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Studentenleben live

Was habe ich mir nur dabei gedacht?!

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

22.07.2015

Zwei Klausuren am Ende des Semesters sind eine ganz schlechte Idee. Ich weiß, dass ich gerade auf sehr hohem Niveau jammere, aber da baut sich ein Berg voll Arbeit vor mir auf und die Themen beziehen sich noch nicht einmal aufeinander.

In der ersten Klausur geht es um die Grundlagen der Literaturtheorie, also Erzähltextanalyse, Epochen und Fachbegriffe. An sich ist das schon genug Lernstoff, und kompliziert ist er obendrein. Die zweite Klausur hingegen befasst sich mit Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Literaturtheorie habe ich bereits zusammengefasst und durchgearbeitet. Leider fühle ich mich noch alles andere als sicher und werfe vieles noch durcheinander. Verglichen mit den Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen kommt mir Literaturtheorie jedoch wie ein Kinderspiel vor.

Die zahlreichen Unterschiede in den Verwandtschaftsverhältnissen vom Mittelalter bis zur Neuzeit wären eigentlich schon genug für eine fünfstündige Klausur. Hinzu kommt aber, dass zwischen verschiedenen europäischen Regionen differenziert wird. Und in jeder Region gibt es mindestens zwei Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Welcher Mensch kann sich das alles merken?

Erst jetzt verstehe ich, was andere Studierende leisten müssen, die sich ihre Prüfungsform nicht aussuchen können und jedes Semester drei- bis viermal so viele Klausuren schreiben müssen wie ich. Da kann man echt nur den Hut ziehen.

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