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Bachelor live

Code für die Bundestagswahl 2017

Im dritten Semester meines Publizistik-Studiums hatte ich ein Seminar mit dem Titel „Inhaltsanalyse“. Ziel dessen war es, im Laufe des Semesters Forschungsfragen zum Thema Bundestagswahl 2017 aufzustellen und diese in einem Codebuch festzuhalten. Auf dieser Basis sollten wir Facebook-Posts von Politikern, Parteien und Medienanstalten codieren, die während der heißen Wahlkampfphase publiziert wurden. Unser Dozent legte dabei großen Wert darauf, in dem Seminar nicht nur – wie er es nannte – „Fingerübung“ zu machen, sondern richtig empirisch zu forschen. Dies schloss eine ausreichend große Stichprobe mit ein – und bedeutete viel Aufwand. Die codierten Daten mussten wir später in Gruppenarbeit zu spezifischen Themen auswerten. Hierfür nahmen wir das Statistikprogramm SPSS zur Hilfe.
Das Thema meiner Gruppe war „Die Personalisierung während der Bundestagswahl 2017“. Dabei ging es, grob gesagt, um die Annahme, der Fokus in der Berichterstattung habe sich von den Parteien hin zu den Spitzenkandidaten verschoben. Außerdem wird vermutet, dass rollenferne Eigenschaften der Spitzenkandidaten – etwa die Frisur von Angela Merkel – zunehmend in den Fokus der Berichterstattung rücken, während politische Sachthemen vernachlässigt werden. Wir untersuchten beispielsweise, ob die Personalisierung im Wahlverlauf zunahm und ob das möglicherweise mit dem TV-Duell zusammenhing. Außerdem verglichen wir verschiedene Urheber der Personalisierung, sprich, wer personalisierte am häufigsten und am stärksten, gab es Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen und vieles mehr.
Das Aufwendigste am Forschungsprojekt war der Projektbericht. Zu fünft mussten wir an einer Hausarbeit arbeiten, was in meiner Gruppe zum Glück recht harmonisch ablief. Trotzdem haben wir bis zum letzten Tag vor der Abgabe geackert. Einen Einblick in den Ablauf einer richtigen repräsentativen empirischen Forschung zu gewinnen, war zwar wahnsinnig aufwendig, aber auch spannend.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Apr 25, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Apr 25, 2018

Bachelor live

Hallo Sommersemester!

Das Sommersemester hat begonnen. Ich hätte zwar nichts dagegen gehabt, wenn die vorlesungsfreie Zeit auch noch ein, zwei Wochen länger gedauert hätte, aber irgendwie freue ich mich auch darauf, wieder in die Uni zu gehen. Ich mag das Sommersemester viel lieber, als das Wintersemester. Zum einen aus dem praktischen Grund, dass Winterjacke, Schal und Co. zu Hause bleiben können und im Vorlesungssaal nicht unter den Stuhl gequetscht werden müssen. Zum anderen – und das ist der viel wichtigere Grund –, weil die Stadt bei Sonnenschein einfach wesentlich belebter ist. Viele wichtige Universitätsgebäude, etwa das Hörsaalgebäude, die philosophische Fakultät und die Mensa, befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Lahnwiesen – perfekt, um dort die Unitage nach den Vorlesungen ausklingen zu lassen. Viele grillen, spielen Gitarre oder Fußball oder sitzen einfach gemütlich zusammen.
In den Wintermonaten dagegen deprimiert es mich, morgens bei Dunkelheit in die Uni zu gehen und erst abends, wenn es wieder dunkel ist, nach Hause zu kommen. Wenn es im Sommer abends länger hell ist, kann ich den Tag viel besser nutzen und bin wesentlich aktiver.
Nicht zu vergessen ist auch unser schöner WG-Balkon, der endlich wieder richtig genutzt werden kann. Meine Mitbewohner und ich haben bereits die Grillsaison eröffnet, sodass zukünftige WG-Abende wieder auf dem Balkon stattfinden können.
Im Sommersemester macht einfach alles viel mehr Spaß!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Apr 17, 2018

Bachelor live

Die Entscheidung ist gefallen

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich nach meinem Abitur einen Freiwilligendienst für eine Stiftung in Spanien machte und dort einen Vortrag an einer Privatschule hielt. Ich stellte dort unsere Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung vor. Als die Lehrerin erklären wollte, was genau ich in Spanien machte, dachten schon die Dritt- und Viertklässler als Erstes an Erasmus, also daran, dass man dank des Programms ein Auslandssemester absolvieren kann.
Ich dagegen kam damals zum ersten Mal auf den Gedanken an ein Auslandssemester. Ein Großteil der anderen, die wie ich einen Europäischen Freiwilligendienst machten, war bereits älter und hatten den Bachelor oder sogar schon den Master hinter sich. Für viele war es nicht ihr erster Auslandsaufenthalt, einige hatten etwa vor ihrem Freiwilligendienst bereits ein Auslandssemester in Spanien gemacht. Als ich dann selbst ins Studium startete, machte ich mir Gedanken, wohin ich für ein Auslandssemester gehen wollte. Zuerst dachte ich an Irland, dann an Rumänien, zwischenzeitlich an die USA, dann wiederum an Asien und zuletzt an Frankreich.
Deshalb habe ich schon einmal einen Französischkurs an meiner Uni belegt. Der hat mich zwar weitergebracht, aber ich merkte, dass mich die Sprache einfach nicht begeistert. Parallel zu Frankreich habe ich mich daher auch über Studierendenaustausche mit asiatischen Unis informiert und je länger ich mich mit diesen auseinandergesetzt habe, desto mehr faszinierten mich die Studienmöglichkeiten dort. Nach dem Einsenden meiner Bewerbung und dem Auswahlgespräch aktualisierte ich einige Tage lang im Minutentakt meine E-Mails, bis endlich eine Antwort eintrudelte. Und siehe da: Ich erhielt die Zusage für ein Auslandssemester an einer Universität in Taipeh, Taiwan!
Heute freue ich mich unglaublich auf das Semester dort: Ich hoffe auf einen Chinesischsprachkurs, Austauschstudierende aus der ganzen Welt, warmes Klima und Wochenendausflüge. Und ich freue mich schon darauf, hier über Taiwan zu schreiben!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 11, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 11, 2018