interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Team Outback

Autor:
Nadine

Rubrik:
orientieren

30.01.2017

Nach langem Hin und Her habe ich doch noch einen Weg gefunden, durch das Outback von Australien zu reisen. Da ich selbst kein Auto habe, suchte ich verzweifelt nach einer Mitfahrgelegenheit. Flüge von Cairns nach Alice Springs hätten mein Budget jedoch leider gesprengt und so hatte ich mich schon mit dem Gedanken abgefunden, diesen Teil Australiens auszulassen. Doch wie es das Schicksal so wollte, meldete sich sehr kurzfristig noch eine Deutsche auf meine Suchanzeige. Sie hatte ein eigenes Auto und noch einen Platz frei, quasi perfekt. Der einzige Haken war, dass es bereits am nächsten Tag losgehen sollte. Ich schmiss also meine Planung mal wieder über Bord und beschloss, mich ihr anzuschließen. Dies war wahrscheinlich die beste Entscheidung, denn heute kann ich sagen, dass der Roadtrip durchs Outback zu meinen absoluten Australien-Highlights gehört.
In einer Karawane von sieben Autos und insgesamt 20 Personen haben wir uns anfangs von Cairns aus auf den knapp 2.750 Kilometer langen Weg Richtung Ayers Rock gemacht. Dort angekommen sind wir allerdings nur noch mit der Hälfte der Gruppe. Gleich am ersten Tag hat der Motor des ersten Autos den Geist aufgegeben und nach etwa der Hälfte der Strecke haben sich ein paar weitere dazu entschlossen, lieber Richtung Norden nach Darwin weiterzufahren.
Mit dem Kern der Gruppe waren wir sechs Wochen lang unterwegs und sind in dieser Zeit zu einer richtig guten Truppe zusammengewachsen. Dies lag unter anderem daran, dass es im Outback meist keinen Handyempfang gab, weshalb wir abends beisammen saßen und uns miteinander unterhielten, anstatt übers Handy mit Freunden vom anderen Ende der Welt zu sprechen. Wir sind zwar, wenn es unterwegs nicht viel zu sehen gab, den Großteil des Tags nur gefahren, doch sobald es dunkel wurde, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Abends bauten wir die Zelte auf, kochten mit dem Campingkocher Essen und machten Lagerfeuer. Wir nutzen es nicht nur als Wärme- und Lichtquelle, sondern manchmal auch zum Grillen. Wir hatten in dieser Zeit zwar nicht viel, nur Autos, Zelte und ein paar Essensvorräte, doch mehr brauchten wir auch irgendwie nicht, um eine gute Zeit zu haben. Wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist, spielt der Rest eben keine allzu große Rolle mehr.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.