interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Seminarfahrt

Autor:
Franziska

Rubrik:
orientieren

28.10.2015

Letzte Woche war es so weit: Das erste Seminar für den diesjährigen Jahrgang des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur aus Rheinland-Pfalz stand an. Genauer gesagt nicht nur für Freiwillige in der Kultur, sondern auch in der Politik sowie Leute, die einen Bundesfreiwilligendienst leisten. Es ging in die Eifel, in einen kleinen Ort, dessen Einwohnerzahl wir für diese Woche fast verdoppelt haben. Handyempfang oder WLAN waren nicht vorhanden. Aber dafür konnte ich über 100 neue Leute treffen.

Durch eine Fahrgemeinschaft habe ich zum Glück direkt auf der Hinfahrt drei Mädels kennengelernt, mit denen ich mich sofort gut verstanden habe. Da ich ansonsten niemanden kannte, war ich froh, dass wir den ersten Tag hauptsächlich mit Spielen zum Kennenlernen verbracht haben. Alle sind dabei sehr offen aufeinander zugegangen, sodass wir als Gruppe ziemlich schnell zusammengewachsen sind. Dies haben wir nicht zuletzt unseren vier ebenso entspannten Seminarleitern zu verdanken, die von Anfang an für eine lockere Stimmung gesorgt haben.

Die gesamte Woche wurden wir von der Frage „Was ist eigentlich Heimat?“ begleitet. Mit Workshops und Gruppenarbeiten versuchten wir eine Antwort darauf zu finden, was sich als gar nicht so einfach erwiesen hat. Ist Heimat ein Gefühl oder ein Ort? Sind es Freunde oder die Familie? Ist es eine Illusion oder eine Erinnerung? Eine allgemeine Antwort konnten wir zwar nicht finden, aber dafür jeder seine persönliche.

Nicht weniger interessant als das Tagesprogramm war auch die Abendgestaltung, die uns größtenteils selbst überlassen war. Die „Werwolf“-Runde mit knapp 50 Leuten ist zwar gescheitert, aber dafür hat es in einer kleineren Gruppe gut geklappt. Andere machten Musik auf ihren mitgebrachten Instrumenten, andere quatschen einfach oder spielten Karten. Für den letzten Abend haben wir eine Abschlussfeier mit anschließender Aftershow-Party organisiert. Ob Dekoration, Catering, Technik oder Showgruppen, jedem wurde eine andere Aufgabe zugeteilt. Das Bühnenprogramm an diesem Abend war genauso vielfältig wie unsere gesamte Truppe. Die anschließende Aftershow-Party war dank bester Stimmung dann mein persönliches Highlight der Woche. Nach einer kurzen Feedbackrunde machten wir uns alle am Freitagmittag mit vielen neuen Kontakten und Eindrücken wieder auf den Heimweg.

Mein Fazit zu diesem ersten Seminar? Es war auf jeden Fall eine tolle Woche und ein sehr vielversprechender Auftakt für das restliche FSJ-Jahr. Das nächste Seminar findet im Januar statt - und wird hoffentlich genauso gut wie das erste!

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