interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Eine neue Zeit bricht an

Autor:
Nadine

Rubrik:
orientieren

25.09.2015

Auf die Nachricht, dass ich eine der wenigen unter meinen Freunden sein werde, die dieses Wintersemester sicher nicht anfangen werden zu studieren, folgte eine Phase der Enttäuschung. Nun macht sich aber langsam wieder etwas Vorfreude auf die kommenden Monate breit. Um die Zeit bis zum kommenden Sommersemester zu überbrücken, hatte ich drei Möglichkeiten:

Die erste bestand aus der Idee, mich noch spontan für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu bewerben. Da ich allerdings nie geplant hatte, ein solches zu machen, hatte ich keine Ahnung, wo ich es absolvieren könnte. Und dann wäre da noch das offensichtliche und wahrscheinlich auch größte Problem: Ich bin für die Bewerbung schon viel zu spät dran! Ich müsste also hoffen, dass sich irgendwo noch ein geeignetes Plätzchen für mich finden lässt. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich mit dieser Entscheidung beziehungsweise mit dem Platz, den ich bekommen würde, glücklich wäre.

Die zweite Möglichkeit wäre, zu Hause zu bleiben, ein weiteres halbes Jahr zu jobben und zwischendurch Praktika in verschiedenen Unternehmen zu machen. Dadurch könnte ich weitere Berufsfelder entdecken, sodass ich mich in der nächsten Bewerbungsphase neben Psychologie noch für einen oder mehrere andere Studiengänge bewerben kann. Somit hätte ich sozusagen einen Plan B in der Tasche, der meine Aussichten auf einen Studienplatz für das nächste Semester verbessern könnte.

Doch der Grund, weshalb diese Möglichkeiten für mich trotzdem nicht attraktiv erscheinen liegt darin, dass meine besten Freunde alle einen Studienplatz bekommen haben und von hier wegziehen werden. Sie wohnen bald in ihrer ersten eigenen Wohnung und lernen neue Leute kennen. Währenddessen würde für mich alles mehr oder weniger beim Alten bleiben.

Darum habe ich mich für die dritte und letzte Möglichkeit entschieden: Ich werde ins Ausland gehen. Ich sehe die Tatsache, dass ich keinen Studienplatz bekommen habe, also jetzt als zweite Chance dafür, meinen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen. In den nächsten Wochen erzähle ich euch, wie meine Planung vorangeht.

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