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Studentenleben live

Bratwurst oder Tofu? Mein Weg zum Veganismus Teil 1

Autor:
Bille

Rubrik:
studium

02.05.2016

Wieso freiwillig auf etwas verzichten, obwohl es zur Verfügung steht? Meine Entscheidung für die vegane Ernährungsweise war ein längerer Prozess und wurde erst durch einen Ortswechsel von Thüringen nach Leipzig angestoßen:

Als echtes Thüringer Mädel gehörten Bratwurst und generell jede Form von Fleisch für mich fest zum Speiseplan – ob Roulade mit Klößen, Bratwurst vom Grill oder zum Frühstück eine Scheibe Wurst auf dem Brot. Für mich war es damals deshalb unverständlich, als mir eine Klassenkameradin eines Tages erzählte, sie sei Vegetarierin. Sie hätte genauso gut sagen können, sie sei vom Mars. Tatsächlich fühlte ich mich in diesem Moment sogar ein wenig beleidigt und komischerweise auch persönlich angegriffen, auch wenn sie mir in keiner Weise irgendwelche Vorwürfe gemacht hatte. An meiner Ernährungsweise änderte sich aber nichts. Meiner Ansicht nach gehörte Fleisch zur Kultur und vor allem auch zur Tradition.

Mit dem Abi ging schließlich ein Lebensabschnitt zu Ende. Ich ließ das vertraute Umfeld hinter mir, nahm aber meine Gewohnheiten mit nach Leipzig. Mit der Zeit fing ich jedoch mehr und mehr an, diese zu hinterfragen. Besonders im Hinblick auf meine Ernährung musste ich feststellen, wie sehr mich mein Elternhaus geprägt hatte. In Leipzig kam ich immer öfter mit Menschen in Kontakt, die sich vegetarisch und sogar vegan ernährten. Zunächst nutzte ich die Fastenzeit, um mich probeweise dem Fleischkonsum zu entziehen. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie leicht mir ein Leben ohne Fleischessen tatsächlich fiel. Für mein soziales Umfeld änderte sich weniger als ursprünglich von mir angenommen. Vegetarier zu sein ist mittlerweile nichts Außergewöhnliches mehr. Als Veganerin habe ich da schon mit anderen Hürden zu tun. Wie ich mich schließlich dazu entschied, komplett auf tierische Produkte zu verzichten, schreibe ich in meinem nächsten Blog.

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