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100 erste Tage an der Uni

Trunken, so fühle ich mich

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Rubrik:
orientieren

26.11.2008

Trunken, so fühle ich mich im Moment. Ein gewisses Torkeln ist in meinem Gang, Unsicherheit, Zögern. Tausend Dinge drehen sich in mir und verdrehen mir den Kopf. Organisation und Struktur, Disziplin und Konzentration, dies sind die Schlagworte, die so gar nicht zu mir passen, auf die es aber im Studium - dessen bin ich mir nur allzu sehr bewusst - ankommt. Was muss ich, was will ich und was kann ich? Wie bringe ich all meine Wünsche, Bedürfnisse und die an mich gestellten Forderungen in Einklang? Dass dies genau das richtige Studium für mich ist, das ist mir inzwischen klar, das ist ein gutes Gefühl. Dass Leipzig eine spannende Stadt ist und Studenten viel bietet, das auch.

Wenn es aber etwas konkreter wird und ich von einer Vorlesung zur anderen radele und mich dabei mit den Tücken regennassen und spiegelglatten Kopfsteinpflasters auf atemberaubende Weise vertraut mache und danach feststelle, dass mir das Licht von der Halterung gezogen wurde, und ich während der Suche nach einem Fahrradladen für entsprechenden Ersatz eigentlich nur an dieses Mädchen, das sich in der gestrigen Vorlesung neben mich setzte, denken kann, dann komme ich mir trunken vor und wünsche mir etwas Sonnenschein.

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