interaktiv

Zwischen Schule und Beruf

Zwischen Warten und Wandel

Autor:
Nina

Rubrik:
orientieren

10.08.2018

Da war er endlich: der langersehnte Anruf der Firma, bei der ich mich für meine zweite Ausbildung, dieses Mal für die zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, beworben hatte. Wie lang vier Wochen wirken können, weiß man, wenn man auf etwas wartet.
Dann kam die ernüchternde Nachricht: Wie ich befürchtet hatte, klappt es dieses Jahr nicht mehr. Aber für nächstes Jahr darf ich mich gerne noch einmal bewerben. Das ist einerseits sehr nett, aber andererseits bin ich dann 28 Jahre alt, wenn die Ausbildung losgehen soll – in meinen Augen ziemlich alt. Schon während meiner ersten Ausbildung gehörte ich zu den ältesten Azubis – und das mit nur 24 Jahren.
Nun heißt es also: Plan erstellen. Wenn ich die Ausbildung 2019 wirklich starten möchte, muss ich mir eben überlegen, was ich bis dahin mit meiner Zeit anfange. Weiter im Kino arbeiten als ungelernte und nicht gut bezahlte Fachkraft? Oder nach einem anderen Job Ausschau halten? Auch wenn es sich nur um einen Job für ein Jahr handelt – wenn mir der Job nicht gefällt, kann sich das Jahr sehr ziehen.
Mir stehen also wieder lange Nächte bevor, tagelanges Grübeln, Gespräche mit Freunden und Mama beraten und letztendlich eine Entscheidung für mich. Ich stehe nun also im Schwebezustand zwischen Studium, Beruf und Ausbildung, zwischen Warten und Wandel. Wo es mich genau hinführen wird, kann ich noch nicht sagen. Aber ich werde geduldig sein und für meinen Traumjob kämpfen.

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