interaktiv

Studentenleben live

Aufstehen für die Jungs

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

25.11.2014

Bayreuth hat sich in der Vergangenheit nicht nur einen Namen mit Wagner-Opern gemacht. Mittlerweile ist unsere Festspiel- und Universitätsstadt auch im Sport bekannt. Mit medi Bayreuth hat die Stadt eine Basketballmannschaft in der ersten Liga. Nach fast zwei Jahren hab ich es jetzt auch endlich mal geschafft, ein Spiel der Jungs anzuschauen. Mein erstes Basketballspiel überhaupt.

Huiui, da ist ganz schön was geboten. Böse Zungen behaupten, ein Spiel der deutschen Bundesliga sei wie aus einem schlechten amerikanischen Film entsprungen. Schließlich gibt es nämlich Cheerleader und Breakdancer. Der Hallensprecher hat mich an die Antreiber bei den Fahrgeschäften auf dem Rummel erinnert und insgesamt war das Spiel umrahmt von einer riesen Show. Das hat aber für richtig gute Stimmung gesorgt. Ich muss schon sagen, für die knapp sieben Euro, die ich ermäßigt bezahlt habe, war einiges zu sehen. Noch dazu haben medi Bayreuth bei diesem Heimspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg auch den Sieg geholt.

Ein paar Einzelheiten zum Abend: Der Starspieler Javon McCrea machte richtig viele Punkte. Auch schön war, dass seine Mutter dabei war. Mama McCrea wurde vom Hallensprecher überschwänglich begrüßt und schließlich stand die Mama heftig winkend von der Tribüne auf und das ganze Publikum jubelte ihr zu. Abgesehen vom ersten Viertel kamen die Ludwigsburger den Bayreuthern punktemäßig nicht gefährlich nahe. Medi Bayreuth dominierte auch durch viele Körbe von der Drei-Punkte-Linie. In den vier Mal zehn Minuten Spielzeit nehmen die Teams immer wieder Auszeiten, in denen die Cheerleader auftreten. Mit ihren Pompons und kurzen Röckchen haben mich die jungen Mädels in den ersten zehn Minuten ganz schön abgelenkt. Überhaupt weiß man fast nicht, wo man hinschauen soll, das Spiel ist sehr dynamisch und schnell. Zwischendurch kommt immer wieder der Mann mit dem Wischmopp, der dort, wo die Spieler zu Boden gingen den Schweiß wegwischt. Begleitet von den Trommelschlägen der Fans, wurden die Spieler angetrieben. Und dann hieß es immer wieder „Aufstehen für die Jungs!“. Soll heißen, alle stehen so lang auf, bis die eigene Mannschaft einen Korb macht. Die gut 3.000 Zuschauer machten Krach, immer wieder eingespielte Musik heizte die Stimmung noch mehr an. Abgesehen von dem Moment, in dem der Ball in der Luft hängt und alle gespannt verharren, ob er jetzt gleich im Korb landet, war es durchgängig laut in der Oberfrankenhalle.

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