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Studentenleben live

Meine letzten Tage als Praktikantin

Meine Tage als Praktikantin sind gezählt. Es sind noch genau vier an der Zahl! Danach entschwinde ich erst einmal für einen Heimaturlaub in den Norden. Vermutlich das letzte Mal vor Weihnachten. Knapp dreieinhalb Wochen kann ich einfach nur tun und lassen, was ich möchte. Glaubt mir: Ich werde es vollkommen auskosten! Im Oktober geht es schließlich mit dem Masterstudium los und da ist Ausschlafen beispielsweise nur am Wochenende angesagt.

Irgendwie habe ich es noch gar nicht richtig realisiert, dass ich in vier Tagen meinen allerletzten Tag als Praktikantin habe: Im Master möchte ich nämlich eigentlich kein Praktikum mehr machen. Ich komme bereits auf knapp anderthalb Jahre Berufserfahrung, die ich während meiner Praktika gesammelt habe. Vier Monate während des Bachelorstudiums und jetzt elf Monate vor meinem Master. Ich möchte mir dieses letzte Praktikum in meinem Masterstudium anrechnen lassen und somit ein Semester sparen. Im positiven Fall würden mich also zwei Semester Vorlesungen und eines für die Masterarbeit erwarten. Wenn man bedenkt, wie schnell das letzte Jahr vorüber gegangen ist, dann wird mir das Masterstudium wahrscheinlich auch nur wie ein kurzer Augenblick vorkommen. Überspitzt gesagt, versteht sich. In der Realität stehen natürlich wieder jede Menge Präsentationen, Klausuren und gespanntes Warten auf die Ergebnisse an. In diesen Momenten wird sich das Zeitgefühl sicherlich in das andere Extrem verzerren. All das ist aber noch Zukunftsmusik. Jetzt heißt es erst einmal: Der Countdown läuft… Noch vier Tage!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 9, 2013

Studentenleben live

Wer wohl heute bei mir wohnt?

Wohnheime sind eine praktische Wohnform. Man muss sich um fast nichts kümmern: man hat eine Warmmiete, die Mülltonnen stehen einfach vor der Tür und wenn etwas kaputt ist, kann man dem Hausmeister einen Zettel in den Briefkasten werfen. Spätestens zwei Tage später kommt er dann vorbei und repariert es. Dafür muss man leider auch akzeptieren, dass viele Dinge über den eigenen Kopf hinweg entschieden werden. Jedes Mal in den Semesterferien ist es eine Überraschung, welcher ERASMUS-Studi oder Sprachschüler wohl jetzt bei uns wohnt. Es gibt ein Zimmer in unserer Fünfer-WG, das für ausländische Studierende reserviert ist. Das ist für sie natürlich eine gute Sache, so können sie vielleicht aus der ERASMUS-Blase entkommen und leichter deutsche Freunde finden. Wenn man aber in den Semesterferien länger weg war und wieder nach Hause kommt, muss man sich fragen: Wer wohl heute bei mir wohnt? Er oder sie steht nämlich unvermittelt im Flur und versucht uns in mal besserem, mal schlechterem Englisch oder auf Deutsch klarzumachen, dass er oder sie jetzt hier wohnt. Das erste Mal war ich noch überrascht, als Paco aus Spanien in das (wie ich dachte) freie Zimmer spazierte. Inzwischen nehme ich es einfach hin, dass hier ständig neue Leute einziehen. Im August stand zum Beispiel Duncin aus den USA bei mir im Gang und wollte für vier Wochen bei uns wohnen. Warum nicht? Es wird schon mit dem Hausmeister abgesprochen sein, sonst hätte er ja keinen Schlüssel für den Raum. Duncin war mit einer Gruppe anderer Amerikaner hier, um das umweltbewusste deutsche Leben kennenzulernen, mit öffentlichem Nahverkehr, Solarenergie, Mülltrennung und Pfandsystem. Erstaunlich, dass Menschen aus einem der modernsten Länder der Welt zu uns kommen, um etwas zu lernen. Manchmal kommen auch Studis, die Sprachkurse belegen, Fortbildungen machen oder Praktika absolvieren.

Die Abwechslung ist schön und es wird einem nie langweilig, aber manchmal frage ich mich, ob ich es merken würde, wenn einfach irgendjemand behaupten würde, unser neuer Mitbewohner zu sein. Wahrscheinlich nicht.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Sep 5, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Sep 5, 2013

Studentenleben live

MMS - Mein Master-Stundenplan

Er kam heute per E-Mail. Da wir in meinem Studiengang nur sehr überschaubare 35 Studenten sind, läuft quasi alles von allein. Eine Kursregistrierung wie noch im Bachelor ist nicht nötig: Hier war der Großteil der 120 Studenten besonders scharf auf einen ganz bestimmten Kurs war und stand deshalb sogar früher auf, um sich rechtzeitig um acht Uhr morgens dafür zu registrieren – zum Glück ist es jetzt anders! Im Master „International Marketing Management“ haben alle denselben Stundenplan. Erst im zweiten Semester kann man sich für ein zusätzliches Wahlfach entscheiden. Welche genau zur Auswahl stehen, wird man dann sehen. Jetzt freue ich mich erst einmal auf die Einführungsveranstaltung Anfang Oktober, bei der ich nicht nur meine Kommilitonen, sondern natürlich auch die Professoren kennenlerne. Laut der Studienkoordinatorin kommen die Studenten meines Studiengangs aus Deutschland, den USA, Rumänien, Italien, Bangladesch, Indien und noch einigen anderen Länder.

Ich habe schon überlegt, mich für ein Tandem-Programm anzumelden, um meine Fremdsprachenkenntnisse ein wenig auf Vordermann zu bringen. Italienisch reizt mich sehr. Allerdings habe ich vor einigen Jahren nur einen Crash-Sprachkurs besucht. Meine Kenntnisse sind daher nicht gerade die besten. Rumänisch hätte ich jetzt fließend sprechen können, wenn ich mich damals nicht geweigert hätte, zweisprachig aufzuwachsen. Da meine Mutter 13 Jahre in Rumänien gelebt hat und auch meine Großeltern geborene Rumänen sind, wäre es eigentlich perfekt gewesen. Wenn mein Dickkopf bloß nicht gewesen wäre. Ich denke, ich entscheide mich für Französisch. Diese Sprache habe ich vier Jahre in der Schule gelernt und während meines Bachelors in einem Sprachkurs für Fortgeschrittene noch einmal aufgefrischt. Wie viel tatsächlich hängengeblieben ist, habe ich in meinem Paris-Urlaub vor einer Woche festgestellt: Es war wirklich mehr als ich dachte! Die Grammatik klappte gut, es sind nur die Vokabeln, die mich zum Grübeln brachten. Aber daran soll es ja nicht scheitern! Vokabeln kann man schließlich wieder lernen… N’est-ce pas?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 2, 2013