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Studentenleben live

(N)Olympi(j)a

Hamburg geht wählen für Olympia – und diesmal war ich nicht (nur) auf der Wählerseite dabei, sondern auch hinter den Kulissen: Ich habe beim Wahlvorgang geholfen! Schon als ich selbst gewählt habe, hatte ich das Gefühl, dass so ein Volksentscheid etwas ganz anderes ist als eine Bundestagswahl. Und tatsächlich waren viele emotionale Wähler dabei, die gar nicht abwarten konnten, in die Wahlkabine zu gehen und ein markantes Kreuz zu setzen – die auffallendsten fanden sich bei „Nein“.

Nicht nur durch die emotionalen Wähler war der gesamte Wahlvorgang überraschend spannend. In meiner Schicht von 13 -18 Uhr gab es fast keine freie Minute, denn es kam ein ständiger Strom an Menschen, die vom System der Demokratie Gebrauch gemacht haben. Ich fand es sehr interessant, diese Menschen zu erleben: Ein paar waren organisiert bis in die Haarspitzen, ein paar waren total verplant. Es kamen Familien, Einzelpersonen, Studierende, Rentner und kleine Kinder, die neugierig hinter die Pappscheiben guckten. Mal gab es nette, mal eher abweisende Gesichter; mal einen kleinen Small Talk, mal wurde kein Wort gewechselt. Und trotzdem atmeten wir alle um Punkt 18 Uhr durch, weil wir endlich nicht mehr die immer gleichen Sätze herunterleiern mussten: „Hier ist ihr Wahlzettel. Wenn Sie ein Kreuz gesetzt haben, bitte den Zettel knicken und mit diesen beiden Dokumenten zu den Kollegen da drüben gehen.“

Und dann wurde es wirklich spannend: Das Auszählen stand an. Mit dem Vieraugen-Prinzip wurden jeder Stimmzettel und der korrelierende Wahlberechtigungs-Bogen gezählt. Die Spannung stieg, als beide Ergebnisse fest standen. Gleich beim ersten Mal stimmte auch die Gegenprobe – fast 800 Menschen sind bei uns wählen gegangen! Dann wurden die Ja-, Nein- und ungültigen Stimmen sortiert, bevor auch diese streng ausgezählt wurden. Hier hatten wir weniger Glück – eine Stimme war falsch, daher mussten wir erneut zählen, aber auch da war der Fehler schnell gefunden. Dann hatten wir unser Ergebnis – unser Wahlbezirk ist gegen Olympia – und wie sich ein bisschen später herausstellte, der Rest von Hamburg auch.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Dec 7, 2015

Studentenleben live

Wie kommen wir überhaupt hin?

Bereits zu Beginn unserer Vorbereitungen standen wir vor einer Entscheidung: zwei Stunden fliegen oder 17 Stunden Auto fahren? Viele von euch würden wahrscheinlich sofort zum Flugzeug tendieren, aber so leicht ist es bei uns nicht. Erstens fliege ich sehr, sehr ungerne und bin schon allein deshalb für Autofahren. Zweitens stellt sich uns die Frage, wie wir unser Gepäck für ein halbes Jahr in nur einen Koffer bekommen sollen? Das erschient uns unmöglich, denn abgesehen von den dicken Klamotten, die allein schon den Koffer füllen würden, müssen wir auch Bettdecke und Kissen, Bettwäsche, Handtücher, Küchenutensilien und vieles mehr mitnehmen. Außerdem finden wir es sehr praktisch, in Oslo ein Auto zu haben. Auch wenn wir es in der Stadt selbst wahrscheinlich eher selten brauchen, wäre es perfekt für Erkundungstouren in der Umgebung und sonstige Wochenendausflüge. Also haben wir uns nach langem Hin und Her für diesen Weg entschieden.

Jetzt müssen wir nur noch überlegen, mit welchem Auto wir fahren und welche Route wir nehmen. Viele Wege führen nach Norwegen. Wir könnten entweder mit dem Auto über Dänemark und Schweden bis nach Oslo fahren oder von Norddänemark aus die Fähre nehmen. Letztlich kommt jetzt aber doch alles anders als anfangs gedacht, und auch die Frage, mit welchem Auto wir fahren sollten, löste sich, denn mein Freund und ich haben beschlossen, bereits zu Silvester nach Oslo zu reisen. Ich fahre also mit ihm und meinem Auto die Route über Schweden. Um die Fahrt ein bisschen angenehmer zu machen, haben wir uns zwei Zwischenstopps ausgesucht. Wir werden auf der Nordseeinsel Föhr und in der Stadt Göteborg Halt machen und dort jeweils eine Nacht schlafen. Meine Freundin kommt dann im neuen Jahr mit dem Flugzeug nach. Ihr Gepäck nehme aber schon im Auto mit. Das wäre also alles geklärt.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2015
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Dec 4, 2015

Studentenleben live

Eine schwierige Entscheidung

Ich bin Dana, eine 22-jährige Weltenbummlerin, die aktuell in Leipzig lebt, wo ich Medizin studiere. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Nest namens Northeim in der Nähe von Göttingen. Nach dem Abitur war ich ein bisschen hin- und hergerissen, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Es schien sich eine Gabelung vor mir aufzutun: auf der einen Seite stand der Fleiß, das Medizinstudium, und auf der anderen Seite der Mut, das Tanzstudium. Die Entscheidung fiel mir unheimlich schwer und da meine Freunde und Familie jeweils alle einen anderen Rat für mich parat hatten, beschloss ich, mein Glück bei den Aufnahmeprüfungen an einer Tanz-Hochschule und der zentralen Bewerbungsplattform hochschulstart.de für Medizin zu suchen.

Die Bewerbung bei Hochschulstart schien zunächst einfach, da man nur Formulare ausfüllen und zusammen mit einer Kopie des Abiturzeugnisses und Ausbildungsnachweisen dorthin schicken muss. Schwieriger wird es dann bei der Rangfolgebestimmung der Studienorte. Welchen Ort man auf Rangplatz eins stellt, hat schon Einfluss auf die Vergabe, also brachte mich das ordentlich ins Grübeln. Welche Unis sind wohl gut? Wo lässt es sich gut leben?

Ähnlich kompliziert war die Studienortsuche fürs Tanzen, denn die Profile der Hochschulen sind sehr unterschiedlich. Mich interessierte mehr der zeitgenössische Tanz, also bewarb ich mich in Rotterdam in Holland, Köln und Essen. Die Aufnahmeprüfungen bestehen meistens aus mehreren Runden. Obwohl ich natürlich sehr aufgeregt war und ich nicht einschätzen konnte, wie hoch die Anforderungen sein würden, machten mir die Prüfungen Spaß und ich lernte viele sehr interessante Leute kennen.

Zu meiner Freude erhielt ich eine Zusage von der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Ein paar Wochen später kam ein Brief aus Rostock. Dort hatte ich einen Studienplatz für Medizin erhalten. Nun stand eine schwierige Entscheidung vor mir: Sollte ich den Schritt in die Kunst wagen, oder in den Norden ziehen und die Herausforderung Medizinstudium annehmen? Ich erstellte eine Pro- und Contra-Liste und lauschte in mein Herz hinein.

Beeinflusst wurde ich von einer Freundin, die auch in Köln angenommen worden war. Daraufhin beschloss ich, im Sommer ein Praktikum in einem Krankenhaus zu machen und trotzdem das Tanzstudium zu beginnen. Das erste Semester wollte ich zur Orientierung nutzen. Also packte ich meine Sachen und zog nach Köln.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  Dec 3, 2015
Autor: Mila
Rubrik: studium
Dec 3, 2015