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Mit dem Fahrrad durch Afrika

Eine Sim-Karte und Jasmin

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

01.02.2008

Gleich am nächsten Tag treffe ich, vor der Deutschen Botschaft, Michael und Sebastian. Die beiden Deutschen sind mit einem Landrover auf dem Weg nach Kapstadt. Da wir die Öffnungszeiten der Botschaft verpasst haben, beschließen wir erst einmal etwas zu essen und die Stadt zu erkunden. Die beiden haben eine sehr gute und preiswerte Unterkunft ausfindig gemacht und so entscheide ich mich auch, am nächsten Tag das Hotel zu wechseln. Auf dem siebten Stock des Hauses befindet sich eine große Dachterrasse und rings herum ein paar Zimmer. Hier genießen wir die Abende und halten uns strikt an die islamischen Regeln, dass nur von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang Alkohol getrunken werden darf. So ist auf jeden Fall unsere Auslegung. Tagsüber verbingen wir die Zeit auf der Botschaft und entdecken die Stadt.

Um auch mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben, aber auch um in Ägypten selbst zu telefonieren, ist es sehr sinnvoll, sich eine lokale Sim-Karte für das Handy zu kaufen. Die Karte kann man für umgerechnet drei Euro erwerben und die nationalen und internationalen Gespräche sind auch recht günstig. Normalerweise geht man dazu einfach in einen Laden und kauft diese - aber nicht so Michael. Er ließ sich erst einmal zu einem Tee einladen, um die Preisverhandlungen ins Laufen zu bringen und schließlich wurde ihm nicht nur die Sim-Karte zum Kauf angeboten, nein, auch Jasmin, die Tochter des Geschäftsinhabers. Doch so recht wollte er nicht auf den Deal eingehen. Da half es auch nicht, dass Jasmin Jungfrau war und sehr gut Tee kochen konnte. Er machte dem Besitzer klar, dass im Landrover kein Platz für Jasmin sei und zu Hause eine Frau auf ihn wartet. Nach einer Stunde verließ er schließlich das Geschäft und war stolzer Besitzer einer Sim-Karte.

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