interaktiv

Studentenleben live

Silvester in Berlin

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

08.01.2016

Mein Leben ist so furchtbar langweilig. Das stimmt zwar eigentlich nicht, aber ein bisschen hat es sich schon so angefühlt, als einige meiner Unifreunde kurz vor Weihnachten spontan die Idee hatten, zu gucken, wie weit sie mit Trampen kommen würden – und ich daheim blieb. Während ich also an meinen Weihnachtsgeschenken saß, bekam ich immer wieder Fotos und den aktuellen Zwischenstand geschickt. Sie haben es tatsächlich nach Brüssel geschafft!

Ein bisschen hatte mich dadurch drei Monate nach meiner Deutschlandtour wieder das Fernweh gepackt und war sofort dabei, als meine Freundin Lucy mich fragte, ob ich an Silvester etwas mit ihr unternehmen würde. Wir hatten schnell eine günstige Mitfahrgelegenheit nach Berlin gefunden und als ich erfuhr, dass auch drei meiner Unifreunde Silvester dort verbringen würden, wuchs meine Vorfreude noch mehr.

Am 31. Dezember ging es los, von Bonn aus zuerst mit der Bahn nach Köln, von da aus um halb elf Uhr morgens mit der Mitfahrgelegenheit weiter. Unser Fahrer war zum Glück sehr sympathisch und erzählte von seinem Studium und Reisen, die er gemacht hatte, um anschließend noch mit einem dritten Mitfahrer eine Diskussion über Philosophie anzufangen, die wir vom Rücksitz aus interessiert verfolgten.

Gegen vier Uhr nachmittags kamen wir in Berlin an. Eine knappe Stunde später hatten wir unser Gepäck eingeschlossen und uns am Reichstag mit meinen Bonner Freunden getroffen. Deren Plan, Teil der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor zu werden, wollten wir uns eigentlich nicht anschließen. Die Eingänge würden schon früh geschlossen und es sollte furchtbar voll sein, hatten wir gehört. Doch die anderen überredeten uns, trotzdem mitzukommen, was erstaunlich gut ging. Zwar gab es ein paar Probleme an der Sicherheitskontrolle, weil wir Getränke in Ein-Liter-Flaschen dabei hatten und diese vor der Sperre schnell austrinken mussten, weil wir sie nicht mit reinnehmen durften, aber dann standen wir auf der erstaunlich leeren Festmeile.

Mit Glühwein gegen die Kälte, mehr oder weniger unterhaltendem Bühnenprogramm und dem Wissen, gerade mit sehr tollen Menschen unterwegs zu sein, hatten wir so die besten Voraussetzungen, aufs neue Jahr zu warten.

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