interaktiv

Was tun nach dem Abi?

Destination unknown

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
orientieren

02.12.2008

„Sag mal, Jacqueline, was möchtest du denn nach der Schule machen?" Herzlichen Glückwunsch - das ist die ultimative Masterfrage. Antwort: nicht eindeutig definiert. Hätte ich in meinem Kopf ein Navigationssystem, würde die monotone Computerstimme wahrscheinlich sagen: „Sie haben Ihr Ziel nicht erreicht". Dabei sollte es besser das kleine Wörtchen „noch" einfügen: Ich weiß es NOCH nicht, aber ich bin stets bemüht, dieses ganze Chaos von Berufswirrwarr zu sortieren.

Ich fühle mich wie in einem Irrgarten: Es gibt tausend verschiedene Wege, aber am Ende führt nur einer zum Ziel. Mein Traumberuf? Schon möglich. Je näher mein Schulabschluss rückt, desto enger wird der Weg. Die Hecken scheinen mich mehr und mehr einzuschließen. Die Lehrer-Hecke da vorne hat ihre Wurzel um meinen Knöchel geschlungen. Ich hänge mit meiner linken Hand im Werbetexter-Busch fest und meine Haare haben sich in der Modedesigner-Ranke verheddert.

Dass es nicht einfach werden würde, den richtigen Beruf zu finden, hatte ich mir schon gedacht. Schließlich muss man aus einer riesigen Auswahl an Berufsmöglichkeiten den Job auswählen, den man glücklich und zufrieden bis zum Ruhestand ausführen möchte. Oder sogar bestenfalls sogar bis zu seinem Lebensabend? Mein ehemaliger Lateinlehrer beispielsweise ist schon vor mehreren Jahren in Rente gegangen, doch auf magische Art und Weise fühlt er sich immer noch zu unserer Schule hingezogen: Trotz Ruhestand unterrichtet er weiterhin ehrenamtlich Schüler. Mein Vorbild?

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