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Studentenleben live

Legofilm

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

13.10.2015

Eine Sache hat mir im vergangenen Jahr an der Uni ganz besonders gut gefallen: Die Produktion unseres Films „Inklusion statt Perfektion“. Angefangen hat alles damit, dass das Sozialministerium Baden-Württemberg die Kampagne „DuIchWir“ zum Thema Inklusion gestartet hat. Unser Seminar für Film und Fernsehen sowie Veranstaltungen anderer Hochschulen bekamen den Auftrag, Filme zum Thema Inklusion dafür zu drehen.

Es war gar nicht so einfach, Schauspieler mit Behinderungen zu finden, die zu dem Drehbuch passen, das wir uns ausgedacht haben, und die auch noch unentgeltlich mitmachen wollten. Daher hatten wir die Idee, einen Stop-Motion-Film mit Legomännchen zu drehen, bei dem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Die Legomännchen haben wir entsprechend angepasst, indem wir etwa einen Rollstuhl gebastelt oder ein Männchen mit Sonnenbrille und Blindenstock ausgestattet haben. An fünf Tagen waren wir von morgens bis abends im Filmstudio und haben in künstlichem Licht 2.200 Bilder geschossen. Anschließend bearbeiteten wir sie, komponierten Musik, schrieben einen Sprechertext, sprachen diesen ein und betrieben „Voice Acting“. Das heißt, wir sprachen im Tonstudio alle Stimmen, Töne und Geräusche ein, die später im Film zu hören sind. Zusammen mit dem Film gaben wir noch ein Drehbuch und einen Produktionsplan ab.

Im Herbst wird unser Beitrag nun veröffentlicht. Er wird im Weltethos-Institut in Tübingen ausgestellt, auf der Website der Kampagne verlinkt und es kann im Rahmen eines Wettbewerbs für ihn abgestimmt werden. Wir sind sehr gespannt wie wir abschneiden – in jedem Fall aber stolz auf uns.

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