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Die Lehrer von morgen

Kräuterwanderung

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

13.09.2018

Neulich wurde in unserer lokalen Zeitung auf eine Kräuterwanderung hingewiesen, die in unserem Nachbardorf stattfinden sollte. Meine Mutter fragte mich, ob ich Lust hätte, daran teilzunehmen. Da ich Botanik unglaublich spannend finde, sagte ich zu.
An einem Sonntag trafen wir uns und lernten eine angehende Wildnispädagogin kennen, die die Führung leitete. Ich war die jüngste Teilnehmerin, aber das machte mir nichts aus. Wir starteten unseren kleinen Rundgang auf einer Wiese, die regelmäßig von Schafen beweidet wird. Hier entdeckten wir Schlehen, Weißdorn, Schafgarbe und Thymian. Die Leiterin informierte uns über den Namen, die Verwendung, die Wirkung und auch über die historische Nutzung der Pflanzen. Eifrig machte ich mir Notizen.
Wir bewegten uns weiter in Richtung Wald, in dem wir den Speierling, einen Wildobstbaum kennenlernten. Er ist nicht nur bei uns Menschen zur Herstellung von Holzmöbeln sehr beliebt, sondern auch bei den Tieren. Vor allem Rehe fressen gerne seine Rinde. Allerdings wächst er nur sehr langsam und ist sehr empfindlich, weswegen er nur selten zu finden ist.
Die Führung war sehr informativ. Wir bekamen viele Tipps, zum Beispiel wie man Harz als Salbe verwenden kann oder wie Brennnesseln bei Eisenmangel helfen.
Zum Abschluss sammelten wir heruntergefallene Äpfel und pressten sie mit einer Maschine, die handbetrieben wurde. Es kostete einiges an Kraft, die Äpfel zu pressen und viele Wespen wurden von dem süßlichen Geruch angelockt. Dennoch lohnte sich die ganze Tortur, da der Apfelsaft richtig lecker schmeckte – kein Vergleich zum gekauften. Ich konnte kaum glauben, was für ein großer Aufwand betrieben wurde, um ein Gläschen Saft zu gewinnen.
Zuhause stellten meine Mutter und ich eine leckere Kräutermischung aus den gesammelten Pflanzen zusammen, die wir auf ein Butterbrot streuten. Das schmeckte herrlich!

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