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Studentenleben live

Planänderung

Mein Plan war immer, nach dem Bachelor zum Lehramt für Mathe, Deutsch und Sozialwissenschaft zu wechseln. Nach eingehender Recherche habe ich feststellen müssen, dass es in ganz Nordrhein-Westfalen nur eine Uni gibt, an der ich das machen könnte: Wuppertal. Da will ich aber, ehrlich gesagt, nicht hin.

Ich wollte mich schweren Herzens schon von SoWi verabschieden, als einer dieser Momente kam, die plötzlich alles ändern: Der Freund einer Unifreundin kam neulich mit in die Vorlesung. Er hat gerade sein Referendariat an einer Schule in Köln beendet und wusste zu erzählen, dass es bestimmte Kurse gibt, die man als Lehrer machen kann, um Zusatzqualifikationen zu erwerben. Dazu gehören unter anderem auch Fortbildungen, die einen dazu befähigen, Bedarfsfächer zu unterrichten. Meine darauffolgende Internetsuche ergab: Deutsch und SoWi sind beide leider nicht als Zusatzqualifikationskurse verfügbar – dafür gibt es eben genug Lehrer –, aber für Mathe gibt es Kurse, im Regierungsbezirk Düsseldorf nur für die Sekundarstufe I, in Köln auch für die Sekundarstufe II. So ein Zusatzqualifikationskurs würde mir ermöglichen, alle meine gewünschten Fächer zu unterrichten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Fortbildung im Vergleich zum Mathe-Studium vermutlich abgespeckt ist und mir damit einiges an Druck nehmen würde.

Mit Deutsch und Sozialwissenschaft ist man hingegen nicht ganz so gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Eine Stelle zu finden, wird sicherlich schwieriger. Aber wenn ich direkt Interesse an einer Weiterbildung zeige, könnte es doch klappen?!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 27, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 27, 2015

Studentenleben live

Nachtschicht

Wieso hat der Tag eigentlich nur 24 Stunden? Das reicht doch vorne und hinten nicht. 30 Stunden, das wäre doch perfekt. Man könnte zwei Stunden länger schlafen und dann bliebe immer noch genug Zeit für den ganzen Rest. Vielleicht würde ich dann ja auch endlich mal alles schaffen, was auf meiner To-do-Liste steht.

Offiziell haben die Semesterferien begonnen. Eigentlich. Denn nach „Ferien“ fühlt es sich ganz und gar nicht an. Zwar ist es eine riesige Erleichterung, nicht mehr in irgendwelchen Kursen anwesend sein zu müssen, weil ich endlich mal Zeit habe, mich um all das zu kümmern, was in den letzten Wochen so liegen geblieben ist: Hausarbeit, Rezension, Bachelorarbeit, Papierkram. Abends und an den Wochenenden muss ich in meinem Nebenjob ran und ein bisschen Zeit für Freunde und Familie will man ja irgendwann auch noch haben. Die Lösung: Nachtschichten schieben. Und genau das mache ich auch gerade. Es ist halb zwei und während ich darauf warte, dass die Waschmaschine fertig wird, lade ich noch schnell den gefühlt 130 Millionen Wörter umfassenden Referenzkorpus hoch, mit dem ich gleich noch ein bisschen an meiner Hausarbeit herumwerkeln will. Dass ich morgen um zehn eine Klausur schreibe, muss ich für den Moment ausblenden …

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Jul 24, 2015

Studentenleben live

Was habe ich mir nur dabei gedacht?!

Zwei Klausuren am Ende des Semesters sind eine ganz schlechte Idee. Ich weiß, dass ich gerade auf sehr hohem Niveau jammere, aber da baut sich ein Berg voll Arbeit vor mir auf und die Themen beziehen sich noch nicht einmal aufeinander.

In der ersten Klausur geht es um die Grundlagen der Literaturtheorie, also Erzähltextanalyse, Epochen und Fachbegriffe. An sich ist das schon genug Lernstoff, und kompliziert ist er obendrein. Die zweite Klausur hingegen befasst sich mit Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Literaturtheorie habe ich bereits zusammengefasst und durchgearbeitet. Leider fühle ich mich noch alles andere als sicher und werfe vieles noch durcheinander. Verglichen mit den Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen kommt mir Literaturtheorie jedoch wie ein Kinderspiel vor.

Die zahlreichen Unterschiede in den Verwandtschaftsverhältnissen vom Mittelalter bis zur Neuzeit wären eigentlich schon genug für eine fünfstündige Klausur. Hinzu kommt aber, dass zwischen verschiedenen europäischen Regionen differenziert wird. Und in jeder Region gibt es mindestens zwei Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Welcher Mensch kann sich das alles merken?

Erst jetzt verstehe ich, was andere Studierende leisten müssen, die sich ihre Prüfungsform nicht aussuchen können und jedes Semester drei- bis viermal so viele Klausuren schreiben müssen wie ich. Da kann man echt nur den Hut ziehen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 22, 2015