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Umgang mit dem Tod

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

14.03.2019

In meinem Beruf bin ich viel mit Menschen in Kontakt. Tagtäglich sehe ich Leid und Traurigkeit. Oft auch Freude und Dankbarkeit. Ich sehe Menschen, die um ihr Leben kämpfen. Menschen, die diesen Kampf gewonnen haben, aber auch Angehörige, die um einen geliebten Menschen trauern. Mich treffen alle möglichen Emotionen: Wut. Angst. Verzweiflung. Liebe. Trauer. Überraschung. Fassungslosigkeit.
Und auch wenn ich bereits in meinem Freiwilligenjahr oft mit dem Tod konfrontiert wurde, ist es jedes Mal anders.
Da das Thema hochsensibel ist, gab es bereits in meinem ersten Theorieblock meiner Ausbildung ein Sterbeseminar, in dem wir Möglichkeiten besprochen haben, mit dem Tod umzugehen. Denn es kann jeden von uns Schülern leider immer unvorbereitet treffen, auch wenn unsere Dozenten versuchen, uns möglichst lange davor zu bewahren. Daher sollten wir uns mit dem Thema befasst haben, bevor uns eine solche Situation begegnet.
Es ist nie schön, wenn ein Mensch stirbt. Und auch wenn ich ihn nur durch meine Arbeit kenne, leide ich manchmal mit. Und das ist auch in Ordnung. Natürlich muss man in diesem Beruf versuchen, sich emotional nicht zu sehr mitnehmen zu lassen. Doch würden mich solche Dinge nicht berühren, würde ich mich fragen, ob ich überhaupt noch menschlich bin.

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