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Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

17.11.2015

Ich weiß nicht wie, aber irgendwie habe ich es geschafft, drei Jahre lang überhaupt nicht zu arbeiten. Ein bisschen BAföG, ein bisschen Unterhalt, ein bisschen Kindergeld, ein bisschen Taschengeld – damit kam ich gut durch den Alltag. Letztes Jahr bekam ich auch noch ein hohes Schmerzensgeld für einen Verkehrsunfall, in den ich verwickelt war, und seit einem halben Jahr gehe ich auch ab und zu Babysitten.

Aber so langsam wird es eng. Mit jeder Reise wächst das Fernweh und damit die Erkenntnis, dass ich dafür mehr Geld brauche. Als sich meine Mitbewohnerin Ende September für ein halbes Jahr nach Afrika aufmachte, habe ich gleich einen Flug gebucht, um sie dort zu besuchen. Ich dachte mir, das Geld bekäme ich schon irgendwie zusammen.

Schon im September hatte ich mich, sehr vorausschauend, in einer Schwarzlichtminigolfanlage beworben. Ich sagte, ich würde gerne zum Semesterbeginn, also im Oktober, anfangen. Der Chef meinte, das ginge in Ordnung, ich müsste nur vorher zweimal zum Probearbeiten kommen. Doch lange Zeit meldete sich niemand mehr bei mir. Als ich selbst nachfragte, wurde mir versichert, dass ich lediglich vergessen worden sei, und ich bekam direkt einen Termin zum Probearbeiten angeboten. Acht Stunden unbezahlt an einem Freitagabend. Nachdem es gut lief, handelten wir einen zweiten Termin aus – zwei Wochen später. Ich sagte erst einmal zu, doch eigentlich war mir das viel zu spät, denn ich wollte immerhin noch ein Monatsgehalt bis zum Abflug verdienen.

Etwas bedrückt saß ich am nächsten Morgen in der Küche und erklärte meiner neuen Mitbewohnerin die Lage. Und sie hat gleich eine Lösung vorgeschlagen: In einem wiedereröffneten Einkaufszentrum in der Stadt suchte ein Perlenladen noch sehr dringend Aushilfen – und siehe da, noch am selben Tag holte ich mir dort einen Personalbogen. Mittlerweile ist der Vertrag unterschrieben und ich kann ohne Probearbeiten und von Beginn an bezahlt, zwei- bis dreimal die Woche dort arbeiten. In der Uni fand ich auch noch eine kleine Tutorenstelle mit 30 Stunden pro Semester. Das wird für mich sehr stressig. Am Ende zahlt es sich aber bestimmt aus und ich kann mich mit einem zweiwöchigen Südafrikaurlaub belohnen.

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