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Studentenleben live

Stress, Stress, Stress

Und dann ging es plötzlich ganz schnell und ich konnte die Tage bis zur Abgabe der Bachelorarbeit an einer Hand abzählen. Fünf Tage vorher sammelten sich unzählige Kaffeebecher und Club-Mate-Flaschen vor der Bib, ab und zu schallte ein hysterisches Lachen durch die Stille und permanent liefen Leute gehetzt an meinem Platz vorbei. Manche hatten keine Zeit mehr zum Essen, manche keinen Appetit mehr (außer der morgendlichen Kopfschmerztablette). Manche hatten Ohrensausen, manche Muffensausen. Aber das sind – zum Glück – Einzelfälle.

Der Rest ist (noch) einigermaßen entspannt. Bis auf ein paar verzweifelte Kommentare: „Meine Arbeit ist einfach nur schlecht“ oder „Ich versteh das alles nicht.“ Aus der Hausarbeitenphase haben wir jedoch gelernt, dass man es immer irgendwie schafft. Und so überwiegt – bei mir zumindest – statt Stress die Vorfreude.

Bis dahin arbeite ich mich langsam und gemächlich wie eine Dampfwalze durch meine Arbeit, gucke Fußnoten nach, recherchiere noch ein bisschen und hoffe, nicht noch einen Artikel zu finden, der etwas komplett Gegensätzliches zu dem sagt, was ich bisher gelesen habe oder einen komplett neuen Aspekt beleuchtet, den ich vorher total übersehen hatte. Aber eigentlich sollte alles im grünen Bereich sein – mit meinem zehn Seiten starken Literaturverzeichnis. Was soll da noch passieren? Meine Ansprüche habe ich ohnehin schon runtergeschraubt. Jetzt muss ich diesem niedrigeren Niveau nur noch den Feinschliff verpassen, dann kann ich mit einem dicken Grinsen im Gesicht zum Copyshop gehen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 17, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 17, 2015

Studentenleben live

Müssen Tiere gegendert werden?

Normalerweise bin ich eine große Verfechterin des Genderns. In welcher Form genau, ist mir egal, liebe Leserinnen und Leser. Das kann zwar je nach Text etwas mühevoll zu lesen sein, aber die deutsche Sprache ist doch dafür bekannt:Jje schwerer und verschachtelter die Sätze sind, desto kunstvoller ist der Text.

Je länger ich mich mit der Problematik beschäftige, umso mehr Situationen gibt es, in denen es mir wirklich aufstößt, wenn nicht gegendert wird. In meinem Seminar zum Medieneinsatz in der Schule sprachen viele Kommilitoninnen und Kommilitonen von ihrer Zukunft als „Lehrer“. Wie kann man als Frau sagen: „Ich will Lehrer werden“?

Im Gespräch mit Freundinnen und Bekannten ist mir aufgefallen, dass manchmal Sätze fielen wie: „Ich bin eher ein Frühaufsteher.“ oder „Ich will doch kein Besserwisser sein.“ Sobald man also einen Typus Mensch meint, ist der schon wieder maskulin?

Leider kann man sich in der Diskussion um das Gendern so verzetteln, dass es nur noch lächerlich wirkt und allen Gendergegnerinnen und -gegnern Wasser auf die Mühlen gießt. Zum Beispiel, wenn man sich um die Form streitet: Besserwisser/innen, BesserwisserInnen, Besserwisser_innen, Besserwisser*innen, Besserwisserx … der Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Auch wenn jede Schreibweise natürlich ihre Begründung und Vorteile gegenüber der anderen hat.

Schlimm wird es auch, wenn man versucht, Worte zu gendern, von denen es keine zwei Formen gibt zum Beispiel „Mitglied“ (liebe Mitgliederinnen und Mitglieder?) oder Gast (liebe Gästinnen und Gäste?). Mein Rechtschreibprogramm zeigt mir sofort, dass da was nicht stimmt. Obwohl es auch das Wort „gendern“ nicht kennt.

Die verrückteste Frage zum Gendern kam mir in den Semesterferien beim Schreiben an meiner Hausarbeit zum antiken Liebesroman „Daphnis und Chloe“ (Kann man übrigens ruhig mal lesen, sagte auch schon Goethe). Es sollte um das Wolfsmotiv gehen. Wer den Roman kennt, weiß, dass sowohl eine Wölfin, als auch mehrere Männer und Frauen auftreten, die wölfische Eigenschaften und/oder Namen haben. Sollte ich jetzt wirklich schreiben die Wölfinnen und Wölfe in Longos' Roman? Müssen auch Tiere gegendert werden?

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Aug 14, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Aug 14, 2015

Studentenleben live

Die drei Ps von Cusco

Cusco ist genial! Die Stadt ist zwar voll mit Touristen, aber ein wirklich tolles Fleckchen Erde. Koloniale Bauten vermischen sich mit Inka-Elementen und es gibt eine große Auswahl schöner Restaurants, Kneipen und Kunsthandwerkermärkte. Es ist wirklich lustig zu beobachten, wie sich fast alle Besucher die gleichen Pullover kaufen und sich auf diese Weise uniformieren. Auch ich bin nicht an den warmen Alpaka-Pulli-Ständen spurlos vorbeigekommen.

In unserem Hostel haben wir viele nette und sehr spannende Menschen kennengelernt, mit denen wir nachts die Stadt eroberten und morgens im Freien frühstückten. Die zahlreichen Begegnungen haben die Tage in Cusco zu einer sehr intensiven Zeit gemacht. Für mich ist Cusco die Stadt der drei Ps – Pisco, Pizza und Party. Eine wundersame Mischung für schöne Urlaubstage!

Ein ganz besonderer Tipp ist das „Green Point“ – ein veganes Restaurant, in dem es sich sehr gut schlemmen lässt und ich mich ganz zu Hause gefühlt habe. Mit unserem Hostel hatten wir nur halb so viel Glück. So waren zwar dort ganz tolle Menschen, mit denen wir eine intensive Zeit verlebt haben, aber der Besitzer wollte nicht die Verantwortung für geklaute Dinge übernehmen. Wir hatten für die Reise nach Machu Picchu gegen Bezahlung Sachen abgestellt, von denen am Ende aber nicht mehr alle da waren. Der Besitzer hat sich dann auch noch geweigert, irgendeine Erstattung zu leisten, weshalb ich mich viel mit ihm rumstreiten musste, bis wir wenigstens die Abstellgebühr zurückbekamen. Aber davon ließ ich mir die Laune nicht verderben.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 13, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 13, 2015