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Studentenleben live

Ich muss dann mal weg...

Kennt ihr den Moment, wenn ihr wisst, dass ihr einfach mal raus müsst? Nicht für immer, aber einfach etwas Abstand zu eurem Alltag gewinnen? Dieses Gefühl habe ich gerade und freue mich daher sehr, die kommenden drei Wochen in Berlin verbringen zu können.
In der Hauptstadt werde ich eine Woche lang in einem Büro arbeiten, eine Woche lang in einer Akademie mithelfen und die dritte Woche mit meiner besten Freundin aus der Schulzeit verleben. Lustigerweise werden auch meine Eltern zu der Zeit in Berlin sein und so kann ich sie direkt dort treffen. Worauf ich mich aber am meisten freue ist die Anonymität. Anders als in Heidelberg werde ich in der Millionenmetropole nicht an jeder Straßenecke mindestens zwei bekannte Gesichter sehen.
Dieses Gefühl, sich für ein paar Tage völlig von der Welt abkapseln zu können und nur sich selber zu gehören, habe ich ihm Moment dringend nötig. Ich kann es deshalb kaum erwarten, mich am Sonntag in den Zug zu setzen und dann in meine kleine Auszeit zu verschwinden.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 21, 2016

Studentenleben live

Blind sein

Wie ist das eigentlich, blind zu sein? Manchmal sieht man ja sehbehinderte Menschen mit einem Blindenhund und einem Blindenstock in der U-Bahn oder in der Stadt. Oft bin ich wahnsinnig beeindruckt davon, wie selbstständig sie sich durch den Alltag bewegen können. Richtig vorstellen kann ich mir das aber nicht.
Vergangene Woche fand in meiner Lieblingsveranstaltungsreihe der Uni „Was ist wichtig“ ein Gespräch mit der Leiterin von „Dialog im Dunkeln“, einem Museum in Hamburg, statt. Dort wird man durch abgedunkelte Räume geführt, in denen Alltagssituationen nachgestellt sind, um einmal am eigenen Leib erfahren zu können, wie es ist, blind zu sein.
Die Leiterin weiß selbst, was es heißt, nichts mehr sehen zu können. Mit 26 Jahren wurde bei ihr eine unheilbare Augenkrankheit diagnostiziert, die ihr das Augenlicht nahm. Für die ausgebildete Artistin war es ein Schock: Nie wieder würde sie ihren Beruf ausüben können. Damals sah sie nur zwei Optionen: Entweder einen Weg zu finden, nicht zu erblinden – oder nicht mehr zu leben.
Aufrichtig und eindrucksvoll erzählte sie von ihrem schweren Weg, von den vielen Hoffnungsmomenten und Rückschlägen, als sie erkannte, dass all die Therapien, die sie ausprobierte, ihr auf Dauer nichts bringen würden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie allerdings gemerkt, dass ihre Freunde und Familie auch weiterhin zu ihr stehen würden – der Schlüsselpunkt, um langsam ihre Sehbehinderung zu akzeptieren. Notwendige Dinge wie Blindenschrift oder mit dem Blindenstock umzugehen, lernte sie erst, als sie tatsächlich nichts mehr sehen konnte. Sie war schließlich überrascht davon, wie viele Möglichkeiten ihr trotz ihrer Sehbehinderung blieben.
Dieser Vortrag war eine sehr inspirierende Veranstaltung darüber, wie man mit Schicksalsschlägen positiv umgehen kann. Ich bin nachhaltig beeindruckt.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 21, 2016

Studentenleben live

Bye, bye Fachschaft?

Ein gutes Jahr lang habe ich mit meinen Kommilitonen in unseren Fachschafts-Sitzungen diskutiert, Feste und Filmabende organisiert und über den neusten Klatsch und Tratsch aus dem Institut gesprochen. Nun neigt sich diese Zeit ihrem Ende zu, denn mit meinem Uniwechsel für den Master folgt logischerweise auch der Abschied vom Fachschaftsrat (FSR).
Ich weiß noch, als ich das erste Mal an einer Sitzung teilgenommen habe. Es wirkte alles viel professioneller, als ich es erwartet hatte: Es gab eine Tagesordnung, eine Sitzungsleitung und einen Protokollanten. Dann gab es noch verschiedene Ämter für Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit, Entsandte für den Studierendenrat und den Studierendenkonvent. Mit der Zeit kam ich den Bedeutungen der einzelnen Ämter immer näher und verstand, dass so eine formelle Gestaltung der Sitzungen auch ihre Vorteile hat. Die Aufgaben können einfach viel schneller gelöst werden.
Für die Sommerferien hatte ich mich direkt für eine, wie sich im Nachhinein herausstellte, Mammutaufgabe gemeldet. Ich erklärte mich bereit, unsere Einführungsbroschüre für die Erstis neu zu gestalten. Im neuen Semester verbrachten wir dann als neu zusammengestelltes Team ein gemeinsames Wochenende in einer Jugendherberge, um uns alle besser kennenzulernen und Pläne für die nächsten zwei Semester zu schmieden. Von da an hatte ich als Zuständige für die Öffentlichkeitsarbeit jede Menge damit zu tun, Plakate zu gestalten, Veranstaltungen auf Facebook zu verbreiten und vieles mehr.
Es war wirklich eine tolle Zeit, aber wer weiß: Vielleicht lasse ich mich in Jena ja auch für die Fachschaftswahl aufstellen.

Autor: Bille  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2016
Autor: Bille
Rubrik: studium
Jul 20, 2016