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Kurztrip nach Wien

Autor:
Moni

Rubrik:
studium

13.03.2020

Zum Auftakt der Ferien fuhren mein Freund und ich für ein verlängertes Wochenende nach Wien. Ich war noch nie dort, hatte aber immer das Gefühl, dass es eine Stadt ist, in der ich mich wohl fühlen würde. Eine Freundin von mir, die dort wohnt, überließ uns für die paar Tage netterweise ihre Wohnung, da sie sowieso die meiste Zeit bei ihrem Freund verbrachte. Der Aufenthalt fing auch schon sehr vielversprechend an: Wir verabredeten uns mit meiner Freundin im bekanntesten Büchercafé Wiens – und trafen dort auf den berühmten Schauspieler Christoph Waltz! Was für ein Zufall! Allerdings bekamen wir mit, wie jemand ihn um ein Foto bat und er höflich ablehnte, also erfreuten wir uns einfach aus der Ferne daran, im selben Café zu sein wie er.
Am selben Abend waren wir mit meiner Freundin und ihrem Freund im Theater verabredet und entschieden uns spontan, vorher noch Italienisch essen zu gehen. Letztendlich stellte sich heraus, dass es kein regulärer Italiener war, so wie wir es angenommen hatten: Der Freund meiner Freundin hatte einen Tisch im Restaurant des 5-Sterne-Hotels Ritz-Carlton reserviert und bestand darauf, uns einzuladen. Ein sehr seltsames Erlebnis, eine winzige Portion Nudeln für 20 Euro zu essen und dazu ein Getränk zu schlürfen, das ebenfalls fast genauso teuer war. Wir fühlten uns ein wenig fehl am Platz, aber ein lustiges Erlebnis war es auf jeden Fall. Das Theaterstück „Die Stühle“ von Ionesco ließ uns ein wenig verwirrt zurück – dennoch war es ein schöner Abend abseits der Alltäglichkeit.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir relativ gemütlich. Am Sonntag gingen wir zum Brunch und fuhren zum Schloss Schönbrunn, um dort obligatorische Wien-Fotos zu knipsen. Am Nachmittag trafen wir meine Freundin und ihren Freund zum Eis essen und ließen den Abend mit einem Kinofilm ausklingen. Den Montag widmeten wir einer kleinen Buchhandlungstour. Ich bin sehr dankbar, dass mein Freund meine Leidenschaft für Bücher teilt und die Stöberstunden nicht nur duldete, sondern selbst interessante Bücher entdeckte. In einer der Buchhandlungen entdeckte ich zufällig das Korrekturexemplar eines Buches, das erst im Sommer erscheint und zu dessen Erscheinung ich schon fast die Tage runterzählte. Ich sprach die Buchhändlerin darauf an und konnte mein Glück kaum fassen, als sie sagte, dass sie es mir einfach mitgeben würde. Am Nachmittag aßen wir Sachertorte in einem der bekanntesten Kaffeehäuser Wiens – ein bisschen Klischee-Tourismus muss schließlich auch sein!
Insgesamt waren die Tage in Wien eine wundervolle Auszeit. Wie erwartet, habe ich mich in der Stadt sehr wohl gefühlt: Mir gefällt es sehr, dass es eine Großstadt ist, die aber trotzdem eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit hat. Die schönen Cafés und Buchläden haben ihren ganz besonderen Charme. Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal dort!

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