Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Barrierefrei studieren?

Zum Glück nur ein Beispiel!

Wie angekündigt, hier nun ein Beispiel dafür, wie ich Stammbäume auch für mich „lesbar" mache. Es handelt sich um einen Auszug des Pippiniden-Stammbaums im 9. Jahrhundert. Wichtig zu wissen ist neben den Erläuterungen in meinem letzten Beitrag:

  • - Ks. = >Kaiser<
  • - Kg. = >König<
  • - x = >verheiratet<
  • - (1) bzw. (2) = 1. bzw. 2. Ehefrau.

Damit könnt Ihr ja einmal versuchen, ob es Euch gelingt das Folgende zu entschlüsseln und richtig zuzuordnen:

 

Ludwig I., d. Fromme, Kg. d. Frank. u. röm. Ks., 814-840

Fünf Kinder:

-Lothar I., Kg. v. Ital. u. Mitreg., 817-855, Ks. 840

-Ludwig II., d. Deutsche (1), Kg. d. Ostfranken 833-876; ohne männliche Nachkommen.

-Pippin (1), Kg. v. Aquitanien, gest. 838

-Gisela

-Karl II., d. Kahle (2), Kg. v. Westfranken 840-877, Ks. 875

 

Zu Lothar I., Kg. v. Ital. u. Mitreg., 817-855, Ks. 840:

-Ludwig II., Kg. v. Italien, 855-875, Ks. 850

-Lothar II., Kg. v. Lothringen, 855-869

-Karl, Kg. der Provence, 855-863

 

Zu Ludwig II., d. Deutsche (1), Kg. d. Ostfranken, 833-876: u. a.  Karlmann, Kg. v. Ostfranken, 876-880

 

Da die jüngeren Söhne von Ludwig dem Deutschen keine Kinder haben, wie auch Lothar I. keine Enkel hat, muss als Nächstes Karlmanns Familie aufgeführt werden.

Ich übernehme, was dieses Schema betrifft, allerdings keine Sicherheitsgarantie. Denn so ein Stammbaum bringt mich immer wieder aufs Neue durcheinander. Besser standhalten dürfte da schon meine Quelle (Knefelkamp 2003, S.65), die Euch auch verrät, was damit wirklich gemeint ist.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 26, 2008
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Mar 26, 2008

Barrierefrei studieren?

Stammbäume

Auch Stammbäume verursachen für mich große Probleme. Was meine Kommilitonen auf einen Blick erfassen, spätestens aber auf den zweiten, erschließt sich mir überhaupt nicht. Einzige Möglichkeit: Sämtliche Verwandtschaftsbeziehungen in eine Word-Datei zu schreiben, in der man später aber ewig suchen muss, bis man findet, was man braucht. Denn wie will man ein solch komplexes System umsetzen, wenn einem weder Pfeile noch Querverbindungen zur Verfügung stehen? Stattdessen kann ich mit meiner Braillezeile immer nur von links nach rechts zeilenweise lesen. Bloß 40 Zeichen auf einmal erfassen. Auf eine graphische Darstellung habe ich keinen Zugriff.

Die Lösung schien einfach: Zunächst muss man sich eigene Sonderzeichen überlegen, da sich nun einmal nicht alles, was für Sehende lesbar ist, in gleichem Maße für Blinde umsetzen lässt. Dann geht man vom Urvater aus und davon, wie oft er verheiratet war. Listet alle seine Kinder auf. Greift anschließend auf jedes einzelne dieser Kinder zurück, schreibt also dessen Namen, Titel, Ehefrau(en) und Todeszeitpunkt nochmals hin. Zunächst die des ältesten Kindes, bevor dessen Kinder folgen. Danach wird zum zweiten Mal der Name des zweitältesten Kindes des Urvaters aufgeführt, um darunter seine Kinder zu notieren. Und so geht es dann immer weiter und weiter.

Versteht ihr nicht? Wäre kein Wunder, denn diese Lösung scheint zwar die einzige zu sein, ist aber genau so schlecht wie unübersichtlich. Dies wird mein nächster Blogbeitrag exemplarisch bestätigen.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2008
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Mar 19, 2008

Barrierefrei studieren?

Was ist eigentlich Schrift?

Nicht nur in der Buchwissenschaft, auch in der Geschichte hat man es mit verschiedenen Schriften und ihren jeweiligen Ausprägungen zu tun. Aber was ist eigentlich >Schrift<?

In der Blindenschrift besteht jedes Zeichen aus einem Punkt oder aus einer Kombination von zwei bis sechs Punkten. Diese sechs Punkte liegen in zwei nebeneinander positionierten Dreierreihen vor, sodass man auf gleicher Höhe stets maximal zwei Punkte mit dem Zeigefinger ertastet.

Und was ist >Schwarzschrift<? Sie besteht aus zahlreichen Strichen wie dem Grund-, Haar- und Anstrich, aber auch aus Serifen und Halbserifen. Aus Unterlänge, Schriftlinie, Mittel- und Oberlänge. Und aus vielen anderen Aspekten wie der Kegel- und Versalhöhe, Dichte und Laufweite oder dem Durchschuss im Vergleich zum Zeilenabstand. Wie soll man sich das alles vorstellen, wenn es die eigenen Augen nie gesehen haben?

Die Antwort bestand darin, mir von einem sehenden Bekannten helfen zu lassen, der mir erstmals erläuterte, was ein Zwei- und ein Vierliniensystem ist, was eine Majuskel- und Minuskelschrift. Darüber hinaus schnitt er mir Buchstaben aus Moosgummi aus, um mir so unter anderem das Aussehen einer Serife zu veranschaulichen. Wir saßen mehrere Stunden über dieser Arbeit und was sie mir persönlich gebracht hat, ist fraglich. Auf jeden Fall aber mehr als den immer gleichen Satz in verschiedenen Schriftbildern einzuscannen, von denen, umgesetzt in Brailleschrift, ja doch wieder jeder mit den anderen identisch ist.

Autor: Daniela  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2008
Autor: Daniela
Rubrik: studium
Mar 18, 2008