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Was tun nach dem Abi?

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Die Abiprüfungen rücken immer näher und wir sind auch schon alle fleißig dabei, sämtliche Dinge von Abizeitung über Abiklamotten bis hin zur Abifahrt zu regeln. Heute wurden die Stichwortlisten eingesammelt, in der jeder Schüler zu jedem Jahrgangsmitglied ein paar Worte schreiben sollte, wie zum Beispiel: „Martina - Sommerfanatikerin, liebt Schokokuchen, redet wie ein Wasserfall". Bis nächsten Freitag haben wir Zeit, Bilder von uns rauszusuchen, die möglichst unser ganzes Leben einmal im Schnelldurchlauf dokumentieren sollen. Aus diesem und noch weiterem Material wird die Abizeitungs-Gruppe schließlich eine bestimmt äußerst amüsante Zeitung kreieren.

Gestern habe ich außerdem - wie jede/r andere aus meinem Jahrgang auch - eine Email bekommen: Wir sollen doch bitte einen kurzen Text zum Thema „Was tun nach dem Abi" verfassen. Das hat mich sofort an diese Blogsparte hier erinnert, für die ich schreibe: Das ist ja genau das, was mich schon seit längerem beschäftigt! Der Eintrag für die Abizeitung soll allerdings eher kurz sein. Das heißt, ich muss meine tausend verschiedenen Zukunftsperspektiven möglichst zu EINER mehr oder weniger klaren Aussage zusammenfassen. Das wird gar nicht so leicht!

Aber wenigstens habe ich im Gegensatz zu anderen etwas, worüber ich schreiben kann, denn in meinem Jahrgang gibt es ziemlich viele, die noch überhaupt keinen blassen Schimmer davon haben, wie es nach dem Abi weitergehen soll. Ich bin schon sehr auf die Einträge gespannt und was sich die „Unwissenden" so alles aus den Fingern saugen werden!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 16, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 16, 2008

Was tun nach dem Abi?

Von Werbung und "Herzileins Erdbeerkuchen"

Wenn ich mittags mit dem Bus von der Schule nach Hause fahre, dann komme ich immer an Unmengen von Werbesäulen vorbei. Sobald ich den Fernseher einschalte, lande ich mitten in einer Werbepause: Sei es, dass eine neue Kaffeesorte auf den Markt gekommen ist oder dass man(n) mit nur einem Internetklick das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Liebsten ergattern kann. Kurz gesagt: Die Werbung begleitet uns auf Schritt und Tritt.

Sollte ich mich also nun endgültig dafür entscheiden, beruflich in der Werbebranche Fuß zu fassen, dann würde meine Arbeit praktisch überall zu sehen sein. Ziemlich aufregend. Und vor allem ziemlich interessant: Ich könnte meine Kreativität voll ausleben und mir die verrücktesten Ideen einfallen lassen, um beispielsweise einen einfachen Erdbeerkuchen mittels eines raffinierten Werbeslogans so zu vermarkten, dass alle Welt sämtliche Läden stürmt, um eben diesen Kuchen zu kaufen. So wird aus einem unbekannten Produkt etwa eine unvergessliche Schlemmerreise in Herzform: „Herzileins Erdbeerkuchentraum - weil Genuss der Schlüssel zum Herzen ist..."

Um der Werbekampagne zu einem einschlagenden Erfolg zu verhelfen, müsste ich mir unter anderem folgendes überlegen: Welche Zielgruppen gibt es? Welche Farben und welches Hintergrundmotiv unterstreichen die Botschaft des Slogans?

Eine Menge Fragen, aber nur eine Antwort: Fühl ich mich dem gewachsen? Ja!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 5, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 5, 2008

Was tun nach dem Abi?

Destination unknown

„Sag mal, Jacqueline, was möchtest du denn nach der Schule machen?" Herzlichen Glückwunsch - das ist die ultimative Masterfrage. Antwort: nicht eindeutig definiert. Hätte ich in meinem Kopf ein Navigationssystem, würde die monotone Computerstimme wahrscheinlich sagen: „Sie haben Ihr Ziel nicht erreicht". Dabei sollte es besser das kleine Wörtchen „noch" einfügen: Ich weiß es NOCH nicht, aber ich bin stets bemüht, dieses ganze Chaos von Berufswirrwarr zu sortieren.

Ich fühle mich wie in einem Irrgarten: Es gibt tausend verschiedene Wege, aber am Ende führt nur einer zum Ziel. Mein Traumberuf? Schon möglich. Je näher mein Schulabschluss rückt, desto enger wird der Weg. Die Hecken scheinen mich mehr und mehr einzuschließen. Die Lehrer-Hecke da vorne hat ihre Wurzel um meinen Knöchel geschlungen. Ich hänge mit meiner linken Hand im Werbetexter-Busch fest und meine Haare haben sich in der Modedesigner-Ranke verheddert.

Dass es nicht einfach werden würde, den richtigen Beruf zu finden, hatte ich mir schon gedacht. Schließlich muss man aus einer riesigen Auswahl an Berufsmöglichkeiten den Job auswählen, den man glücklich und zufrieden bis zum Ruhestand ausführen möchte. Oder sogar bestenfalls sogar bis zu seinem Lebensabend? Mein ehemaliger Lateinlehrer beispielsweise ist schon vor mehreren Jahren in Rente gegangen, doch auf magische Art und Weise fühlt er sich immer noch zu unserer Schule hingezogen: Trotz Ruhestand unterrichtet er weiterhin ehrenamtlich Schüler. Mein Vorbild?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 2, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 2, 2008