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Studentenleben live

Aufstehen für die Jungs

Bayreuth hat sich in der Vergangenheit nicht nur einen Namen mit Wagner-Opern gemacht. Mittlerweile ist unsere Festspiel- und Universitätsstadt auch im Sport bekannt. Mit medi Bayreuth hat die Stadt eine Basketballmannschaft in der ersten Liga. Nach fast zwei Jahren hab ich es jetzt auch endlich mal geschafft, ein Spiel der Jungs anzuschauen. Mein erstes Basketballspiel überhaupt.

Huiui, da ist ganz schön was geboten. Böse Zungen behaupten, ein Spiel der deutschen Bundesliga sei wie aus einem schlechten amerikanischen Film entsprungen. Schließlich gibt es nämlich Cheerleader und Breakdancer. Der Hallensprecher hat mich an die Antreiber bei den Fahrgeschäften auf dem Rummel erinnert und insgesamt war das Spiel umrahmt von einer riesen Show. Das hat aber für richtig gute Stimmung gesorgt. Ich muss schon sagen, für die knapp sieben Euro, die ich ermäßigt bezahlt habe, war einiges zu sehen. Noch dazu haben medi Bayreuth bei diesem Heimspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg auch den Sieg geholt.

Ein paar Einzelheiten zum Abend: Der Starspieler Javon McCrea machte richtig viele Punkte. Auch schön war, dass seine Mutter dabei war. Mama McCrea wurde vom Hallensprecher überschwänglich begrüßt und schließlich stand die Mama heftig winkend von der Tribüne auf und das ganze Publikum jubelte ihr zu. Abgesehen vom ersten Viertel kamen die Ludwigsburger den Bayreuthern punktemäßig nicht gefährlich nahe. Medi Bayreuth dominierte auch durch viele Körbe von der Drei-Punkte-Linie. In den vier Mal zehn Minuten Spielzeit nehmen die Teams immer wieder Auszeiten, in denen die Cheerleader auftreten. Mit ihren Pompons und kurzen Röckchen haben mich die jungen Mädels in den ersten zehn Minuten ganz schön abgelenkt. Überhaupt weiß man fast nicht, wo man hinschauen soll, das Spiel ist sehr dynamisch und schnell. Zwischendurch kommt immer wieder der Mann mit dem Wischmopp, der dort, wo die Spieler zu Boden gingen den Schweiß wegwischt. Begleitet von den Trommelschlägen der Fans, wurden die Spieler angetrieben. Und dann hieß es immer wieder „Aufstehen für die Jungs!“. Soll heißen, alle stehen so lang auf, bis die eigene Mannschaft einen Korb macht. Die gut 3.000 Zuschauer machten Krach, immer wieder eingespielte Musik heizte die Stimmung noch mehr an. Abgesehen von dem Moment, in dem der Ball in der Luft hängt und alle gespannt verharren, ob er jetzt gleich im Korb landet, war es durchgängig laut in der Oberfrankenhalle.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 25, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 25, 2014

Studentenleben live

Bye, bye Studentenleben

Mein Verlobter und eine meiner engsten Freundinnen haben ihr Masterstudium im Spätsommer dieses Jahres sehr erfolgreich abgeschlossen. Ein Bewerbungsgespräch folgte dem nächsten und so ging es für beide schnell vom Studentenstatus zum Arbeitnehmerstatus. Nun beginnt also ein neues Leben – bei beiden in einer neuen Stadt.

Und was mache ich? Ich genieße noch die letzten Züge meines Studentenlebens. Sofern man es denn genießen nennen kann. Denn die Masterarbeit schreiben und nebenbei arbeiten gehen, kostet ganz schön viel Zeit – und Nerven! Meist bleiben nur die Abende oder die Samstag- und Sonntagsnachmittage für den Freizeitspaß. Und ganz ehrlich: Manchmal ist mir dann nach Ruhe. Jubel, Trubel und Heiterkeit werden da gerne mal gegen Couch, Popcorn und einen guten Film eingetauscht. Der Geist ist gefühlt permanent auf Achse, da darf es sich der Körper auch mal bequem machen. Nach der Masterarbeit habe ich bestimmt wieder mehr Zeit und Lust für die aufregenden Dinge im Leben – und Geld, wenn es gleich im Anschluss mit einem Job klappt. Dann kann ich endlichh den langersehnten Amerika-Urlaub planen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 25, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 25, 2014

Studentenleben live

Bei der Fremdenpolizei

Der tschechische Poleizeislogan „Pomáhat a chranit“ (schützen und helfen) war mir noch von meinem letzten Tschechienaufenthalt in ziemlich düsterer Erinnerung geblieben. Damals übersetzte ich mit onomatopoetischem Ansatz die Worte folgendermaßen: „Hier beißen Sie auf Granit“. Ich schob deshalb meine Registrierung bei der Fremdenpolizei sehr, sehr lange vor mir her. Behördengänge sind in Deutschland schon ein Alptraum, im Ausland sind sie noch schlimmer. Tatsächlich erwartete mich, als ich mich dann doch entschied, in den sauren Apfel zu beißen, ein graues, heruntergekommenes Gebäude, von dem ich zunächst dachte, es stünde leer.
Beim Eintreten schlug mir ein entsetzlicher Geruch entgegen und es schien, als würden sämtliche wartende Menschen schon mindestens eine Woche dort verbringen. An der Information erhielt ich zwei identisch unverständliche Formulare zum Ausfüllen. Natürlich hatte ich mein Wörterbuch parat und während der immerhin nur zweieinhalb Stunden Wartezeit konnte ich gewissenhaft sämtliche Angaben machen. Als schließlich meine Nummer aufgerufen wurde (ich konnte es tatsächlich im ersten Moment kaum glauben, als es soweit war), trat ich in ein Zimmer, dessen großer Schreibtisch fast die komplette Fläche des Raums einnahm. Auf der anderen Seite blickte mir ein ob meines (zwar gespielten aber dennoch fröhlichen) „Dobrý Den“ sichtlich begeisterter Beamter entgegen, der, meine Tschechischkenntnisse deutlich überschätzend, sehr wortreich antwortete. Er schien wider Erwarten ganz nett zu sein. Vielleicht wird einem hier ja doch geholfen?

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Nov 25, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Nov 25, 2014