interaktiv

Au-pair

Was für ein Bewerbungsstress

Autor:
Katharina

Rubrik:
auszeit nach dem abi

28.11.2007

Vor zwei Monaten war es so weit: Ich erhielt meine kompletten Bewerbungsunterlagen für ein Jahr als Au-pair in Amerika.

Genauso sehr, wie ich mich vorher auch darauf freute, so musste ich mir bei der Durchsicht der vielen Formulare die Augen reiben. Natürlich wusste ich schon grob, was auf mich zukommen würde, beispielsweise die Aufforderung zur Beantragung eines polizeilichen Führungszeugnisses oder eine Fotocollage für die Gastfamilie zu erstellen. Doch wozu braucht die amerikanische Regierung eine schriftliche Bestätigung einer Person meines Bekanntenkreises, welche mich als verantwortungsvollen Menschen identifiziert, oder die Telefonnummer meiner Schule?

Nicht nur bei diesen Vordrucken habe ich mich doch sehr über die amerikanische Genauigkeit wundern müssen. Doch zu meiner Beruhigung konnte ich vor wenigen Tagen feststellen, dass ich nicht die Einzige bin, die bei Unterlagen dieser Art die Stirn runzeln muss: Wichtiger Bestandteil der Bewerbung ist ein Formblatt über meine seelische und körperliche Au-pair Eignung, welche von meiner Ärztin bestätigt werden muss. Diese konnte sich ein Schmunzeln beim Ausfüllen nicht verkneifen. Ich jedenfalls fühlte mich etwas unwohl, Fragen über meine Krankenhausbesuche oder ähnliches beantworten zu müssen.

Leider haben die Amerikaner, welche dieses Formblatt schrieben, einen Stolperstein für alle deutschen Au-pair Bewerber eingebaut: Man muss entweder gegen Tuberkulose geimpft sein, oder einen Hauttest durchführen lassen, welcher eine Infektion ausschließt. Jedoch gibt es diesen Hauttest in Deutschland nicht mehr. Nun bin ich gespannt, wie ich dieses Problem lösen kann und welche unerwarteten Dinge noch auf mich zu kommen werden.

 

Diesen Artikel teilen