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Master live

Willensfreiheit

Ein weiteres spannendes Seminar, das ich im Moment besuche, behandelt die Willensfreiheit. Geht es in den Medien um dieses Thema, sind meist Philosophen bei der Debatte präsent. Denn Neurowissenschaftlerinnen und Psychologen kommen häufig zu dem Schluss, dass unser Handeln nicht frei, sondern von den Naturgesetzen bestimmt ist. Häufig fällt in diesem Zusammenhang das Wort „determiniert“. Soll heißen, dass der Weltzustand festlegt, was in der Zukunft passiert. Demnach gäbe es keinen Platz für freie Entscheidungen. Da ich Psychologie im Bachelor studiert habe und nun Philosophie und Neurowissenschaften studiere, liegt dieser Themenbereich im Kern meines Masterprogramms.
In der philosophischen Debatte werden Probleme erst einmal auseinandergefriemelt. Dabei muss geklärt werden, was Willensfreiheit überhaupt meint. Sie wird häufig der Handlungsfreiheit gegenübergestellt. Ganz simpel: Wenn ich in einer Gefängniszelle eingesperrt bin, bin ich zwar nicht handlungsfrei, ich bin aber willensfrei, denn ich kann trotzdem denken, was ich will. Heutzutage wird die Frage nach Willensfreiheit eher auf die Frage heruntergebrochen, ob ich in einer bestimmten Situation anders hätte handeln können. Ich bin heute Morgen in die Uni gegangen. Hätte ich auch entscheiden können, nicht zu gehen? Dies steht jedoch nicht unbedingt dazu im Gegensatz, dass meine Entscheidung vorher durch Naturgesetze festgelegt war. Denn meine Entscheidung hätte auch einen zufälligen Grund haben können.
Deswegen gibt es letztlich zwei große Debatten: Erstens, ob die Welt als Ganze in ihrem Verlauf festgelegt ist und zweitens, was aus der Beantwortung der ersten Frage für die Freiheit folgt. Man kann also der Meinung sein, dass der Weltverlauf festgelegt ist und wir deswegen nicht frei sind. Dann ist man Inkompatibilitist und Determinist, weil man sagt, dass ein festgelegter Weltverlauft nicht mit Freiheit kompatibel ist. Oder man sagt, dass eine determinierte Welt trotzdem unsere Freiheit nicht einschränkt, dann ist man Kompatibilitist. Oder man sagt, dass die Welt nicht determiniert ist und wir frei sind, dann ist man Inkompatibilitist und ein sogennanter Libertarier. Oder man sagt, dass es irrelevant für die Freiheitsfrage ist, ob die Welt determiniert ist, dann ist man Agnostiker. Ziemlich kompliziert, was?
Ihr seht an diesem Beispiel, dass Philosophie häufig mit ausufernden und manchmal der Intuition widersprechenden Weltanschauungen sowie mit komplizierten Begriffen für diese zu tun hat. Dennoch ist die Debatte sehr spannend, wenn man sich ein wenig reingefuchst hat!

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jun 1, 2017

Master live

Bewerbungsdschungel

Bewerbungsschreiben sind eine Kunst für sich. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Foto – es gibt eine Vielzahl an Dingen, die man dabei beachten muss. Und natürlich muss man sich dabei jedes Mal den spezifischen Anforderungen jeder einzelnen Stellenausschreibung anpassen. Bewerbungstrainer raten sogar, sich für jede Bewerbung einen ganzen Tag Zeit zu nehmen! Bei fünf, sechs potenziellen Arbeitgebern bedeutet das also einen ganzen Haufen Arbeit. Bleibt nur die Hoffnung, dass sich all das am Ende auch bezahlt macht.
Ich selbst werde mein Studium in gut zehn Monaten beenden und weil ich hoffe, im Anschluss direkt ins Berufsleben einzusteigen, bin ich jetzt schon auf Jobsuche. Ich möchte ein Redaktionsvolontariat in der bayerischen Hauptstadt München absolvieren, bei dem ich nicht nur meine bisher erworbenen Fähigkeiten weiterentwickeln, sondern von dem ich auch finanziell mein tägliches Leben bestreiten kann. Denn nachdem ich während meines Studiums hauptsächlich durch meine Eltern gesponsert wurde, ist es allmählich an der Zeit, auf meinen eigenen Beinen zu stehen.
Um also möglichst erfolgreich zu sein, lautet mein Motto fürs Bewerben: Masse UND Klasse. Egal, wie viel Mühe man sich mit einer Bewerbung auch gibt, man sollte sich sicherlich nicht darauf verlassen, mit einer alleine den Jackpot zu knacken. Deshalb konzentriere ich mich bei der Stellenrecherche nicht nur auf meine absoluten Favoriten, sondern bewerbe ich mich bei einem breiten Spektrum von Arbeitgebern. Manchmal sind nämlich gerade die kleinen Firmen jobtechnisch ein wahrer Goldschatz, denn nur weil am Klingelschild kein großer Name steht, heißt das ja nicht, dass man hier nicht trotzdem tolle Arbeit leisten und viel dazu lernen kann. Um jene Stellenausschreibungen zu finden, muss man das Internet allerdings etwas genauer durchforsten. Und das – ebenso wie die Bewerbungen an sich – braucht eben seine Zeit. Wahrscheinlich ist es das Beste, sich fürs Bewerben einfach mal ein paar Tage freizuschaufeln.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2017
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 24, 2017

Master live

Bohnen, Lavendel und Wildblumen

Am Wochenende haben wir es in der WG endlich geschafft, den Balkon neu zu bepflanzen. Unser neuer Mitbewohner hat auch mitgeholfen. Es ist immer ein schönes Erlebnis, wenn man gemeinsam Entscheidungen trifft und zusammen so einen viel genutzten Teil der WG verschönert. Voriges Jahr war es so, dass wir uns nach der Balkonaktion jeden Tag darüber gefreut haben, wenn wieder ein Samen gekeimt oder eine Blüte aufgegangen ist.
Wir säen immer im April oder Mai aus, einige Pflanzen kaufen wir fertig und setzen sie nur in größere Töpfe. Im vergangenen Jahr haben wir selbst Spinat gesät, von dem wir mehrere große Ernten genießen durften. Außerdem haben wir im Spätsommer fünf Kürbisse, einige Tomaten, acht Bohnen und ganze drei Erdbeeren aus eigener Anzucht gegessen! Gut gedeihen insbesondere die ganzen Kräuter wie Basilikum, Salbei, Pfefferminze, Rosmarin, Lavendel und Kapuzinerkresse. Das ist alles wie wild gewachsen, wir kamen mit dem Abernten kaum hinterher! Daraus haben wir Salbeitee gemacht, wenn wir krank waren, Cocktails aus der Pfefferminze und Rosmarin darf sowieso in keinem Essen fehlen ... Dieses Jahr haben wir Gartenkresse und viele Wildblumen gesät. Ich freue mich schon auf die ersten Sprösslinge, die wir hegen und pflegen können. Außerdem haben wir viele Tomaten- und Chilipflanzen. Da wir alle gerne scharf essen, eignet sich das besonders gut.
Aber mal abgesehen von den kleinen Freuden, etwas selbst Gezogenes zu essen, ist es einfach schön, auf einem grünen, bepflanzten Balkon in der Sonne sitzen zu können und viele Bienen und Hummeln summen zu hören.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
May 24, 2017