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Was tun nach dem Abi?

Destination unknown

„Sag mal, Jacqueline, was möchtest du denn nach der Schule machen?" Herzlichen Glückwunsch - das ist die ultimative Masterfrage. Antwort: nicht eindeutig definiert. Hätte ich in meinem Kopf ein Navigationssystem, würde die monotone Computerstimme wahrscheinlich sagen: „Sie haben Ihr Ziel nicht erreicht". Dabei sollte es besser das kleine Wörtchen „noch" einfügen: Ich weiß es NOCH nicht, aber ich bin stets bemüht, dieses ganze Chaos von Berufswirrwarr zu sortieren.

Ich fühle mich wie in einem Irrgarten: Es gibt tausend verschiedene Wege, aber am Ende führt nur einer zum Ziel. Mein Traumberuf? Schon möglich. Je näher mein Schulabschluss rückt, desto enger wird der Weg. Die Hecken scheinen mich mehr und mehr einzuschließen. Die Lehrer-Hecke da vorne hat ihre Wurzel um meinen Knöchel geschlungen. Ich hänge mit meiner linken Hand im Werbetexter-Busch fest und meine Haare haben sich in der Modedesigner-Ranke verheddert.

Dass es nicht einfach werden würde, den richtigen Beruf zu finden, hatte ich mir schon gedacht. Schließlich muss man aus einer riesigen Auswahl an Berufsmöglichkeiten den Job auswählen, den man glücklich und zufrieden bis zum Ruhestand ausführen möchte. Oder sogar bestenfalls sogar bis zu seinem Lebensabend? Mein ehemaliger Lateinlehrer beispielsweise ist schon vor mehreren Jahren in Rente gegangen, doch auf magische Art und Weise fühlt er sich immer noch zu unserer Schule hingezogen: Trotz Ruhestand unterrichtet er weiterhin ehrenamtlich Schüler. Mein Vorbild?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 2, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 2, 2008

Was tun nach dem Abi?

Viva Italia

Italien ist mein absolutes Lieblingsland. Ich liebe die italienische Küche, die Landschaft, die Sprache und die lockere Lebenseinstellung der temperamentvollen Italiener. Schon oft habe ich meine Sommerferien auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde verbracht - so auch dieses Jahr.

Meine offiziell letzten Sommerferien als Schülerin wollte ich natürlich besonders auskosten. Und als ich so am Strand in der warmen Sonne lag und mich von den letzten stressigen Schulwochen im zwölften Jahrgang erholte, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf und malte mir „Il Italiano Sogno" aus: Da ich mich zum Stiefel im Mittelmeer magisch hingezogen fühle, könnte ich doch nach dem Abitur für ein Jahr nach Italien gehen und dort unter den wärmenden Sonnenstrahlen als Au-pair arbeiten. Oder irgendwo jobben, zum Beispiel in einem Café, während ich in einer Gastfamilie wohne und so nebenbei mein Italienisch, das ich vorher in einem Sprachkurs vertieft haben würde, noch weiter verbessern.

Ich könnte aber auch an einer italienischen Universität Lehramt oder Grafikdesign oder Modedesign studieren: Italien - das Land der Mode, der Kreativität und Künstler. Hier würde sich bestimmt eine geniale Möglichkeit ergeben, das Wissen direkt von Meistern aufzusaugen.

Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ich könnte endlich anfangen, meinem früheren Kindheitstraum als Künstlerin Grund und Boden zu schaffen und gleichzeitig dort ganz „come una italiana" leben! Ist das wirklich so abwegig?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 29, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Nov 29, 2008

Was tun nach dem Abi?

Kinderhüten einmal anders

In der zehnten Klasse hatte jede/r Schüler/in ein einwöchiges Praktikum in einem selbst gewählten Betrieb zu machen. Da ich mich für ein Lehramtstudium für den Grundschulzweig interessierte, wollte ich die Gelegenheit nutzen und mein Praktikum in einer Grundschule absolvieren. Natürlich war ich entsprechend erfreut, als ich sogleich seitens der Schulleitung eine Zusage meiner „Wunschschule" erhielt.

Als Grundschulkind hatte ich dort selbst zwei Jahre lang lesen, rechnen und schreiben gelernt und kannte deshalb noch einige der Lehrkräfte. Dementsprechend fröhlich fing auch mein erster Praktikumstag unter großer Wiedersehensfreude an. Auch die vielen Kinder stellten mir Fragen über Fragen und waren sichtlich erfreut, für die folgenden Tage ein wenig Abwechslung im Stundenplan zu haben. Denn zwischen „normalen" Unterrichtsstunden bei ihren Lehrern, in denen ich anfangs als Zuhörer und Helfer dabei saß, gesellten sich auch „neue" Stunden, in denen ich allein an der Tafel stand und mit den Kindern das Rechnen und Schreiben übte. An einem Tag durfte ich sogar als „Vertretungslehrerin" einspringen! Natürlich gehörte auch die Pausenaufsicht zu meinen Aufgaben und so musste ich mich als Streitschlichter bei so mancher Rangelei durchsetzen.

Nach einer Woche waren mir die Kinder richtig ans Herz gewachsen und so wollte ich mich mit selbst gebackenem Kuchen bei ihnen und meinem Kollegium für die unglaublich tolle Woche bedanken. Lehrerin - das ist auch heute noch ein Traumberuf für mich.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 27, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Nov 27, 2008