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Bachelor live

Nachts im Flugzeug

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

16.10.2017

Dass sich Langstreckenflüge und der ökologische Fußabdruck nicht ganz so gut vertragen, ist kein Geheimnis – und für mich bislang der Grund, warum ich Fernreisen etwas kritisch gegenüber stehe. In diesem Sommer hat mich das Fernweh dann aber doch übermannt und ich habe mich für ein Workcamp in Südafrika angemeldet! Laut Suchmaschine gibt es durchaus Verbindungen, mit denen man in knapp zwölf oder dreizehn Stunden direkt nach Kapstadt oder zumindest nach Johannesburg fliegen kann. Aber für mich ging es zuerst einmal über Nacht nach Dubai und von dort aus weiter nach Kapstadt.
Was ich dabei gelernt habe: Ich mag es eindeutig nicht, die Nacht durchzufliegen. Spätestens wenn bei Luftlöchern die kleinen Lämpchen aufleuchten, die anzeigen, dass die Sicherheitsgurte angelegt werden müssen, und selbst das Bordpersonal sich setzen muss, macht Fliegen keinen Spaß mehr. Wenn es dabei aber auch noch dunkel ist und der eigene Körper sich verwirrt erkundigt, warum man eigentlich nicht im eigenen Bett liegt, dann kann es mir nicht schnell genug wieder Tag werden.
Als mich nachts um drei dann plötzlich eine Stewardess weckte und sich erkundigte, ob ich mich vegan ernähren würde, war ich dementsprechend so schlaftrunken, dass ich zuerst einmal gar nicht wusste, was ich antworten sollte. Ich dachte mir nur: Nachts um drei ernähre ich mich gewöhnlich gar nicht! Doch es stelle sich heraus, dass sie mir tatsächlich schon das Frühstück hinhielt, bestehend aus fünf verschiedenen, lauwarmen und allesamt gleich schmeckenden Gemüsesorten.
Und überhaupt: Selten in meinem Leben habe ich so viel Plastik um mein Essen gewickelt gesehen wie in Flugzeugen. Das Wasser kommt in einem Plastikpöttchen und wird in einen Plastikbecher umgeschüttet, das Essen kommt in einem Plastikschälchen und ist mit Alufolie abgedeckt, dazu gibt es Dessert, Salat und Brot, ebenso in Plastik verpackt. Ich wünsche mir, dass Fluggesellschaften bessere Lösungen finden – denn ich bin mir sicher, dass einige Passagiere bereit wären, ein paar Euros mehr dafür zu bezahlen, damit ihr Flug die Umwelt weniger belastet.

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