, die immer wieder spannende Anekdoten lieferten. In den ersten drei Tagen hatten wir noch einen Ehrengast: Einen ehemaligen Rechtsanwalt der RAF-Prozesse, der uns exklusive Einblicke in das Gerichtsverfahren lieferte. Und auch die Richterin plauderte, so gut das eben ging, aus dem Nähkästchen des höchsten europäischen Gerichts.

Auch die Abendvorträge fand ich sehr spannend – auch wenn ich bei den naturwissenschaftlichen Themen mangels Fachkenntnissen oft schon nach fünf Minuten mental ausgestiegen bin. Wir diskutierten über die Bekämpfung des Klimawandels, den Niedergang des Kapitalismus, die physikalische Wahrscheinlichkeit von Erdbeben und Börsencrash und das Phänomen der Lüge in der deutschen Gesellschaft. Den Abschluss unserer Akademie bildete der „Bunte Abend“, an dem jede Arbeitsgruppe einen kleinen Sketch über ihr Thema vorstellte. Meine Gruppe dachte sich eine Gerichtsverhandlung zum von uns neu geschaffenen §129c „Mitgliedschaft in einer elitären Vereinigung“ aus.

Die zwei Wochen sind wahnsinnig schnell vergangen. Und auch wenn die Zeit zu kurz war, um richtig tiefe Freundschaften zu knüpfen, habe ich sehr viele sehr interessante und nette Leute kennengelernt. All das motiviert mich ungemein: Mir wird erneut bewusst, wie unglaublich spannend Jura sein kann und was für einen Einfluss es in der Welt hat. Pünktlich zu Trimesterbeginn bin ich also richtig motiviert, mich intensiv mit meinem Fach auseinanderzusetzen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Nov 4, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Nov 4, 2015