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Bachelor live

Stundenplan basteln

Im ersten Semester fiel es mir noch leicht, meinen Stundenplan zu erstellen: Zum einen haben uns Studierende aus höheren Semestern in der Orientierungswoche in aller Ruhe erklärt, wie wir vorgehen sollen, zum anderen waren alle Module mehr oder weniger vorgegeben, da es sich ausschließlich um Grundlagenmodule handelte.
Jetzt im zweiten Semester sieht das schon anders aus. Zwar schlägt der Musterstundenplan, an den ich mich so gut es geht orientieren möchte, bestimmte Module vor, jedoch habe ich eine wesentlich größere Auswahl. Neben einigen Aufbaumodulen, die an das erste Semester anknüpfen, muss ich mich bereits für ein von zwei Profilmodulen entscheiden. Das bedeutet, dass ich mir aus zwölf fremden Fachbereichen einen aussuchen kann, aus dem ich Kurse belege. Und genau das stellte mich vor eine herausfordernde Frage: Welcher Fachbereich interessiert mich am meisten? Ich schwanke zwischen Politikwissenschaften, Psychologie, BWL und Erziehungswissenschaften. Einerseits ist es mir wichtig, dass die Inhalte thematisch auch zu meinem Hauptfach Sozialwissenschaften passen. Andererseits finde ich es interessant, auch noch ganz andere Themen kennenzulernen.
Also habe ich sämtliche Modulbeschreibungen durchgelesen und mich tagelang durch das Vorlesungsverzeichnis gekämpft, um einen Überblick zu erhalten. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass BWL eines meiner beiden Profilmodule werden soll. Das Problem ist jedoch, dass der Kurs, der als Grundlage dringend empfohlen wird, nur zum Wintersemester angeboten wird. Also muss ich entweder einen anderen BWL-Kurs belegen und so riskieren, dass mir Vorwissen fehlt oder ich warte noch ein Semester und wähle zunächst ein anderes Profilmodul. Bei Psychologie wird jedoch ein Modul, in dem es um Forschungsmethoden geht, vorausgesetzt und dieses interessiert mich eigentlich nicht. Und auch bei Politik- und Erziehungswissenschaften werden die für mich interessanten Kurse erst wieder zum Wintersemester angeboten.
Eine Lösung habe ich bisher leider noch nicht gefunden. Vielleicht belege ich doch erst noch ein weiteres sozialwissenschaftliches Modul, bevor ich dann im Herbst mein Profil wähle. Denn das ist ja das Schöne an der Uni: Trotz Musterstundenplan bin ich ziemlich frei und kann wählen, was ich möchte.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Apr 4, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Apr 4, 2017

Bachelor live

Ferien oder so ähnlich

Nach meinem Praktikum habe ich nun eine Woche frei, bevor das neue Semester beginnt. In dieser Woche will ich mich endlich darüber informieren, welche Masterstudiengänge es gibt, denn bis zum Bewerbungsschluss ist es nicht mehr lange hin. Außerdem möchte ich ein paar organisatorische Dinge erledigen; zum Beispiel muss ich mir mein Praktikum und einen Italienisch-Sprachkurs für mein Studium anrechnen lassen. Das ist nötig, damit ich für meine Bewerbung um einen Master genügend Credit-Points habe.
Auf der anderen Seite kann ich endlich mal ein bisschen ausschlafen und Dinge tun, auf die ich Lust habe: ein bisschen gärtnern, lesen, leckere Sachen kochen und backen, Freunde treffen, Sport machen und so weiter.
Morgen werde ich dann nach Genf fahren, um dort eine sehr gute Freundin zu besuchen. Ich bin schon sehr gespannt! Ich hoffe, nach diesem kleinen Kurzurlaub total entspannt ins neue und letzte Semester zu starten. Denn ich glaube, es wird ziemlich anstrengend. Ich belege zwar nur ein Modul, dafür werde ich wieder nebenbei als studentische Hilfskraft arbeiten. Außerdem wird die Bachelorarbeit wohl doch umfangreicher, als ich gedacht habe. Ich hoffe, dass ich bis August oder September damit fertig bin, sodass ich vor Beginn des Masterstudiums noch ein paar Wochen frei habe. Jetzt versuche ich aber einfach meine freie Woche zu genießen!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Apr 3, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Apr 3, 2017

Bachelor live

Und jetzt?

Frei, frei, frei! Ich bin endlich frei! Immer wieder durchfährt mich diese Erkenntnis, als wäre sie komplett neu. Während meine Freunde weiterhin Stunde um Stunde in der Bibliothek verbringen und über den Büchern schwitzen, habe ich rein gar nichts mehr zu tun.
Ich müsste der glücklichste Mensch der Welt sein – aber ich bin überfordert. Nachdem ich fast zwölf Monate nur meinen Sonntag frei gestalten konnte, der sowieso schon mit Erledigungen und Entspannung ausgefüllt war, muss ich mir jetzt jeden Tag neu überlegen, was ich machen möchte. Von total fremdbestimmt zu ganz selbstbestimmt – ich kann das gar nicht mehr!
Ich fühle mich wie der Motor eines Rennwagens, der nach dem Endspurt schnell ausgeschalten und in die Garage gestellt wurde. Ich laufe noch und bin überhitzt, habe aber nichts, in das ich meine Energie reinstecken kann. So paradox es klingt: Mir fehlt der Stress! Meine Träume versuchen das zu kompensieren, indem ich zum Beispiel in einem Traum gleichzeitig Examen und Masterarbeit schreibe. Endlich mal wieder der Stress, der mir so zu fehlen scheint!
Aber auch für diese Situation, das „Loch nach dem Examen“, habe ich mich vorbereitet: Erst lasse ich mich ein paar Tage von meinen Eltern verwöhnen und dann geht’s zu einem Sprachkurs nach Frankreich. Da habe ich mal wieder was zu tun und „darf“ lernen. Und mal ganz ehrlich: Es gibt Schlimmeres als viel Freizeit, leckeres französisches Essen und daneben ein bisschen Französisch parlieren. An die Zeit „post Examen“ werde ich mich schon gewöhnen!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 30, 2017