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Die Lehrer von morgen

Unfreiwillige Versetzung


Wenn ich im Leben eines gelernt habe, dann, dass alles anders kommt, als man denkt. Ich spiele wichtige Gespräche oft vorher im Kopf durch, aber letztlich läuft es nie so, wie ich es mir vorgestellt hatte. So auch vergangene Woche: Am Dienstag hatte ich ein wichtiges Gespräch mit meiner Chefin, in dem ich ihr sagen wollte, dass ich die Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an der Hochschule annehmen und daher meinen Vertrag für den Job im Kindergarten nicht mehr verlängern möchte. Ich hatte erwartet, dass sie mir ein schlechtes Gewissen machen könnte, weil sie mich brauchen, bis die neue Erzieherin anfangen kann. Nur mit einem habe ich nicht gerechnet: Dass meine Nachfolgerin eher kommt und ich daher ohnehin ersetzt werde.
Ich feierte also bereits zwei Tage nach diesem Gespräch meinen Abschied im Kindergarten und werde für die verbleibenden zwei Wochen meiner Vertragslaufzeit einen neuen Job beginnen, diesmal in einer Kinderkrippe im Ort. Das ist möglich, weil ich einen Arbeitsvertrag mit der Gemeinde habe und nicht mit dem Kindergarten – und die Gemeinde hat nun eben beschlossen, dass ich woanders dringender gebraucht werde.
Erst habe ich mich wegen dieser schnellen Entscheidung vor den Kopf gestoßen gefühlt. Ich halte mich nicht für naiv, aber es war dennoch die erste Situation in meinem Leben, in der ich mich absolut ersetzbar gefühlt habe. Mittlerweile freue ich mich aber auf die Zeit in der Krippe, weil ich dort eine Altersgruppe betreuen darf, mit der ich bisher noch keine Erfahrung habe. Nur mit den Arbeitszeiten bin ich nicht ganz glücklich. Ich soll 22 Stunden in der Woche verteilt auf 5 Arbeitstage kommen – ein paar Stunden vormittags und ein paar nachmittags, wodurch der komplette Tag zerrupft ist. Das finde ich alles andere als arbeitnehmerfreundlich und hoffe sehr, dass ich diese Zeiten noch ausdiskutieren kann.

 

Autor: Hannah  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 16, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: orientieren
Oct 16, 2018

Die Lehrer von morgen

Money, money, money - Teil 1

Ich habe es immer als Luxus betrachtet, dass meine Eltern meinen Geschwistern und mir die gesamte Ausbildung finanzieren. Nicht neben dem Studium arbeiten oder sich um BAföG-Anträge kümmern zu müssen, macht das Studium um einiges entspannter. Trotzdem achte ich sehr darauf, sparsam zu sein. Daher möchte ich ein paar Tipps geben, wie man mit wenig Geld sehr gut auskommt.
1. Kleidung: Ich habe in den vergangenen drei Jahren nur wenige Kleidungsstücke neu gekauft. Das heißt aber nicht, dass sich in meinem Kleiderschrank nur noch alte, zerschlissene Sachen befinden. Flohmärkte und Secondhandläden sind meine erste Anlaufstelle, wenn ich das Gefühl habe, ein bisschen neuen Schwung in meine Garderobe bringen zu müssen. Außerdem schlage ich immer zu, wenn andere Menschen aussortieren. In diesem Jahr habe ich außerdem Kleidertauschpartys für mich entdeckt: Man bringt selbst Kleidungsstücke mit, die man nicht mehr anzieht oder die einem nicht mehr passen, und kann sich dafür etwas anderes aussuchen. Günstig und gleichzeitig gut für die Umwelt!
2. Wohnung: Vor allem in größeren Städten ist bezahlbarer Wohnraum meistens knapp. WGs zu finden, in die man gut passt, ist nicht leicht, aber es lohnt sich – man bekommt zum bezahlbaren Zimmer eventuell noch Freunde hinzu. Man kann sich aber auch für ein Wohnheimzimmer bewerben. Diese sind meistens deutlich günstiger, da sie vom Studentenwerk subventioniert werden. Weitere Optionen wie Wohnen für Hilfe gibt es ebenfalls in vielen Unistädten und sind eine Überlegung wert.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 10, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 10, 2018

Die Lehrer von miorgen

Schulstart

Vollbepackt mit zwei Rucksäcken und meinem Fahrrad stolperte ich die Bahnhofstreppen der Unterführung hinab. Angekommen im Trubel Nürnbergs bahnte ich mir einen Weg zum Ausgang. Ich hatte mir die Route zur Wohnung genau notiert und versagte dennoch kläglich. Dank Google Maps kam ich dann doch endlich in der Südstadt an.
Da ich in Nürnberg ein Praktikum mache, wohne ich die nächsten drei Wochen in einer WG. Eine meiner Mitbewohnerinnen lernte ich bereits kennen. Die andere hinterließ mir eine Schachtel Pralinen mit einem lieben Willkommenszettel. Sofort fühlte ich mich wohl! Das Zimmer, in dem ich übernachte, ist liebevoll eingerichtet. In der Küche gibt es sogar eine Spülmaschine – für mich purer Luxus.
Um einer morgendlichen Katastrophe aus dem Weg gehen zu können, radelte ich vorsichtshalber die Strecke zur Schule ab. Wieder navigierte mich mein Handy durch sämtliche Gässchen und Straßen. Es dauerte lange, bis ich an meiner Praktikumsschule ankam. Für den Rückweg wählte ich daher eine andere Route.
Zahlreiche Menschen waren Sonntagabend in der Fußgängerzone unterwegs. Sie tummelten sich in Bars, Cafés und Restaurants. In Würzburg ist es doch etwas ruhiger. Allerdings genoss ich dieses Gewusel auf den Straßen. Ich mochte die vielen Lichter der Straßenbahnen und die fremden Gesichter.
Auch der erste Tag an der Schule verlief reibungslos. Ich hospitiere in einer Klasse mit netten Schülern und mag den Unterrichtsstil der Lehrerin – perfektionistisch und durchgreifend. Nächste Woche werde ich meine erste Kunststunde seit Langem halten. Ich bin sehr gespannt, was in den anderen Wochen auf mich zukommt und freue mich darauf!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 9, 2018