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Die Lehrer von morgen

Unisport

Ich liebe es, mich draußen zu bewegen und meinen Körper zu fordern. Vor circa acht Jahren entschied ich mich, Fußball in einem Verein zu spielen. Es machte mir viel Spaß, regelmäßig zu trainieren und gegen andere Mannschaften anzutreten. Damals spielte ich noch in der U17. Seit einigen Jahren bin ich in die Damenmannschaft vorgerückt und meine Leistung wurde stetig besser.
Wenn ich Uni habe, kann ich zuhause nur freitags am Training teilnehmen und samstags spielen. Ich merke, dass mir das Training unter der Woche fehlt und entschied mich, das mit Unisport zu ergänzen. Ich besuchte Bodyfit Kurse, probierte mich im orientalischen Tanz oder war beim Boxen. Von der Universität wird ein breites Sportprogramm aufgestellt, das von jedem besucht werden kann, vorausgesetzt man lässt sich einen Sportausweis ausstellen. Die Kosten für das einmalige Ausstellen liegen bei 18 Euro. Für jedes weitere Semester zahlt man 15 Euro. Ein Schnäppchen finde ich. Würde ich ein Fitnessstudio besuchen, würde ich den Betrag mindestens pro Monat zahlen.
Dieses Semester gehe ich regelmäßig montags ins Fußballtraining an der Uni. Es ist zwar für Anfänger gedacht, dennoch schaden Grundlagen selbst mir nicht. Diese Woche besuchte ich zum ersten Mal das Training. Es waren rund zwanzig Mädels da, die erwartungsvoll auf dem Kunstrasen standen. Wir machten einige Passübungen und Spiele. Es stellte sich heraus, dass einige schon fortgeschrittene Spielerinnen sind, was den Spielverlauf flüssiger machte. Es machte Spaß und die Bewegung tat mir gut. Vor allem lernte ich neue Gesichter kennen und wir tauschten uns in den Trinkpausen aus. Ich nehme mir vor, regelmäßig das Training zu besuchen, um meine Leistung zu verbessern und mich fit zu halten. Zudem tut mir Abwechslung im Unialltag gut!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2019

Die Lehrer von morgen

Essen aus dem Müll

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich ein kleiner Öko und versuche daher, mein Leben insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Im vergangenen Jahr bin ich dabei auf Foodsharing gestoßen – über eine Internetseite organisieren sich Menschen, um Lebensmittel zu retten, die sonst weggeschmissen würden. Zuerst habe ich angefangen, die „Fairteiler“ in Bonn auszuchecken. Das sind Orte, an denen Menschen Lebensmittel, die sie nicht mehr verbrauchen, hinbringen, sodass andere sie mitnehmen können. So habe ich zum Beispiel aus einem kleinen Buchladen in der Altstadt schon überreife Bananen und kürzlich abgelaufene Teigtaschen mitgenommen und aus einer Kiste unter dem Vordach eines Büros regelmäßig Brötchen.
Kostenloses Essen aus den Fairteilern ist nett, aber ich wollte noch mehr tun, um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Darum habe ich mich auf der Foodsharingseite registriert, musste ein Quiz machen und durfte dann zunächst unter Begleitung erfahrener „Foodsaver“ drei Einführungsabholungen machen, bevor ich mich selbst als Foodsaverin für einen Betrieb bewerben konnte, um dort übriggebliebenes Essen regelmäßig abzuholen.
Mittlerweile bin ich bei einem Supermarkt fest im Team und versuche, mich alle ein bis zwei Wochen für eine Abholung einzutragen. Beim Supermarkt müssen wir alle aussortierten Lebensmittel erst einmal durchsehen und nicht mehr essbare Dinge wegwerfen. Der Rest wird ungefähr gleich aufgeteilt. Das sind aber immer noch ziemlich große Mengen. Die letzten Male lief ich mit fünf vollen Jutebeuteln, einem Lebensmitteleimer und einem vollbepackten Rucksack wieder nach Hause. Man kann sich natürlich nicht selbst aussuchen, was man abholt, es ist da, was da ist. Das bringt mir aber den Vorteil, dass ich neue Rezepte austeste. Beim Supermarkt ist es hauptsächlich Obst und Gemüse, das gerettet wird, sodass ich zum Beispiel gestern eine Suppe aus Pastinaken, Möhren und weiterem Gemüse gekocht habe. Im Ofen trocknen gerade kleingeschnittene Quittenschalen, aus denen man laut Internet Früchtetee selbst machen kann. Der Rest wurde zu Quittenmus verarbeitet, das ich zu Pfannkuchen essen will. Ein bisschen Abwechslung zu meinen üblichen Nudeln mit Restesoße.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2019

Die Lehrer von morgen

Was mich am Lehrerdasein stresst - Teil 1

In meinem letzten Beitrag habe ich schon angedeutet, dass der Lehrerberuf mit viel Stress verbunden ist. Woran genau das liegt, möchte ich nun näher ausführen.
Einerseits ist da natürlich der Unterricht, der bei weitem kein Selbstläufer ist. Gerade weil ich auf meine benotete Lehrprobe hinarbeite, die noch vor Weihnachten stattfinden wird, möchte ich mich noch verbessern und zum Beispiel mein Methodenrepertoire erweitern. Ich versuche also, bestmöglichen Unterricht vorzubereiten, der entsprechend zeitaufwändig ist. Meine Klasse ist zudem immer noch ziemlich herausfordernd. Es ist schwierig, ihren emotionalen Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig das Bildungsziel im Blick zu behalten. Meinen Unterricht bereite ich übrigens zu Hause vor, entweder nachmittags nach der Schule oder am Wochenende. Einen komplett freien Tag hatte ich schon lange nicht mehr, selbst an Sonntagen sitze ich am Schreibtisch.
Die Zeit, in der ich in der Schule bin, finde ich aber besonders anstrengend. Das liegt vor allem daran, dass man keine richtigen Pausen hat. Du kannst nicht einfach während deines Unterrichts auf die Toilette gehen, du musst die ganze Zeit präsent sein, du musst immer ansprechbar sein und immer die Kontrolle über die Situation behalten. Bei uns gibt es zwei große Pausen am Tag, eine mit 10 und eine mit 15 Minuten. In dieser Zeit hast du entweder Aufsicht, also quasi gar keine Pause, oder du musst es schaffen, auf die Toilette zu gehen, in dein Fach zu schauen, etwas zu kopieren und am besten noch dienstliche Fragen mit drei verschiedenen Kollegen zu klären. Es ist permanent hektisch und es gibt immer etwas zu tun. Es ist außerdem kein Job, bei dem du mal einen schlechten Tag haben kannst und dich zurückziehen, hinter den anderen verstecken, kannst. Wenn du da bist, dann musst du richtig arbeiten, mit vollem Einsatz, anders funktioniert es nicht. Das hat mich auch schon das eine oder andere Mal vor die Frage gestellt, wie ich damit umgehen soll, wenn ich am Wochenende krank war, sodass ich meinen Unterricht nicht vorbereiten konnte, am Montag allerdings wieder fit genug war, um in der Schule zu sein. Lehrerin sein ist im Prinzip so etwas wie berufliche Selbstständigkeit mit sehr regelmäßigen Abgaben und täglichen (sehr frühen) Präsenzterminen. Eigentlich hast du deinen festen Rhythmus, aber wenn du nach Hause kommst, musst du deine Arbeit selbst organisieren. Und da tauchen die klassischen Selbstständigkeitsprobleme auf. Ich überlege mir auch dreimal, ob ich mich tatsächlich krankmelden möchte. Es gibt in jedem Beruf Tage, an denen es besonders ungeschickt ist, krank zu sein, weil man eine bestimmte Aufgabe zu erledigen hat, die niemand anders übernehmen kann. Als Lehrerin ist eigentlich jeder Tag ein solcher Tag. Wenn ich fehle, löse ich Chaos aus. Ich muss vertreten werden, was das Kollegium belastet und den Schülern nötige Routine nimmt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 5, 2019