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Gelöscht (Teil 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

31.07.2013

Ich bereute meine Wahl, sobald mir aufging, was ich tatsächlich gelöscht hatte: das dritte Probeinterview! Aber ist es nicht wesentlich, solche Daten aufzuheben? Um nachweisen zu können, dass ich dieses Interview geführt habe, wann das war und wie es verlaufen ist? Muss ich das nicht dokumentieren? Oder genügt, was ich darüber geschrieben habe? So viel ich herausziehen konnte, habe ich noch schriftlich ausformuliert.

Außerdem – ging mir durch den Kopf – ist dieses Interview nicht Teil der Studie. Es gehört lediglich zum Pretest. Muss ich auch da die Aufnahme vorlegen können? Und wie ist es dann mit der Anonymität meiner Gesprächspartner? Wie wäre das bei den Interviews, die den Kern meiner Studie bilden? Genügt da ein Transkript? Und die Aufzeichnung reiche ich nach, falls sie jemand anfordert?

Allmählich wurde mir klar, wie wenig ich wusste über Art und Umfang der Dokumentation. Fest stand nur, dass ich ein Problem hatte. Zu diesem Interview hatte ich kein Transkript angefertigt. Es war ein Probeinterview, mit dem ich nicht vertiefend arbeiten würde. Aber wenn ich es doch noch einmal benötigte, wenn mein verfasster Text nicht ausreichen sollte?

Das Interview nachstellen, überlegte ich. Und verwarf den Gedanken wieder. Die Probandin kannte die Fragen bereits. Zum zweiten Mal das gleiche Interview mit ihr zu führen, hätte nur künstliche Reaktionen gebracht. Und außerdem nicht immer die, die beim ersten Mal von ihr gekommen waren und die mir teilweise gut geholfen hatten. Also ein neues Interview führen?

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