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Barrierefrei promovieren

Gelöscht

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

23.07.2013

Gelegentlich unterlaufen mir Fehler, die mich den Kopf kosten könnten. Naja, eine unruhige Nacht bescheren sie mir auf jeden Fall. Wie neulich, nach drei Probeinterviews. Mein Diktiergerät, mit dem ich solche Aufnahmen mache, hat eine sprachgesteuerte Menüführung. Ich kann mich also nicht damit herausreden, dass ich nicht wusste, was ich tat.

Normalerweise erstelle ich bei wichtigen Dateien sofort eine Sicherheitskopie. Nur konnte ich das diesmal nicht, weil ich das Kabel, das mein Diktiergerät mit einem USB-Stick verbindet, in Erlangen hatte liegen lassen und selbst bei meinen Eltern saß.

Um die Geschichte abzukürzen: Was folgte, war eine Verkettung ungünstiger Umstände. Wenn ich auf meinem Diktiergerät „löschen“ drücke, kommt die Frage: „Sind Sie sicher, dass Sie den gewählten Titel wirklich löschen möchten?“

Meistens bin ich mir in diesem Moment unsicher, obwohl alles in Ordnung ist. Lieber noch einmal abbrechen. Lieber noch einmal nachschauen.

Auch jetzt tendierte ich zuerst in diese Richtung. Aber dann sagte ich mir: „Ach, Quatsch! Es passt doch immer!“

Ich wollte eine ältere Datei entfernen, die noch auf dem Gerät gespeichert war. Allerdings hatte ich den Fehler gemacht, für das Interview keinen neuen Titel auszuwählen. Ich hatte es aufgenommen in dem Ordner, in dem sich bereits die ältere Datei befand. Dann machte ich den Fehler, nicht noch einmal zu überprüfen, was ich da löschte. Und mein Diktiergerät löscht nicht pro Datei, sondern pro Ordner. Damit war das Interview verloren.

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