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Studentenleben live

Semesterferien

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

23.08.2013

Es herrscht vorlesungsfreie Zeit. Das heißt nicht, dass alle Studenten für zwei Monate am Strand liegen und nichts tun, auch wenn das vielen zustehen würde und manche es vielleicht tatsächlich machen. Nein, in den meisten Fällen sind die sogenannten Semesterferien Prüfungs- und Praktikumszeit. Ich habe mich dafür entschieden, drei Wochen in einer Firma am Band zu arbeiten, um etwas Geld zu verdienen. Die meisten meiner Kommilitonen nutzen diesen Sommer für Berufspraktika, aber ich habe in diesem Sommer noch Bedeutenderes vor.
Ich habe ja schon erwähnt, dass ich meinen Studienort im letzten Semester gewechselt habe. Für mich ist das eine Möglichkeit, einen kleinen „Neustart“ zu machen und neue Menschen, eine neue Stadt und eine andere Uni mit anderen Schwerpunkten kennenzulernen. So oder so ähnlich habe ich das auch damals in meiner Bewerbung formuliert. Aber um ehrlich zu sein, steckt hinter diesem Wechsel in erster Linie ein ganz bestimmter Mann. Ihr ahnt es schon, es geht hier um eine Liebesgeschichte.

Fernab der Uni sind da nämlich Dinge ins Rollen gekommen, die mich mehr beeinflussen und inspirieren als das beste Fach. Vor einem Jahr haben mein Freund und ich uns verlobt und im Zuge dessen sollte der Fernbeziehung ein Ende gesetzt werden. Kurzerhand hab ich mich nach allen Richtungen informiert und kam dann auf die Idee, meinen Studienort in seine Nähe zu verlegen. Schließlich muss doch dieser Bologna-Prozess für etwas gut gewesen sein und das Bachlor-Master-System wurde ja eingeführt, damit wir Studenten einfacher zwischen den Unis wechseln können.

In der Theorie stimmt das auch alles und mir haben sich prinzipiell auch keine Türen für diesen Wechsel verschlossen, aber so einfach, wie es wohl gedacht war, ist es leider überhaupt nicht. Mein „Wechselsemester“ war geprägt von unzähligen Besuchen bei Univerwaltungen und wurde oft gestört durch Verständigungs- und Koordinationsprobleme. Aber was macht man nicht alles für die Liebe? Jetzt, wo ich in der neuen Stadt angekommen bin, muss ich auch sagen, dass es sich für mich schon gelohnt hat. Bayreuth ist ein süßes Städtchen, in dem ich mich gleich wohl fühlte. Ich habe auch den Eindruck, dass die Studenten hier besser betreut werden und die Geoökologie einen höheren Stellenwert am Campus zu haben scheint.

Für meinen Ferienjob bin ich gerade wieder bei meinen Eltern. Nebenher muss ich mich um unsere anstehende Hochzeit und den Umzug kümmern. Zu allem Überfluss sollte auch noch für die Uni einiges gemacht werden, aber daran ist jetzt nicht zu denken. Vor allem jetzt, wo doch eigentlich Semesterferien sind und ich doch an irgendeinem See grillen sollte, um die lauen Augustabende zu genießen. Wenn das vor lauter Hochzeitsstress nichts mehr mit dem lauen Sommerabend am See wird, dann habe ich aber immer noch die Hoffnung, dass ich die Entspannung zusammen mit meinem Ehemann in den Flitterwochen in Griechenland finden werde.

 

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