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Die Lehrer von morgen

Frustrationstoleranz

Ich hatte während meiner ganzen schulischen Karriere gute Noten – nie etwas Schlechteres als eine Drei auf dem Zeugnis und in Klassenarbeiten sind – abgesehen von der einen Fünf in Latein – die Vieren an einer Hand abzählbar. In Düsseldorf mit Germanistik und Soziologie ging es weiter: Auf meinem ersten Bachelorzeugnis finden sich nur gute und sehr gute Noten.
Die Sache ist allerdings, dass unterschiedliche Studienfächer unterschiedliche Anforderungen stellen. In Mathe ist es mit viel Vorbereitung oft gut möglich, eine Eins zu schreiben, aber sich mit Halbwissen durchzumogeln, ist nicht machbar.
Vor dem Studium wurde mir von ein paar Leuten gesagt, dass ich durch alle Klausuren fallen würde und das aber normal sei – dem war immerhin nicht so. Zwei Klausuren habe ich erst im zweiten Versuch bestanden, aber beim Studieren aufgehalten hat mich das nicht. Mit genug Vorbereitung ist jede Klausur zu schaffen, finde ich.
Das war zumindest meine Ansicht bis zur Klausur in Analysis III vor Kurzem. Fünf schwierige Aufgaben in 90 Minuten – ich war mit dem Zeitdruck überfordert und habe nicht zeigen können, dass ich den Stoff beherrschte. Bei den anderen lief es ähnlich bescheiden. Die Noten ließen ziemlich lange auf sich warten, weil der Prof damit haderte, wie er die Noten vergeben sollte.
Nun steht fest: Ich bin durchgefallen. Mein Ziel, in diesem Semester alle Prüfungen direkt zu bestehen, habe ich leider nicht erreicht. Aber ehrlich gesagt finde ich das gar nicht so schlimm. Wenn ich knapp bestanden hätte, würde ich mich zwar darüber freuen, ab Anfang März richtig Ferien zu haben, mich aber womöglich über die schlechte Note ärgern, die nicht meinen Wissensstand widergespiegelt hätte. So habe ich noch einmal die Chance, im zweiten Versuch zu beweisen, was ich kann. Und da die Nachklausur mit Mitte März relativ früh ist, habe ich danach noch einen Monat Ferien.
Was ich durch diese Erfahrung feststellte: Seit ich Mathe studiere, ist meine Frustrationstoleranz eine ganz andere als früher. Durchfallen ist natürlich blöd, aber kein Weltuntergang.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 16, 2018

Die Lehrer von morgen

Überstanden

Jetzt kann ich wieder durchatmen. Nach einer langen und intensiven Lernphase habe ich nun meine letzte Klausur für das Wintersemesters geschrieben. Wieder gab es Hochs und Tiefs. Momente in denen ich schier verzweifelte und solche, in denen mir das Lernen sogar Spaß machte. Ich merkte, wie ich an meine Grenzen stieß und wie mein Körper schlapp machte, worauf ich ihn mit Fastfood und Koffein am Leben hielt. Außerdem hätte ich wohl Psychologie im Nebenfach studieren sollen, denn des Öfteren musste ich eine Kommilitonin beruhigen und ihr Mut zusprechen – oder umgekehrt. Im Nachhinein lachen wir darüber, wie wir uns gegenseitig therapierten.
Doch jetzt ist dieses Semester geschafft und ich blicke voll Freude auf meine langersehnten Semesterferien. Ferien, in denen ich tatsächlich mal kein Praktikum an einer Schule absolvieren muss, sondern nur eine kurze Zeit bei der Post arbeite. Endlich beschäftige ich mich in dieser vorlesungsfreien Zeit mal nur mit mir. Ich habe Freizeit.
Ich suchte mir heute schon eifrig Kochrezepte aus, lud meine Freundinnen zum Brunch ein und machte einige Treffen aus. Ich freue mich riesig, endlich ohne schlechtes Gewissen ausschlafen zu können oder auch einfach mal nichts zu tun. Ebenso habe ich vor, mal wieder ein Buch zu lesen, das kein Fachbuch ist.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 15, 2018

Die Lehrer von morgen

Der Teufel steckt im Detail

Am Donnerstag habe ich meine wissenschaftliche Arbeit abgegeben, sogar ein paar Tage vor Fristende. Der Weg dorthin war aber nicht so einfach: Dass das Formatieren einer Arbeit deutlich nerviger sein kann als das Schreiben selbst, ist kein Geheimnis, darauf hatte ich mich bereits eingestellt. Trotzdem war ich wieder einmal erstaunt, wieviel Zeit es mich tatsächlich kostete. Eine gute Woche bastelte ich an der Arbeit herum, obwohl sie inhaltlich bereits fertig war. Zum Beispiel sollte das Programm die Kapitelüberschriften automatisch ins Inhaltsverzeichnis einfügen, was aber natürlich nicht fehlerlos funktionierte.
Irgendwann wollte ich die Arbeit einfach nur noch vom Tisch haben. Ich erledigte alle Formatierungsaufgaben und entband meine dritte Korrekturleserin von ihrer Pflicht, weil ich ohnehin keine Energie mehr gehabt hätte, ihre Korrekturen einzubauen. Dann schickte ich das Dokument zum Drucken und Binden an den Copyshop. Am nächsten Tag holte ich die Arbeit ab und bemerkte im gebundenen Dokument einen riesigen Fehler: Ich hatte vergessen, Leerseiten einzufügen! Es war das erste Mal, dass ich eine Arbeit doppelseitig drucken ließ. Damit nicht direkt hinten auf der Titelseite das Inhaltsverzeichnis kommt und neue Kapitel immer auf der rechten Seite beginnen, hätte ich Leerseiten einfügen müssen. Daran hatte ich jedoch überhaupt nicht gedacht! Nun war alles verschoben. Die Dienste des Copyshops hatten mich über 50 Euro gekostet – ein Betrag, den ich nicht noch einmal ausgegeben wollte. Daher beschloss ich, die Arbeit so zu lassen. Ich schrieb nur meiner Professorin eine E-Mail, in der ich erklärte, dass das so nicht beabsichtigt war. Zum Glück antwortete sie, dass das kein Problem sei, solange man alles lesen könne. Trotzdem hatte ich schreckliche Angst, dass das Prüfungsamt meine Arbeit gar nicht annehmen würde. Glücklicherweise ging alles gut und ich habe wieder eine große Hürde in Richtung Staatsexamen geschafft.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Feb 15, 2018