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Bachelor live

Yoga: Zwischen Entspannen und Anstrengen

Als Kind war ich einmal in einem Yogakurs – und bei der einen Stunde ist es damals auch geblieben. Der Kurs war stark esoterisch angehaucht – es wurde über Gott und die Welt gesprochen – an Sport erinnerte mich das kein bisschen, an Gymnastik auch nicht. Über die letzten Jahre ist Yoga aber immer beliebter geworden. Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, der unsere Generation als „Selbstpflegegeneration“ bezeichnete. Ich glaube, der Text hatte in vielen Punkten recht: Wir suchen Orte, an denen wir uns entspannen und unser inneres Gleichgewicht finden können.
Zu Beginn meines Studiums war ich zu spät dran, um mich für den Unisport anmelden zu können. Im zweiten Semester wollte ich den Fehler auf keinen Fall noch einmal machen und meldete mich für das Uniballett an. In meiner Schulzeit habe ich leidenschaftlich gerne getanzt und wollte endlich mal wieder im Tanzstudio stehen. Letztendlich war ich etwas enttäuscht: Von Anfängern bis Profis war alles dabei – und in nur zwei unterschiedliche Niveaustufen aufgeteilt. Ich fühlte mich in keiner der beiden gut aufgehoben und das Training fand jede Woche am Samstagmorgen statt, was bald dazu führte, dass ich nicht mehr hinging.
Dieses Semester wollte ich etwas machen, das eher Fitnesscharakter hat. Ich habe mich für Zumba angemeldet, weil die Choreografien so einfach sind, dass man sie auch mittanzen kann, wenn man einmal gefehlt hat und man dabei außerdem ordentlich ins Schwitzen kommt. Eher zusätzlich habe ich mich dann noch für Yoga angemeldet – die erste Stunde war ganz seltsam: Die Gesänge und die Atemübungen gefielen mir nicht. Seit der zweiten Stunde habe ich aber das Gefühl, dass ich mich darauf einlassen kann. Wenn ich nun im Yogasaal sitze und mich auf den Punkt zwischen meinen Augen konzentriere, gelingt es mir, dass meine Gedanken nicht zu meinem Alltag zurückkehren. Außerdem ist Yoga keinesfalls nur entspannend: Nachdem ich Jahre lang im Fitnessstudio trainiert habe, habe ich beim Yoga zum ersten Mal das Gefühl, dass die Kraftübungen meinen ganzen Körper ansprechen. Jede Woche habe ich danach Muskelkater: am ersten Tag im Oberkörper, am zweiten im Bauch und am dritten in den Beinen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jan 8, 2018

Bachelor live

Ruhe nach dem Sturm

Die allererste Klausur des Semesters ist geschrieben und die ersten Referate wurden gehalten. Nun ist es an der Zeit, das Jahr ein wenig Revue passieren zu lassen. Rückblickend betrachtet war dieses Jahr sehr intensiv, fordernd und anstrengend. Neben vielen Studienmodulen, Klausuren und Hausarbeiten standen Veranstaltungen und Praktika an. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl, noch mehr erleben und noch mehr sehen zu wollen. Ich war getrieben, ohne zu wissen wovon. Natürlich hatte ich bei allem sehr viel Spaß und konnte viele Erfahrungen sammeln, auf die ich für nichts und niemanden verzichten würde, aber das neue Jahr werde ich etwas anders angehen. Auf der einen Seite muss ich für mein Studium nicht mehr ganz so viel machen, weil ich den Großteil meines Studiums in meinen ersten drei Semestern absolviert habe. Aber der Hauptgrund ist, dass ich intensiver leben möchte. Ich will mir die Möglichkeit geben, Dinge bewusst zu erleben und nicht nur ständig an Deadlines oder To-do-Listen zu denken. Ich habe mir vorgenommen, vielleicht weniger zu tun, das aber mit voller Konzentration. Am letzten Wochenende vor Weihnachten habe ich einen dreitägigen Kurztrip nach Salzburg unternommen. Das mag jetzt nicht allzu exotisch klingen, aber für mich war es ein neues Erlebnis, da ich noch vor ein paar Monaten nicht freiwillig in so eine kleine Stadt gefahren wäre. Wenn, dann musste es Paris, Amsterdam oder Wien sein aber eine Kleinstadt wie Salzburg – undenkbar. Nach den drei Tagen kann ich sagen, dass zwei Tage auch gereicht hätten, aber es mit Abstand einer der entspanntesten Kurztrips meines Lebens war. Das Ausschlafen, die langen Spaziergänge, kein Druck, unzählige Museen zu verpassen – das alles hat mir deutlich gemacht, dass Entschleunigung ziemlich gut tun kann.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 5, 2018

Bachelor live

Schwierige Suche nach einem Praktikumsplatz

Als ich auf die Idee kam, in den nächsten Semesterferien ein Praktikum zu machen, war mir der Aufwand noch nicht bewusst. Meine letzte Bewerbung hatte ich in der 11. Klasse für mein zweiwöchiges Pflichtpraktikum geschrieben. Zu dieser Zeit wollte ich noch Psychologie studieren und habe mich bei einer Klinik für Suchterkrankungen beworben. Heute stehe ich an einem völlig anderen Punkt in meinem Leben: Ich bin keine Schülerin mehr, sondern Studentin und statt Psychologie habe ich Publizistik gewählt. Dementsprechend veraltetet fand ich auch meine Bewerbungsunterlagen vor und musste etwa meinen Lebenslauf um einige Punkte ergänzen, andere herauslöschen und ein neues Foto einfügen.
Wesentlich schwieriger war es, überhaupt Unternehmen mit Praktikumsplätzen im PR-Bereich zu finden, die auf mich passten. Auf der Seite des Instituts für Publizistik werden regelmäßig Angebote hochgeladen, weshalb ich dies für eine gute Anlaufstelle hielt. Als ich mir dann aber die Praktika-Ausschreibungen genauer durchlas, kamen mir die Anforderungen an den potenziellen Praktikanten ziemlich utopisch vor. Alles, was für mich infrage kam, forderte mindestens ein oder zwei Kriterien ein, die ich nicht erfüllte. Klassische Aussagen waren „Praktikanten müssen im fortgeschrittenen Studium sein“, „Wir nehmen nur Masterstudierende“ oder „Praktikanten müssen bereits Erfahrungen in den Bereichen Journalismus und PR durch vergangene Praktika mitbringen“. Wenn allerdings jeder erwartet, dass man bereits Erfahrungen gesammelt hat, wo soll man dann anfangen? Ein Praktikum ist doch gerade dafür da, in ein Berufsfeld reinzuschnuppern. Und wieso ist die Voraussetzung so verbreitet, man solle in einem höheren Semester oder am besten gleich Masterstudierender sein? Gerade am Anfang des Studiums möchte man doch mal einen Einblick in praktische Bereiche bekommen, um sich sicher sein zu können, den richtigen Studiengang gewählt zu haben. Na ja, nichtsdestotrotz geht meine Suche nach einem Praktikumsplatz weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Jan 4, 2018