interaktiv

Die Lehrer von morgen

Weihnachts­überraschungen

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

21.12.2016

Mir wurde neulich gesagt, ich sei ein absoluter Weihnachtsmensch. Ich sehe das nicht ganz so, ich finde Weihnachtsmänner, Rentiere, den Konsumwahn und Weihnachtsmärkte mit überteuertem Essen und zu lauter Weihnachtsmusik meistens ziemlich nervig. Die Weihnachtszeit gehört trotzdem zu meiner Lieblingszeit, weil ich mich jedes Jahr aufs Neue darauf freue, Leuten eine Freude zu machen, und in der Weihnachtszeit bekommt man oft genug Grund dazu.
Zum Beispiel habe ich dieses Jahr vor, allen meinen Bonner Freunden selbstgebastelte Weihnachtskarten nach Hause zu schicken, die alle absolute Überraschungen werden sollen. Mein Zimmer gleicht derzeit einem Kindergarten zur Bastelstunde, der ganze Fußboden ist voller Papierschnipsel und diversen Materialien, die ich zum Basteln verwende: Teebeutelverpackungen, Zeitungen und Werbeprospekte, Transparentpapier, alte Skripte, Fotos, kaputte Strumpfhosen, Kleber, Schere, Stifte und vieles mehr. Ich hoffe, das Chaos lohnt sich am Ende und an Weihnachten sagen meine Freunde, dass sie sich gefreut haben.
Ich liebe es, wenn man jemandem mit kleinen Überraschungen ein bisschen den Tag versüßen kann. So etwas muss gar nicht mal teuer oder aufwendig sein. An Nikolaus habe ich zum Beispiel meiner Mitbewohnerin nachts Weihnachtsnudeln, Schokolade und eine Mandarine in die Schuhe gelegt. Kostenfaktor: Unter zwei Euro. Aufwand: Zwei Minuten. Jannas Lächeln, weil Ricarda sich gefreut hat: Gigantisch!
Wie ein Freund von mir neulich bemerkte: Es ist eigentlich schade, dass man nur in der Weihnachtszeit darüber nachdenkt, wie man anderen Menschen eine Freude machen kann. Vielleicht nehme ich das als Vorsatz fürs neue Jahr: Auch ohne Weihnachtszeit öfter mal Leute mit Kleinigkeiten überraschen.

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