interaktiv

Die Lehrer von morgen

Forschungsprojekt zum Thema Mobbing - 1

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

30.11.2017

Vorige Woche war ich mal wieder in der Schule, doch dieses Mal nicht als Praktikantin zum Unterrichten, sondern für das Forschungsprojekt, mit dem ich mich in meiner wissenschaftlichen Arbeit (WA) befassen werde. Für das Forschungsprojekt konnte meine Professorin bisher zehn Studierende gewinnen. Fünf von uns schreiben darüber ihre WA, die anderen lassen sich ihr Mitwirken als Modulprüfung anrechnen.
Das Projekt soll den Zusammenhang zwischen Spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES) – dabei insbesondere Störungen des Sprachverständnisses – und Mobbing klären. Frühere Studien belegten bereits, dass Kinder mit Sprachstörungen mehr in Mobbing verwickelt sind, ob als Täter oder als Opfer. Wir gehen nun weiter ins Detail, zum Beispiel beschäftigen wir uns mit Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen, zwischen verschiedenen Klassenstufen und so weiter.
Mein Thema ist ein konkreter Vergleich zwischen Kindern, die eine SSES, aber kein Problem im Sprachverständnis haben, und solchen, die unter beidem leiden. Untersucht werden Kinder aus verschiedenen Schulen, danach tragen wir die Ergebnisse zusammen und werten diese aus. Dabei vergleichen wir auch unterschiedliche Landkreise, weshalb die Genehmigung des Kultusministeriums notwendig war.
Eine gute Freundin von mir arbeitet auch am Projekt mit und wir haben uns zusammen die Verbundschule Dettingen ausgesucht – eine sehr schöne und gut organisierte Schule, die sie schon in ihrem Praxissemester kennenlernte und gerne wieder besuchen wollte. Die Erhebungen dort haben sehr viel Spaß gemacht. Nachdem uns einige Eltern ihr Einverständnis für die Teilnahme ihrer Kinder zusicherten, erhielten wir Einsicht in deren Schulakten. Zum Beispiel ging es bei der Auswahl passender Schüler für das Projekt um ihren Intelligenzquotienten. Denn SSES ist eine Teilleistungsstörung. Medizinische Kriterien für diese sind unter anderem, dass die kognitiven Fähigkeiten durchschnittlich sind und nur die Sprache von den Defiziten betroffen ist.
Im nächsten Beitrag erkläre ich euch, wie wir nach der Auswahl unserer Kandidaten weiter vorgingen.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.