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Studentenleben live

Probleme mit der Bachelorarbeit (Teil 2)

Das Bauchgrummeln wuchs in den folgenden Tagen und an dem Tag, bevor ich erneut zur Sprechstunde der Dozentin sollte, war ich vollkommen am Ende. Ich konfrontierte erst eine Freundin und dann meine Eltern mit der Idee, die Bachelorarbeit einfach sausen zu lassen. Der Dozentin könne ich doch nicht mehr vertrauen, bei der wollte ich auf keinen Fall mehr schreiben. Außerdem würde ich vermutlich ohnehin für mein Zweitstudium eine neue Bachelorarbeit schreiben müssen und könnte mir diese hier nicht anrechnen lassen. Zum Glück zeigten Mama und Papa mal wieder ihre Fähigkeiten als Superhelden-Eltern und gingen mit mir alle möglichen Optionen durch. Die Devise am Ende lautete: Die Dozentin kann mir nichts. Im Notfall könnte ich immer noch hinschmeißen. Ich würde aber auf jeden Fall zu diesem Termin gehen, mit ihr sprechen und sie fragen, ob sie mir ein neues Thema geben könne.

Am nächsten Morgen stand ich pünktlich um kurz nach neun vor der Tür der Dozentin. Wirklich nett zu sein, schaffte ich leider nicht, aber immerhin konnte ich es dank Pokerface vermeiden, richtig unfreundlich zu werden. Die Dozentin redete und redete und hatte plötzlich diverse Vorschläge, was ich sonst mit Produktnamen machen könnte. Hätte sie mir das ein paar Wochen früher gesagt, hätte mir das gut gefallen, sodass ich sofort motiviert an die Sache herangegangen wäre. So war ich nur mittelmäßig begeistert. Ich nickte zwar schließlich ein Thema ab, aber wirklich Lust darauf hatte ich nicht, was besonders der wenigen verbleibenden Zeit geschuldet war. Ab Mitte August habe ich geplant, durch Deutschland zu touren und Menschen zu besuchen, die ich viel zu selten sehe – das bedeutet, dass ich am 31. Juli mit der Bachelorarbeit fertig sein muss, um noch genug Zeit zu haben, alles genau zu überarbeiten. Ob acht, neun Wochen für eine komplette Bachelorarbeit reichen würden?

Trotz Zeitnot beschloss ich, erst einmal eine Woche Auszeit zu nehmen, um in Ruhe darüber nachdenken und mich vor allem auch nach dem Stress der letzten Tage mal entspannen zu können. Vielleicht würde diese Woche mir helfen, meine Motivation wiederzufinden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 24, 2015

Studentenleben live

Im Fotostudio um die Ecke

Gleich zu Beginn meiner Zeit in Lima hatte ich beim Salsatanzen einen sehr netten Fotografen kennengelernt, den ich vor kurzem zufällig an einem Kiosk wiedergetroffen habe. Wenngleich Lima eine Zehn-Millionen-Stadt ist, sind es doch nur fünf Bezirke, in denen sich meine Freunde und Bekannten aufhalten. Ich selbst bin am häufigsten in Barranco, Miraflores und San Isidro – den schönsten Ecken, die Lima zu bieten hat.

Das spontane Zusammentreffen mit Guillermo habe ich genutzt, um einen Abstecher in sein Studio zu machen. Ohne seine Begleitung hätte ich das nie gefunden. Es liegt ganz versteckt im Hinterhaus eines unscheinbaren Gebäudes, an dem noch nicht mal ein Schild angebracht ist. Vielleicht ist das aber auch besser so, denn die Ausstattung innen ist technisch auf dem neuesten Stand. Guillermo hat er mir ein paar seiner Werke gezeigt und mir spannende Geschichten seiner letzten Reisen erzählt, bei denen viele der Bilder entstanden sind.

Anschließend haben wir uns verabredet, am Wochenende ein paar „langweilige“ Bewerbungsfotos zu machen. Meine Mitbewohnerin ist mitgekommen und hat beim Haare zurechtrücken und Licht einfangen geholfen. Nachdem dieser offizielle Teil geschafft war, haben wir mit Licht und Formen gespielt. Und was soll ich sagen? Zu lautem Hip Hop sind die viel spannenderen Aufnahmen entstanden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 24, 2015

Studentenleben live

Lima Gran Teatro Nacional

Während mein Fuß sich langsam bessert, versuche ich, meine Zeit mit schönem Sitzen zu füllen. So habe ich mich sehr gefreut, als ein Freund mir kurzfristig vorschlug, mit ihm ins Theater zu gehen. Das staatliche Theater von Lima ist eine Wucht, ein Millionenprojekt mit höchstem technischem Standard. Es ist derzeit die Nummer eins unter den südamerikanischen Theatern und beeindruckt mit seiner modernen Glaskonstruktion. Da ich moderne Glas-Stahl-Fassaden mag, fand ich es wunderschön, aus dem stillen des Theaters auf den pulsierenden Verkehr draußen zu schauen, der sich lautlos, und mit poetisch anmutenden Lichtern vorbei schob.

Wir hatten Karten für Verdis Oper Nabucco, die von Liebe, Krieg und Intrigen handelt. Leider war der Übersetzungstext von unserer Reihe aus durch die Scheinwerfer verdeckt, doch die Handlung ließ sich auch mit Hilfe des Programmhefts und der guten Leistung der Schauspieler deuten. Nachdem der Gefangenenchor geendet hatt, folgte minutenlanger Applaus, bevor das Böse besiegt und die Liebenden wieder vereint waren. Besonders gut hat mir das Spiel des Orchesters gefallen. Doch am besten ist mir der Beginn des Stückes in Erinnerung geblieben, aus dem banalen Grund, dass es in Lima praktisch nie still wird. Doch im isolierten Saal des Theaters herrschte absolute Ruhe, während hunderte Menschen auf den Moment lauschten als sanft die Streicher einsetzen.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 22, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 22, 2015