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Studentenleben live

Nachdenkliche Ruhe vor dem Sturm

Das Sommersemester hat begonnen – und das ist auch gut so. Ich denke es wird Zeit, dass ich wieder einer regelmäßigen Aufgabe nachgehe. So schön und nötig die vorlesungsfreie Zeit auch war, sie gab mir auch Raum, um ins Grübeln zu kommen. Zum Beispiel darüber, ob es wirklich so gut war, einen Master zu beginnen, ob ich das Studium packe und anschließend einen guten Job finden werde.

Als ich meinen Stundenplan zusammengestellt habe, musste ich mich über das neue System ärgern, das unsere Uni mit diesem Semester einführt. In der momentanen Übergangsphase funktioniert einfach vieles noch nicht. Letztendlich habe ich meine Veranstaltungen so gelegt, dass ich wieder vier Mal in der Woche nach Bayreuth fahren werde. In Umweltrecht werde ich mich erneut dem Abschlussmodell mit der Gutachtenklausur stellen. Das wird sicher viel Arbeit. Weiter habe ich mich für Veranstaltungen wie „Biogeochemie ausgewählter Spurenelemente“, „Dendrologie“ oder „Transporte in aquatischen Ökosystemen“ entschieden. Und einen zweiten Sprachkurs in Russisch habe ich auch belegt. Der wird vermutlich ähnlich stressig wie der erste. Ich bin gespannt, ob ich elf Veranstaltungen pro Woche schaffe. Noch ist es jedoch ruhig und ich hoffe, dass Semester wird nicht zu stürmisch werden.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Apr 20, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Apr 20, 2016

Studentenleben live

Mal wieder Mexiko

Es hat sich beinahe unwirklich angefühlt, als meine Füße wieder auf mexikanischem Boden standen. Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass ich dieses wunderbare Land ein Jahr lang meine Heimat nenne durfte. Ich bin in Cancun gelandet, wo bereits zwei Freundinnen aus Schulzeiten auf mich warteten. Obwohl Cancun total überlaufen von Touristen war, blieben wir zwei Nächte dort, um uns von unseren jeweiligen Flügen zu erholen und Pläne zu schmieden. Dann sind wir mit dem Bus nach Tulum gefahren. Der Ort gehört zwar auch zur Costa Maya, also dem Touristengebiet schlechthin, aber die vielen Besucher haben auch einen Grund, sich dort aufzuhalten: Es gibt eine kilometerlange Küste mit weißem Sandstrand, türkisem Wasser und Palmen – so wie man das eigentlich nur von Postern kennt.

Leider hat es bei unserer Ankunft geregnet. Wir haben ein paar verregnete Strandspaziergänge gemacht, bei denen man zwar die Schönheit der Natur bewundern, aber natürlich leider nicht baden konnte. Als das Wetter besser wurde, wurde der Strand wesentlich voller, sodass die Natur ein bisschen ihren Zauber verlor.

An einem Tag haben wir einen Ausflug zum Gran Cenote gemacht. Das ist ein unterirdischer See, in dem man baden kann. Außerdem waren wir in einer Maya-Ausgrabungsstätte. Wir sind durch den Dschungel zu einer sehr hohen Pyramide gelaufen, von der wir einen wunderbaren Blick über den Dschungel hatten. Die Reise war wirklich schön!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2016
Autor: Maja
Rubrik: studium
Apr 19, 2016

Studentenleben live

Melancholie

Eigentlich wollte ich etwas über meinen Umzug schreiben, der in knapp zwei Wochen ansteht. Aber im Moment habe ich einfach zu nichts Lust: Ich mag nicht schreiben, lesen, mit Menschen reden, kochen. Ich könnte den ganzen Tag im Bett liegen und irgendwelche Serien schauen. Wieso ich trotzdem schreibe? Im Endeffekt nützt es nichts diese depressive Phase zu verschweigen und zu verheimlichen.

Denn irgendwie gehören diese Phasen doch zum Leben dazu. Ein bisschen hoffe ich, dass es an dem Stress liegt, den ich durch den Umzug habe. Ich muss nämlich in den nächsten Wochen nicht nur Kisten packen, sondern auch noch eine Hausarbeit abgeben. Und es muss doch eine logische Erklärung für meine schlechte Laune geben. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich nicht gut zu fühlen, obwohl eigentlich alles okay sein sollte – und eigentlich ist alles okay. Eigentlich läuft gerade alles gut und es fühlt sich auch so an. Aber dann habe ich diese Momente, in denen mich meine Mitbewohnerin fragt, ob ich gerade eine Lebenskrise durchlaufe. Oder die, in denen ich mich maßlos überfordert fühle. Oder die, in denen ich einfach nur traurig bin und weinen muss, ohne zu verstehen, warum.

Aber es wird besser. Heute war ein schöner Tag. Die Sonne schien. Ich war drei Stunden in einem Möbelhaus und habe Möbel ausgesucht und es hat fast ein bisschen Spaß gemacht. Und trotzdem sitze ich jetzt hier und schreibe diese Zeilen. Weil es sich manchmal einfach leer anfühlt. Aber das ist okay, denn es ist menschlich und geht vorbei.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 19, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 19, 2016