interaktiv

Mein freiwilliges Jahr

Hoe gaat het met jou?

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

13.07.2015

„Een meer, alstublieft“, rufe ich der Kellnerin zu, woraufhin wie einen weiteren Teller Spareribs bringt. Amber und Paul schauen mich völlig entgeistert an, schütteln die Köpfe und trinken ihr holländisches Bier. Ich aber hatte auch nach der vierten Portion in einem Restaurant am Groote Markt in Groningen noch nicht genug. Amber und Paul sind Niederländer, die fünf Monate lang im selben Krankenhaus wie ich gearbeitet haben. In dieser Zeit sind wir gute Freunde geworden und sie konnten mir einige Brocken Niederländisch beibringen, sodass ich mich hier nun halbwegs durchschlagen kann. Der Anlass meines Besuches ist ein weitere Seminar meines Freiwilligendienstes, das als kultureller Ausflug nach Groningen ausgerufen wurde, aber mit Kultur doch insgesamt eher wenig zu tun hatte.

Interessant ist, dass in Holland viele Berufe anders erlernt werden, als es in Deutschland der Fall ist. Amber, die Krankenpflegerin werden möchte, studiert an einer Fachhochschule. Sie hat blockweise Unterricht und Praktika, die sie bei vielen verschiedenen Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten absolviert. Bei Paul, der sich zum medizinisch-technischen Assistenten (MTA) ausbilden lässt, ist es ähnlich.

Das Leben in Groningen beschreiben beide als sehr angenehm und entspannt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit Sport, Musik, Theater und Kunst zu beschäftigen und eine ganze Reihe Bars und Clubs, in denen man prima feiern kann. Ich habe davon leider nicht so viel mitbekommen, schließlich war ich ja nicht privat gekommen. Mit dem Seminar nahm ich an einer Stadtführung teil und war im im Groninger Museum, in dem momentan sehr viel chinesische Kunst ausgestellt wird. Ein freundlicher niederländischer Führer informierte uns in sehr konzentriert gesprochenem Deutsch über sämtliche Kunstwerke und architektonischen Besonderheiten des Gebäudes.

Die weiteren Programmpunkte waren schnell abgearbeitet, sodass wir viel Freizeit hatten. Leider konnte ich diese aber nicht effektiv nutzen – ich war einfach zu orientierungslos.

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