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Medizin studieren

Heimweg

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

20.01.2014

Jetzt weiß ich wieder, warum ich in den letzten acht Monaten genau dreimal daheim in Nürnberg war. Die Fahrerei ist einfach enorm nervig. Gut, fünf Stunden mit dem Auto sind okay, vor allem weil das einigermaßen komfortabel ist. Aber die letzte Fahrt … Spaß ist was anderes! Ich habe für die 480 Kilometer knappe zehn Stunden gebraucht. Mit dem Zug wären es nur sieben Stunden gewesen, aber wer hat schon 110 Euro für das einfache Ticket?

Da ist es schon erschwinglicher, erst nach Köln zu fahren, dank Semesterticket für lau, um von dort die restlichen Kilometer mit dem Bus anzutreten. Dafür zahlt man dann knappe 40 Euro. Ein erheblicher Unterschied zur Bahn. Trotzdem hat es seinen Preis, denn Bahn und ADAC-Postbus stimmen ihre Fahrpläne nicht aufeinander ab, sodass man teilweise recht lang in der Gegend rumsteht und Däumchen drehen muss. Oder aber verzweifelt die Bushaltestelle sucht und feststellen muss, dass Bahnhof und Bushaltestelle nicht im entferntesten benachbart sind.

Dann stapft man mit Sack und Pack durch die Stadt und verflucht jedes T-Shirt, jede Hose und jeden Pulli, den man vorsorglich eingepackt hat und vermutlich nicht anziehen wird. Aber gut, damit muss man leben.

Wenigstens ist die Ankunft in der Heimat dann umso schöner. Es tut eben doch gut, wieder mal bekannte Gesichter zu sehen!

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