interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Studentische Sparsamkeit

Autor:
Katha

Rubrik:
orientieren

13.10.2015

Mit Bus, Bahn, Boot und per Anhalter geht es für mich und meinen Freund gerade knapp 2.700 Kilometer quer durch Europa.In München haben wir einen wunderschönen Morgen auf dem Viktualienmarkt verbracht, kulinarische Genüsse fürs Abendessen erstanden und sind anschließend schon wieder so übermüdet gewesen, dass wir beschlossen haben, die Couch wäre eigentlich auch ein nettes Plätzchen für den Nachmittag. Fit wie zwei Murmeltiere im Winter sind wir zwei Stunden später wieder aufgewacht und haben uns aus den morgendlichen Einkäufen ein leckeres Essen gezaubert.

Am nächsten Tag ging es dann relativ früh weiter nach Ljubljana. Ein kurzer Fußmarsch hat uns zu unserem Hostel gebracht. Zumindest hatten wir das Gefühl, dass Hostel und Busbahnhof zu unserem Glück sehr nahe beieinander lagen. Tatsächlich haben wir festgestellt, dass in Ljubljana alles nahe beieinander liegt. Selbst mit Koffer ließ sich die Innenstadt in gut 20 Minuten durchqueren. Ein bisschen mehr Zeit haben wir uns trotzdem genommen, um das wunderschöne Stadtbild zu würdigen. Denn auch wenn Ljubljana für eine Hauptstadt etwas zu klein geraten scheint, bieten die wunderbar erhaltene Altstadt und die über alles wachende Burg auf dem Hügel im Stadtzentrum einen durchaus beeindruckenden Anblick.

Am nächsten Tag haben wir beim einzigen Regen, den wir während unseres Urlaubs zu Gesicht bekamen, noch eine geführte Tour mitgemacht, die uns nicht nur Wahrzeichen und Kirchen der Stadt näherbrachte, sondern auch einen erstaunlich authentischen Einblick in die Mentalität der Slowenen gab. Aus reinem Glück (und möglicherweise studentischer Sparsamkeit) haben wir eine Tour erwischt, wie sie es fast überall in Amerika und Europa gibt, die fast immer von jungen, interessanten Ortskundigen geführt wird und vor allem nichts kostet! Jeder kann so viel geben wie er will. Wenn man nichts geben will, ist das auch in Ordnung. Mitbringen mussten wir nur etwa zwei Stunden Zeit und Englischkenntnisse, da diese Touren grundsätzlich auf Englisch geführt werden. Ein tolles Konzept, das uns auch in der Praxis so begeistert hat, dass wir die Tour drei Tage später auch in Bratislava mitgemacht haben.

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