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Barrierefrei studieren?

Stammbäume

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

19.03.2008

Auch Stammbäume verursachen für mich große Probleme. Was meine Kommilitonen auf einen Blick erfassen, spätestens aber auf den zweiten, erschließt sich mir überhaupt nicht. Einzige Möglichkeit: Sämtliche Verwandtschaftsbeziehungen in eine Word-Datei zu schreiben, in der man später aber ewig suchen muss, bis man findet, was man braucht. Denn wie will man ein solch komplexes System umsetzen, wenn einem weder Pfeile noch Querverbindungen zur Verfügung stehen? Stattdessen kann ich mit meiner Braillezeile immer nur von links nach rechts zeilenweise lesen. Bloß 40 Zeichen auf einmal erfassen. Auf eine graphische Darstellung habe ich keinen Zugriff.

Die Lösung schien einfach: Zunächst muss man sich eigene Sonderzeichen überlegen, da sich nun einmal nicht alles, was für Sehende lesbar ist, in gleichem Maße für Blinde umsetzen lässt. Dann geht man vom Urvater aus und davon, wie oft er verheiratet war. Listet alle seine Kinder auf. Greift anschließend auf jedes einzelne dieser Kinder zurück, schreibt also dessen Namen, Titel, Ehefrau(en) und Todeszeitpunkt nochmals hin. Zunächst die des ältesten Kindes, bevor dessen Kinder folgen. Danach wird zum zweiten Mal der Name des zweitältesten Kindes des Urvaters aufgeführt, um darunter seine Kinder zu notieren. Und so geht es dann immer weiter und weiter.

Versteht ihr nicht? Wäre kein Wunder, denn diese Lösung scheint zwar die einzige zu sein, ist aber genau so schlecht wie unübersichtlich. Dies wird mein nächster Blogbeitrag exemplarisch bestätigen.

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