interaktiv

Studieren im Ausland

Die Ereignisse überschlagen sich

Autor:
Sabrina

Rubrik:
studium

02.12.2014

Jetzt habe ich mich schon eine ganze Weile nicht mehr gemeldet. Aber ich werde versuchen euch zu schildern, was die letzten Wochen alles so los war bei mir. Ich hatte zwei Wochenenden lang Besuch, musste mich zwischendrin auf Prüfungen vorbereiten und eine Hausarbeit schreiben. Zuerst war meine Mama da. Kennt ihr das Problem mit Mamas? Man liebt sie bis zum Mond und wieder zurück, aber sie ist auch die Person, die einen am schnellsten auf die Palme bringt. Ich habe ihr also Dublin gezeigt, sie in die Kunst des Guinness-Trinkens eingeweiht und ihr ein „Full Irish Breakfast“ kredenzt. Danach wollten mich vier Freunde aus Deutschland besuchen. Dachte ich. Aber als ich sie aus dem Hostel abholen wollte, standen da auf einmal sechs! Mein bester Freund und seine Freundin haben mich überrascht und sind spontan auch mitgeflogen. Es kommt selten vor, dass mir die Worte fehlen, aber da habe ich mich so gefreut, dass ich schon mit dem Atmen fast überfordert war. An diesem Wochenende standen vor allem zwei Dinge auf dem Programm: Shoppen und die Pub-Kultur erleben. Gleich am zweiten Tag kamen wir in Kontakt mit einem jungen Musiker, der jeden Abend in einer anderen Kneipe in „Temple Bar“, dem Weggehviertel Dublins, spielt. Und zwar dermaßen gut!

In der Uni bin ich mittlerweile fast am Ende angelangt. Diese Woche hatte ich meine letzte Vorlesung. Ich war ziemlich sentimental an diesem Tag. Nach nur wenigen Wochen hatte ich mich so an die herzliche und effiziente Studienatmosphäre hier gewohnt und sie zu schätzen gelernt, dass es mir schwer fallen wird, wieder auf die Unpersönlichkeit in Deutschland umzuschalten. Oder habt ihr schon mal einen Professor in Deutschland vor einem Hörsaal von 300 Leuten sagen hören, dass sich jeder bei ihm melden soll, der Angst vor der Klausur oder persönliche Probleme?

Nun folgt eine vorlesungsfreie Woche, in der ich Zeit habe, mich die anstehenden Klausuren vorzubereiten. Dann möchte ich noch ein paar Trips durch Irland machen und kurz vor Weihnachten geht es nach Hause. Ich kann euch nicht genau sagen, ob mich das freut oder traurig macht. Ich stehe dem mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Vielleicht sehe ich das klarer, wenn das Datum näherrückt.

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