Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Praktikum & Planungsworkshop

Generell war mein Arbeitsbeginn bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Sprung ins kalte Wasser. Die Kolleginnen kamen gerade aus ihren Urlauben zurück und machten sich direkt an die Stapel von Arbeit, die sich angehäuft hatten, ohne wirklich Zeit für mich oder ein einführendes Gespräch aufzubringen. Ich wurde eingespannt, ohne eine Idee vom weiteren Kontext des Programms und den internen Abläufen zu haben. Alles war zu erfragen: Wo sitze ich? Wo ist die Küche? Wie sind die Passwörter? Wo ist dies, wo ist jenes?

Gleich in meiner zweiten Woche ging es zu einem Planungsworkshop in einen Vorort von Lima. Es war etwas chaotisch, da ich diese Pläne gar nicht kannte und doch überrascht war, dass ich mitfahren würde. Das Tagungszentrum, in dem wir unterkamen, war dafür dann aber auch das Paradies schlechthin: sehr gutes und abwechslungsreiches Essen, schöne Zimmer und ein toller Seminarraum. Ich konnte so die Kolleginnen aus dem Vierländerprojekt persönlich kennenlernen und bekam eine Ahnung von den konkreten Punkten des Programms. Über kleinere Aktivitäten konnte ich mich zudem auch aktiv einbringen. Ich durfte etwa WarmUps leiten, den Kollegen zuarbeiten, Tageszusammenfassungen schreiben und eine komödiantische Show über die Highlights eines Vortages führen. Dennoch war es insgesamt sehr anstrengend für mich, da ich die meiste Zeit passiv blieb, viel zuhören musste und aufgrund der vielen Abkürzungen und nummerischen Projektbezeichnungen wenig verstand. Mir blieben nur die gelegentlichen Verständnisfragen an meine Sitznachbarinnen. So war ich alles in allem doch sehr froh, wieder nach Lima zurückzukehren.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 10, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 10, 2015

Studentenleben live

Morgenstund hat Schnee im Mund

Manchmal haben Mütter einfach nur Recht. Zum Beispiel bei der Frage, ob es ihrer Ansicht nach schon warm genug ist, die Leder- statt der Winterjacke anzuziehen. Erstere würde schließlich besser zum Outfit passen. Mama sagte nein und lag damit richtig. Am nächsten Tag klingelte sie mich um 5:55 Uhr aus dem Schlaf, um mir mitzuteilen, dass es zu Hause schneien würde und daher in Düsseldorf möglicherweise auch.

Moment – habe ich gerade wirklich von fünf vor sechs Uhr morgens geschrieben? Ich bin doch Studentin, um diese Zeit kann man vielleicht schlafen gehen, aber sicherlich noch nicht aufstehen. Während des Semesters klingelt mein Wecker in der Regel um acht, damit ich noch zwei Stunden lang dösen und mich ganz gemütlich fertig machen kann. Am Wochenende und in der vorlesungsfreien Zeit steht der Wecker meistens auf irgendeiner Zeit zwischen neun und elf, um wenigstens ein Mindestmaß an Rhythmus aufrechtzuerhalten. Seit es in der Nach-Abizeit auch ab und zu drei Uhr nachmittags wurde, gehe ich da kein Risiko mehr ein. Aber wenn der Abend mal sehr lang war, wird der Wecker trotzdem ausgeschaltet und bis mittags geschlafen.

Warum also sollte meine Mutter so früh anrufen? Auch noch während der Semesterferien?

Der Grund ist einfach: Mein Praktikum hat begonnen. Im Gegensatz zu Stadtbibliothek, Radio und anderen Betrieben, in denen Kommilitonen Praktika gemacht haben, fängt die Schule um acht Uhr morgens an. Zu meiner eigenen Schulzeit ließ sich durch den siebenminütigen Schulweg (rennend auch mal vier) auch bis mindestens halb sieben schlafen, ohne Duschen und Frühstück notfalls sogar bis halb acht. Und trotzdem frage ich mich, wie ich das 13 Jahre lang durchgehalten habe.

In Düsseldorf bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die nur alle 20 Minuten fahren und mit denen ich immerhin noch eine gute halbe Stunde bis zur Praktikumsschule unterwegs bin.

An jenem ersten Morgen mit leichtem Schneefall habe ich sicherheitshalber den Bus um kurz vor sieben genommen, weil ein paar Schneeflocken den öffentlichen Nahverkehr ja schon mal vollkommen lahmlegen können. Das bedeutete also: aufstehen um sechs.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 9, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 9, 2015

Studentenleben live

Mitbewohner gesucht!

Jetzt wird es ernst. Voraussichtlich Anfang Juli ziehen Lisa und Catha aus unserer Mädels-WG aus und hinterlassen damit zwei Zimmer, für die wir Nachmieter suchen. Seit zwei Tagen ist unsere Anzeige nun online, was bedeutet, dass die ganze Sache so langsam Gestalt annimmt.

Inzwischen wohnen wir vier seit eineinhalb Jahren zusammen und momentan läuft alles besser als je zuvor. Keiner klaut Schokolade oder Waschmittel und niemand beschwert sich über den nicht rausgebrachten Biomüll. Stattdessen haben sich alle ganz doll lieb. Wir probieren zusammen jede erdenkliche Lasagne-Variante aus, backen Waffeln und bestellen Pizza, während der Bachelor im Fernsehen seine Rosen verteilt. Wenn es nach mir ginge, könnte das ruhig ewig so weitergehen. Wieso muss das alles gerade jetzt enden?

Immer heißt es, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, aber ist das nicht eigentlich total blöd? Wer kann mir denn sagen, was danach kommt? Vielleicht ist das Ganze aber auch einfach ein neues Abenteuer, denn, wenn ich ganz ehrlich bin, ein bisschen neugierig bin ich schon. Außerdem macht es irgendwie Spaß, mal auf der anderen Seite zu sitzen und selbst zu bestimme, wer zu einem WG-Casting eingeladen wird und wer nicht. Ich weiß zwar, dass Göttingen eine Stadt ist, die an chronischem Wohnungsmangel leidet, aber dass wir so schnell die ersten Reaktionen auf unsere Anzeige bekommen würden, hätte ich dann doch nicht gedacht. Schon nach einer halben Stunde trudelten die erste Mail ein: Anika, 23, Ostasienwissenschaften. Das klingt doch für den Anfang schon mal ganz nett und trotz der ganzen Bedenken bin ich mir irgendwie doch sicher, dass wir zwei neue, coole Leute für unsere Bude finden werden.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 9, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 9, 2015