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Studentenleben live

Jobsuche

Ich weiß nicht wie, aber irgendwie habe ich es geschafft, drei Jahre lang überhaupt nicht zu arbeiten. Ein bisschen BAföG, ein bisschen Unterhalt, ein bisschen Kindergeld, ein bisschen Taschengeld – damit kam ich gut durch den Alltag. Letztes Jahr bekam ich auch noch ein hohes Schmerzensgeld für einen Verkehrsunfall, in den ich verwickelt war, und seit einem halben Jahr gehe ich auch ab und zu Babysitten.

Aber so langsam wird es eng. Mit jeder Reise wächst das Fernweh und damit die Erkenntnis, dass ich dafür mehr Geld brauche. Als sich meine Mitbewohnerin Ende September für ein halbes Jahr nach Afrika aufmachte, habe ich gleich einen Flug gebucht, um sie dort zu besuchen. Ich dachte mir, das Geld bekäme ich schon irgendwie zusammen.

Schon im September hatte ich mich, sehr vorausschauend, in einer Schwarzlichtminigolfanlage beworben. Ich sagte, ich würde gerne zum Semesterbeginn, also im Oktober, anfangen. Der Chef meinte, das ginge in Ordnung, ich müsste nur vorher zweimal zum Probearbeiten kommen. Doch lange Zeit meldete sich niemand mehr bei mir. Als ich selbst nachfragte, wurde mir versichert, dass ich lediglich vergessen worden sei, und ich bekam direkt einen Termin zum Probearbeiten angeboten. Acht Stunden unbezahlt an einem Freitagabend. Nachdem es gut lief, handelten wir einen zweiten Termin aus – zwei Wochen später. Ich sagte erst einmal zu, doch eigentlich war mir das viel zu spät, denn ich wollte immerhin noch ein Monatsgehalt bis zum Abflug verdienen.

Etwas bedrückt saß ich am nächsten Morgen in der Küche und erklärte meiner neuen Mitbewohnerin die Lage. Und sie hat gleich eine Lösung vorgeschlagen: In einem wiedereröffneten Einkaufszentrum in der Stadt suchte ein Perlenladen noch sehr dringend Aushilfen – und siehe da, noch am selben Tag holte ich mir dort einen Personalbogen. Mittlerweile ist der Vertrag unterschrieben und ich kann ohne Probearbeiten und von Beginn an bezahlt, zwei- bis dreimal die Woche dort arbeiten. In der Uni fand ich auch noch eine kleine Tutorenstelle mit 30 Stunden pro Semester. Das wird für mich sehr stressig. Am Ende zahlt es sich aber bestimmt aus und ich kann mich mit einem zweiwöchigen Südafrikaurlaub belohnen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 17, 2015

Studentenleben live

Rein in die Praxis

Die ersten zwei Wochen meines Verlangspraktikums habe ich nun hinter mir und zum ersten Mal habe ich das Gefühl, in Zukunft vielleicht doch nicht als Taxifahrerin enden zu müssen. Viele der Mitarbeiter haben Germanistik studiert, einige auch Geschichte oder eine ähnliche Kulturwissenschaft. Das also ist es, was ich am Ende mit meinem Studium anfangen kann – diese Perspektive gefällt mir ausgesprochen gut.

Das achtwöchige Praktikum, das ich in dem Göttinger Verlag absolviere, ist zwar unbezahlt, aber immerhin kann ich hier wirklich etwas lernen. Endlich kann ich sogar einmal das theoretische Wissen, das ich mir innerhalb der vergangenen drei Jahre im Studium angeeignet habe, praktisch anwenden. Die Dinge, die zu meinem Tätigkeitsbereich gehören, sind außerdem spannend und vielfältig! Am meisten beschäftige ich mich mit Manuskripten, lese unverlangt eingesendetes Material oder überprüfe die vorgenommenen Korrekturen. Das bedeutet, dass ich Texte durchsehen muss, die zuvor von Projektbetreuern auf jegliche Art von Fehlern überarbeitet wurden. Dabei habe ich wirklich das Gefühl, einen sinnvollen Beitrag zu dem entstehenden Buch zu leisten. Am schönsten ist es aber natürlich, wenn ich für meine sorgfältige Arbeit gelobt werde. Denn jeder Fehler, den ich noch finde, erscheint später nicht mehr im fertigen Buch. Ansonsten digitalisiere ich die Autoren- und Herausgeberverträge und erstelle Literaturlisten. Jetzt verstehe ich sogar, wieso ich mir beim Schreiben von Hausarbeiten so viel Mühe mit dem Literaturverzeichnis machen muss. Dank dieser Arbeit, die ich vorher meistens eher als nervig empfand, bin ich heute ein Profi im Ordnen und Vereinheitlichen von Literaturangaben und mache das mit links.

Ich bin bisher ziemlich zufrieden mit meinem Praktikum und bin mir auch sicher, dass das so bleiben wird. Es fühlt sich toll an, seinen Teil zur täglichen Verlagsarbeit beitragen zu können. Am besten gefällt es mir, ein neues Manuskript in den Händen zu halten und zu wissen, dass die Meinung der Verlagsmitarbeiter über die Zukunft des hoffnungsvollen Autors entscheidet. Ich muss also nicht bloß abspülen oder Kaffee kochen, sondern darf bei allem dabei sein. Morgen früh geht es wieder los und auch, wenn ich chronisch ein bisschen übermüdet bin, freue ich mich jetzt schon wieder riesig auf das, was mich erwartet. In dem Verlagsteam habe ich wirklich das Gefühl dazuzugehören, wenn auch nur für eine beschränkte Zeit.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Nov 17, 2015

Studentenleben live

Die ersten Hürden

Nachdem ich mein Wunschwohnheim angegeben hatte, bekam ich vergangene Woche das Angebot und den Mietvertrag für einen Wohnheimplatz. Ich bin sehr glücklich, da das Zimmer preislich noch gut bezahlbar und auch von der Lage her in Ordnung ist. Bis zur Hochschule sind es nur zehn Minuten mit dem Auto und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist auch sehr gut. Eine Woche hatte ich Zeit um den Platz anzunehmen und die Kaution von 8.000 Norwegischen Kronen (circa 865 Euro) zu überweisen. Ich schrieb meiner Freundin und hoffte, dass sie das gleiche Angebot bekommen hatte und wir zusammen eine Wohnung beziehen könnten. Nach kurzer Zeit kam die Antwort: Bei ihr gab es technische Probleme bei der Anmeldung, daher konnte sie ihr Angebot nicht einsehen. Es hieß also warten bis das Problem behoben war. Ein paar Tage später erzählte sie mir mit großer Freude, dass wir im gleichen Haus wohnen können – zum Glück.

Nun mussten wir beide den Platz annehmen und die Kaution überweisen. Leider fiel mir etwas zu spät auf, dass man bei einem normalen Überweisungsformular nur Eurobeträge eintragen kann. Zu diesem Zeitpunkt war es aber schon Freitagnachmittag und die Bank hatte schon geschlossen. Wie sollte ich denn nun die 8.000 Norwegischen Kronen bis Montag an das Wohnheim in Oslo überweisen? Kurzzeitig war ich etwas verzweifelt. Mein Papa hatte dann zum Glück die rettende Idee und alles lief glatt – der Online-Überweisung sei Dank. Die Gebühr von circa 20 Euro konnte ich locker verkraften.

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt hatte, muss ich mich auch bei der Polizei in Oslo registrieren. Für EU-Bürger ist das kein großer Aufwand, denn ich muss mich einfach nur auf der Internetseite der „Immigration Authorities“ anmelden. Die richtige Registrierung erfolgt dann vor Ort. Hierfür muss ich verschiedene Dokumente wie Ausweis und Krankenversicherungskarte einreichen, die ich direkt an der Hochschule abgeben kann. Von dort werden sie dann zur Polizei weitergeleitet, so dass ich selbst nicht viel machen muss.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Nov 16, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Nov 16, 2015