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FSJ in Nicaragua

"Awas — eine Miskitokommune?

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.06.2009

In „Awas" hatten wir das Glück, gleich von „Mr Orlando" empfangen zu werden. Er stellte sich uns als Touristenführer vor und zeigte uns sein Haus (das noch nicht einmal so groß ist wie mein Schlafzimmer in Deutschland!). Seine Frau lud uns sofort zum Essen ein. Sie wolle sich gleich ans Kochen machen, dann könnten wir in einer Stunde Krebssuppe, Fisch und Kokosbrot essen, meinte sie zu uns. Wir waren völlig überwältigt von dieser Gastfreundschaft. So etwas hatten wir nicht erwartet.

Um uns das Warten etwas zu verkürzen, nahm uns „Mr Orlando" mit seinem Boot, welches eher einer Nussschale glich und verhängnisvoll schaukelte, auf eine kleine Rundfahrt mit. Dabei erzählte er uns vom Leben und der Kultur in „Awas". So erfuhren wir unter anderem, dass sie hauptsächlich vom Fischfang und Reisanbau leben, aber auch, dass die Miskito erst vor 20 Jahren Elektrizität erhalten hatten. Das war unvorstellbar für mich. An ein Leben ohne Computer und Fernseher, aber auch ohne Kühlschränke und Licht, ist für die meisten von uns gar nicht mehr zu denken!

Als wir zurückkamen, wartete bereits das Essen auf uns. Es schmeckte unglaublich lecker, so pur, ja irgendwie noch ganz ursprünglich. Zum Abschied gab uns „Mr Orlando" noch zwei Kokosnüsse mit, die wir auf dem Heimweg tranken.

So war der Tag, der so verregnet angefangen hatte, doch noch zu etwas ganz besonderem geworden.

 

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