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Studentenleben live

Praktikumsbilanz

So langsam geht es gegen Ende. Noch eine Woche Schulpraxis bleibt mir, dann heißt es Abschied nehmen, Semesterferien genießen und im Oktober zurück an die Uni. Und wenn ich so darüber nachdenke, werde ich wahrscheinlich Rotz und Wasser heulen. Ich bin prinzipiell kein Mensch, der seine Emotionen gerne zeigt, aber wenn es um Abschiede geht, streiken jegliche Verdrängungsmechanismen.

Auch wenn dieses wohl das anstrengendste aller bisherigen Semester war, war es doch einfach auch das schönste. Vor allem, weil ich begriffen habe, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Ich weiß jetzt, dass Lehrerin sein etwas ist, das ich kann und das mir Spaß macht. Ich habe zwar auch erfahren, dass es deutlich zeitaufwendiger ist als gedacht und dass ich noch weitaus organisierter werden muss, um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, aber es ist auf jeden Fall ein Job, der es mir wert ist.

Nichtsdestotrotz freue ich mich wirklich sehr auf das nächste Semester, weil ich durch meinen Auslandsaufenthalt in Israel und das Praktikum jetzt schon ein ganzes Jahr lang nicht mehr jeden Tag an der Hochschule war und es einfach vermisse, all meine lieben Kommilitonen wieder täglich zu sehen. Und abgesehen davon ist es natürlich auch entspannt, sich mal wieder nur auf Vor- und Nachbereitungen verschiedener Veranstaltungen konzentrieren zu können statt in Theorie und Praxis gleichzeitig liefern zu müssen. Nächstes Semester erwartet mich allerdings auch schon wieder ein bisschen Praxis, denn in einer Diagnostikveranstaltung soll es ab Oktober darum gehen, zu zweit ein Kindergarten- oder Schulkind (oder sogar einen erwachsenen Menschen) sprachtherapeutisch zu fördern. Meine Partnerin dafür habe ich auch schon gefunden – eine gute Freundin, die zwei Straßen weiter wohnt – und wir werden demnächst mal in der zwei Gehminuten entfernten Grundschule deswegen anfragen. Diesmal gehen wir nämlich nicht direkt an eine Schule für Sprachbehinderte, sondern suchen uns in irgendeiner beliebigen Einrichtung ein Kind, das Bedarf hat – und die gibt es ja bekanntlich überall.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 21, 2015

Studentenleben live

Vorwehen

Endlich Ferien!! Das bedeutet, ich kann nun ausschlafen, Freunde treffen und ... die Sachen nacharbeiten, die während des Trimesters liegen geblieben sind. In einen Zustand der Tiefenentspannung gelange ich so leider nicht. Das liegt aber auch daran, dass alle zwei Tage E-Mails mit Informationen über die anstehende Bachelorarbeit reintrudeln. Erste erhielt ich einen 40-seitige Reader zur Anfertigung einer Bachelorarbeit, dann die Bewertung meiner letzten Seminararbeit und zwischendurch immer neue E-Mails von unserem überambitionierten Bibliotheksteam, in denen sie mir erklären, wie sie mich in dieser ach so schweren Zeit meines Studiums zur Seite stehen werden. Wie soll man sich bei diesem unterschwelligen Druck denn bitte entspannen? Alle meine Kommilitonen reden permanent darüber, welchen Zeitplan sie sich für die Arbeit angelegt haben, wann sie jeden Tag ins Bett gehen, wann sie vorhaben, in der Bibliothek aufzutauchen, wer am Ende ihre Bachelorarbeit gegenliest und so weiter und so fort. Da hilft nur eins: abtauchen und mit Nicht-Juristen abhängen. Der richtige Stress fängt noch früh genug an.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 20, 2015

Studentenleben live

Praktikum: ja, nein, vielleicht?

„Lassen Sie uns doch bitte noch den betreffenden Auszug aus der Studienordnung und eine Bescheinigung Ihrer Universität zukommen“. Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz hörte ich diesen Satz öfter als mir lieb war. Und jedes Mal erklärte ich mit einer Engelsgeduld, dass meine Universität keine Bescheinigungen ausstellt, dass es sich um ein Pflichtpraktikum handelt und welche Ziele dieses verfolgt – und suchte die entsprechenden Abschnitte in der Studienordnung heraus.

Viele meldeten sich nach diesem Telefonat und meiner E-Mail mit den betreffenden Auszügen aus der Studienordnung gar nicht mehr. Schriftlich beworben habe ich mich beim Theater, bei einer Lokalzeitung, einem Museum und der Stadtbücherei. Vom Theater kam nie eine Antwort, beim Museum hat der Zeitraum nicht gepasst, von der Lokalzeitung und der Stadtbücherei bekam ich aber immerhin eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Die Resonanz von beiden war sehr gut. Alle beide haben mir angeboten, mein vierwöchiges Praktikum im Oktober zu machen. Dann geschah etwas Seltsames: Die Lokalzeitung meldete sich auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht mehr bei mir, obwohl ich mein Interesse ausdrücklich mitgeteilt hatte. Gott sei Dank habe ich aber die Zusage die Bücherei!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 17, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 17, 2015